Analyse

K: Niedrige Inflation

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Externe Quelle: SEB

Niedrige Inflation

Die Verhandlungen von GM mit den Gewerkschaften über die Neuverteilung der Pensions- und Gesundheitskosten sind gescheitert. Eine Entlastung des Unternehmens von dieser Seite ist vorerst nicht in Sicht. Heute rücken die Quartalsdaten in den Mittelpunkt. Bereits jetzt reflektieren die Kurse der GM Anleihen, daß der Markt mit schlechten Daten sowie einer Herabstufung der Anleihen auf Junk-Status rechnet. Die Entwicklung bei GM könnte Anleger dazu bewegen, generell die Kreditrisiken bei Unternehmensanleihen neu zu bewerten. Die Notenbanken hatten wiederholt auf die in den niedrigen Spreads zum Ausdruck kommenden Risiken hingewiesen. Nutznießer wären Staatsanleihen. Eins ist auch klar, GM dürfte in der Zukunft kaum in der Lage sein, teuere Rabattprogramme zur Stützung des Absatzes aufzulegen, womit eine Stütze für die US Konjunktur wegfiele.

Niedrigere Inflation: Die absehbare Reform des holländischen Gesundheitssystems hat uns veranlaßt, unsere Prognose für die Entwicklung der Konsumentenpreise in Euroland in 2006 zu revidieren. Wir schätzen den positiven Effekt auf 0,2% Punkte und revidieren unsere Prognose von 1,6% auf 1,4%. Die Preisstabilität in Euroland wird damit noch zunehmen. Für die EZB ergibt sich auch 2006 aus diesem Blickwinkel kein Handlungsbedarf.

China/Japan: Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind auf historischem Tiefpunkt angelangt, wie die anhaltenden antijapanischen Demonstrationen in China zeigen. Eine Beilegung der Meinungsverschiedenheiten ist nicht in Sicht. Nimmt man den Nikkei Index als Gradmesser, dann scheinen negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsbeziehungen nicht ausgeschlossen. Der japanische Aktienmarkt dürfte dann weiter leiden.

Kein Preisdruck in der Schweiz: Der Produzenten- und Importpreisindex stieg im März um 0,2 % bzw 1,4%pa. Die Inlandspreise erhöhten sich nur um 0,1%, während die Importpreise um 0,5% zulegten. Die Kernrate des Gesamtindex verzeichnete nur einen minimalen Anstieg von 0,3% pa und signalisiert keinen Preisdruck auf die Konsumentenpreise. Es zeichnet sich ab, daß die SNB im Juni erneut von einer Leitzinserhöhung absehen wird.

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Über den Experten

Alexander Paulus
Alexander Paulus
Technischer Analyst und Trader

Alexander Paulus kam zunächst über Börsenspiele in der Schule mit der Börse in Kontakt. 1997 kaufte er sich seine erste Aktie. Nach einigen Glückstreffern schmolz aber in der Asienkrise 1998 der Depotbestand auf Null. Da ihm das nicht noch einmal passieren sollte, beschäftigte er sich mit der klassischen Charttechnik und veröffentlichte seine Analysen in verschiedenen Foren. Über eine Zwischenstation kam er im April 2004 zur stock3 AG (damals BörseGo AG) und veröffentlicht seitdem seine Analysen auf stock3.com (ehemals GodmodeTrader.de)

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