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09:35 Uhr, 19.01.2026

JPMorgan Chase: Mixed Q4 Earnings und gedämpfte Aktienreaktion

JPMorgan Chase hat die Berichtssaison der US-Großbanken am 13. Januar 2026 eröffnet und ein gemischtes Ergebnis für das 4. Quartal 2025 vorgelegt. Der Konzern übertraf...

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JPMorgan Chase hat die Berichtssaison der US-Großbanken am 13. Januar 2026 eröffnet und ein gemischtes Ergebnis für das 4. Quartal 2025 vorgelegt.

Der Konzern übertraf die Erwartungen beim Gewinn je Aktie (EPS) deutlich:
$5.23 pro Aktie versus Konsens um $4.92–$5.01.

Auch der Umsatz kam mit ca. $46,8 Mrd. leicht über den Schätzungen herein.

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Diese Ergebnisse spiegeln im Kern eine breite robuste Ertragsbasis wider, gestützt vor allem durch Net Interest Income und überraschend starke Trading-Erträge, während einzelne Segmente wie Investment Banking etwas schwächer ausfielen.

Allerdings belastete ein Einmal-Aufwand von rund $2,2 Mrd. im Zusammenhang mit der Übernahme des Apple Card-Portfolios, was den ausgewiesenen Nettogewinn für das Quartal dämpfte.

Auf den ersten Blick solide Kennzahlen reichten dem Markt jedoch nicht, um die JPM-Aktie nachhaltig aufzuwerten. Stattdessen kam es zu einer negativen Reaktion im Aktienkurs, der zeitweise mehrere Prozentpunkte nachgab – teils rund -4 % an einem Handelstag, bevor er sich etwas stabilisierte.

Diese Reaktion zeigt, dass Investoren nicht nur auf Ergebnisüberraschungen schauen, sondern vor allem auch auf Ausblick, Kostendynamik und makroökonomische Unsicherheiten achten. Die hohen Rückstellungen und erwarteten Kosten für 2026 wurden von vielen Marktteilnehmern als Warnsignal interpretiert.

CEO Jamie Dimon betonte zwar die Resilienz der US-Wirtschaft, wies aber zugleich auf Risiken wie inflationsnahe Kostendynamik, geopolitische Unsicherheiten und Kreditrisiken hin – Worte, die bei Anlegern eher das Risiko als die Chancen betonten.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch die technische Kursentwicklung: Am Freitag in der JFD-Indikation schloss JPM bei rund 312,45 USD, was leicht über dem mittleren Bewegungstief vom Mittwoch lag, aber unter dem jüngsten Hoch der Vorwochen.

Zusammengefasst wirkt das Jahresauftakt-Ergebnis strukturell stark, doch die Markterwartung ist derzeit anspruchsvoll. Der Markt hat bereits viel positives eingepreist – und reagiert vor allem sensibel auf Risiken im Kreditbereich, steigende Kosten und regulatorische Unsicherheiten.

Für Trader heißt das konkret:
Fundamentale Beats alleine reichen nicht, wenn Ausblick und Risiken im Vordergrund stehen.
Volatilität bleibt hoch, insbesondere im größeren Finanzsektor, der stark von makroökonomischen Rahmenbedingungen abhängig ist.
• Technisch bleibt der Bereich um 310–315 USD ein wichtiger Support/Indikator, solange keine klaren positiveren Signale (z. B. stärkere Revenue-Guidance oder spürbar bessere Kostenkontrolle) nachkommen.

Wenn du willst, kann ich dir auch eine aktuelle Chart-Analyse für JPM mit möglichen Levels für die nächsten Tage/Wochen erstellen.


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