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09:14 Uhr, 11.07.2024

Gerresheimer-CFO: Umsatzplus Gj eher unteres Ende Zielspanne

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DJ INTERVIEW/Gerresheimer-CFO: Umsatzplus Gj eher unteres Ende Zielspanne

Von Ulrike Dauer

FRANKFURT (Dow Jones) - Gerresheimer rechnet CFO Bernd Metzner zufolge beim Umsatzwachstum im laufenden Jahr nun mit einer Landung am unteren Ende der Zielspanne. Dies sagte Metzner im Interview mit Dow Jones Newswires. Grund sei vor allem der anhaltende Umsatzrückgang im Segment Primary Packaging Glass, der weiterhin unter rückläufiger Nachfrage aufgrund anhaltend hoher Lagerbestände bei den Kunden leidet.

Dies machte sich sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr bemerkbar. Er betrifft weiterhin "vor allem Injektionsfläschchen aus Glas", die zum Beispiel für Impfstoffe verwendet werden und ist ein Nachlaufeffekt des Auslaufens des pandemiebedingtem Nachfragebooms. Jedoch habe der Hersteller von Verpackungen für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranchen aus Glas/Kunststoff "erste positive Signale aus Gesprächen mit Kunden, dass die Effekte allmählich zurückgehen werden", sagte Metzner. Das zweite Halbjahr werde "aufgrund nachlassender Lagerbestandseffekte und neu anlaufender Produktionslinien deutlich stärker ausfallen als das erste".

Insgesamt werde der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der genannten Effekte "eher am unteren Ende unserer Prognose liegen", sagte Metzner. Das MDAX-Unternehmen strebt nach den am Morgen bestätigten Zielen weiterhin ein Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent an, nun also eher am unteren Ende der Spanne. Das bereinigte EBITDA soll weiterhin in der Spanne 430 bis 450 Millionen Euro landen. "Das bedeutet, dass wir auch 2024 unsere Marge wie geplant weiter ausbauen können", sagte Metzner. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll um 8 bis 12 Prozent zulegen verglichen mit dem Vorjahr. Im zweiten Quartal verzeichnete das Segment Primary Packacking Glas laut Investorenpräsentation einen organischen Umsatzrückgang von 6,6 Prozent, im gesamten ersten Halbjahr betrug der Rückgang 6,9 Prozent. Das Segment-EBITDA war ebenfalls rückläufig, im Quartal um 17,4 Prozent. Die Marge verschlechterte sich auf 18,7 Prozent von 21,2.

Insgesamt legte Gerresheimer organisch ein kleines Umsatzplus von 0,7 Prozent im zweiten Quartal hin. Dies war der guten Entwicklung im Segment Plastics & Devices zu verdanken. Das Segment wuchs organisch 6,7 Prozent, das bereinigte EBITDA um 12,4 Prozent. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 140 Basispunkte auf 27,7 Prozent. Getrieben war das durch die starke Nachfrage nach Produkten für den medizinischen Bereich, wie Inhalatoren, Pen-Injektoren und für die Behandlung von Adipositas.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/cbr

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