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07:00 Uhr, 12.03.2026

K+S übertrifft beim Gewinn die Erwartungen

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DOW JONES--K+S hat im vergangenen Jahr wegen höherer Kalipreise mehr verdient. Der Düngemittel- und Salzkonzern steigerte den operativen Gewinn (EBITDA) um knapp 10 Prozent auf 613 Millionen Euro, wie er in Kassel mitteilte, und übertraf damit den Marktkonsens von 603 Millionen Euro.

Der bereinigte Free Cashflow, an dem sich die Höhe der Dividende bemisst, sank angesichts der Investitionen in das Umbauprojekt Werra 2060 und des Hochlaufs der Kapazitäten am kanadischen Kali-Standort Bethune allerdings um gut die Hälfte auf 29 Millionen Euro.

43 Prozent davon will das Unternehmen aus Kassel an die Aktionäre ausschütten. Der Dividendenvorschlag liegt bei 7 Cent je Aktie und damit bei knapp der Hälfte des Vorjahreswertes von 15 Cent.

Netto stand durch Wertminderungen von insgesamt 1,575 Milliarden Euro ein bereinigter Konzernverlust in Höhe von 1,13 Milliarden Euro zu Buche. Nachdem K+S im vergangenen Sommer eine Wertberichtigung von 2 Milliarden Dollar vornehmen musste, kam es im vierten Quartal zu einer Zuschreibung von 484 Millionen Euro. Bereinigt um die beiden Effekte sowie ihre Steuereffekte ergab sich ein bereinigtes positives Nettoergebnis von 125,5 Millionen Euro - verglichen mit einem Vorjahreswert von 3,6 Millionen Euro. Der Umsatz blieb zum Vorjahr konstant bei 3,65 Milliarden Euro. Höhere Preise glichen negative Wechselkurse und geringere Absatzmengen aus.

Für 2026 rechnet K+S-Vorstandschef Christian H. Meyer mit einer global steigenden Kali-Nachfrage. Bereits zu Jahresbeginn habe die Vollauslastung der weltweiten Kapazitäten im wichtigen Markt Brasilien zu leicht steigenden Preisen geführt. Die weitere Entwicklung hänge nun vom Verlauf der Frühjahrssaison ab, in der viele wichtige Absatzgebiete gleichzeitig bedient werden.

Für sich kalkuliert K+S in diesem Jahr mit 600 bis 700 Millionen Euro EBITDA. In der Mitte der Spanne wären das etwa 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Markt erwartet derzeit 629 Millionen Euro. "Unser Ausblick ist also leicht positiv", sagte Meyer.

Um das obere Ende der Spanne zu erreichen, müsste der Kalipreis in Brasilien im Frühjahr moderat gegenüber dem Februar-Niveau ansteigen, auf andere Absatzmärkte und Produkte ausstrahlen und sich über das gesamte Halbjahr dort halten und der Absatz steigen.

Den bereinigten Free Cashflow 2025 erwartet das im MDAX notierte Unternehmen mindestens ausgeglichen.

Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

DJG/rio/brb

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