Hellofresh rechnet 2026 mit weniger Umsatz und Gewinn
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DOW JONES--Hellofresh rechnet auch für 2026 mit Umsatzrückgängen sowie anders als im Vorjahr mit einem sinkendem operativem Gewinn. Das Winterwetter zu Jahresbeginn nannte der Kochboxenversender bei Vorlage der vollständigen Bilanz als wesentlichen Grund für das zu erwartende rückläufige Ergebnis.
Die Planung sieht für das neue Jahr ein Umsatzminus von währungsbereinigt 3 bis 6 Prozent und ein angepasstes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 375 bis 425 Millionen Euro vor.
2025 hatte Hellofresh wie bereits seit Mitte Februar bekannt einen Umsatzrückgang von knapp 12 Prozent oder 900 Millionen Euro auf 6,8 Milliarden Euro verbucht. Währungsbereinigt war das ein Minus von 9,0 Prozent und damit mehr als die angekündigten 6 bis 8 Prozent. Hellofresh zielt im Kerngeschäft Kochboxen vermehrt auf Stammkunden und nicht mehr nur auf die Zahl der Bestellungen. Zum Jahresende sei die Mehrzahl der Bestellungen von Kunden eingegangen, die schon mehr als 50 Kochboxen bezogen hatten - also im Schnitt etwa eine pro Woche.
Das SDAX-Unternehmen hat 2024 ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt, das im vergangenen Jahr zu Einsparungen in Höhe von 160 Millionen Euro führte. Für 2026 rechnet Hellofresh mit zusätzlichen jährlichen Einsparungen in Höhe von 140 Millionen Euro. Hellofresh zieht sich aus den Märkten Italien und Spanien zurück.
Überdies wurde im vergangenen Sommer ein großes Produktinvestitionsprogramm gestartet, mit dem vor allem die Vielfalt des Angebots ausgeweitet wurde, das nach Angeben von Hellofresh positive Effekte auf Kundenbindung und Bestellraten hatte. Der Umfang der Produktinvestitionen soll 2026 deshalb moderat erhöht werden. Finanziert werden solle dies durch die Effizienzgewinne und durch vorsichtige Preiserhöhungen.
Das bereinigte EBITDA konnte 2025 von 399,4 auf 422,8 Millionen Euro verbessert werden, es lag allerdings am unteren Ende der Zielspanne. Während die Marge bei den Kochboxen um 3,7 Punkte auf 13,5 Prozent stieg, schrieb der Bereich Fertiggerichte leicht rote Zahlen (Marge: minus 1,2 Prozent nach plus 1,6 Prozent)
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
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