GBE Börsenbrief – KW 25/2026
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Moin aus Hamburg!
Die Börsenwoche wurde maßgeblich von geopolitischen und geldpolitischen Entwicklungen geprägt. Für Erleichterung an den Finanzmärkten sorgte die vorläufige Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nachdem US-Präsident Donald Trump zunächst weitere militärische Maßnahmen angekündigt hatte, wurden die geplanten Angriffe vorerst ausgesetzt. Die Aussicht auf neue Verhandlungen und eine mögliche diplomatische Lösung verbesserte die Stimmung an den Aktienmärkten spürbar.
Gleichzeitig rückte die Inflation wieder stärker in den Fokus der Anleger. In den USA zeigten die jüngsten Verbraucherpreisdaten einen weiterhin erhöhten Preisauftrieb. Die Inflationsrate lag im Mai bei 4,2 % gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank. Entsprechend wurden Hoffnungen auf zeitnahe Zinssenkungen erneut gedämpft.
Auch in Europa spielte die Geldpolitik eine zentrale Rolle. Die Europäische Zentralbank reagierte auf die anhaltenden Inflationsrisiken und erhöhte die Leitzinsen um 25 Basispunkte. Es war die erste Zinserhöhung seit 2023 und unterstreicht die Entschlossenheit der Währungshüter, die Preisstabilität im Euroraum zu sichern.
Für Aufmerksamkeit sorgte zudem der Kapitalmarkt: Mit dem geplanten Börsengang von SpaceX steht möglicherweise der größte IPO der Börsengeschichte bevor. Das Unternehmen strebt eine Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar an und könnte dabei bis zu 75 Milliarden US-Dollar einsammeln. Die hohe Nachfrage der Investoren zeigt, dass das Interesse an großen Technologie- und Wachstumsunternehmen trotz des anspruchsvollen Marktumfelds weiterhin ungebrochen ist.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.
Quelle:
https://www.wsj.com/world/middle-east/trump-iran-strikes-peace-talks-38996e77?mod=politics_whatsnews_pos1
https://thetechmarketer.com/spacex-ipo-2026-spcx-nasdaq-valuation-starlink
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 15. Juni 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 17. Juni 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)
Rückblick:
Der Start in die Handelswoche verlief für den DAX alles andere als reibungslos. Bereits am Montag eröffnete der deutsche Leitindex mit einem deutlichen Abwärtsgap. Am Dienstag und Mittwoch setzte sich der Abwärtstrend der Vorwoche weiter fort. Erst am Donnerstag sorgten Aussagen des US-Präsidenten für eine spürbare Gegenbewegung und trieben den Index deutlich nach oben. Unter dem Strich steht aktuell jedoch weiterhin ein leichtes Minus im Vergleich zur Vorwoche zu Buche.
Charttechnischer Ausblick:
Der deutsche Leitindex notiert aktuell nahezu auf dem Niveau seines Wochenschlusskurses vom vergangenen Freitag. Dennoch war die zurückliegende Woche von zahlreichen geopolitischen und geldpolitischen Ereignissen geprägt. Charttechnisch konnte der DAX am 38,2 %-Fibonacci-Retracement deutlich nach oben abprallen und damit einen wichtigen Impuls für eine mögliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung setzen. Gelingt dem Index ein nachhaltiger Ausbruch über den Bereich des 23,6 %-Retracements bei rund 24.600 Punkten, könnte sich die Aufwärtsdynamik bis in den Bereich von 24.766 Punkten fortsetzen. Darüber rückt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten in den Fokus, die zugleich auch aus charttechnischer Sicht ein relevantes Kursziel darstellt. Zwischen 25.270 und 25.513 Punkten wartet anschließend die große Widerstandszone rund um das aktuelle Allzeithoch. In diesem Bereich scheiterte der DAX bereits dreimal deutlich, weshalb hier erneut mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen ist.
Fundamental dürften die Aussagen von US-Präsident Donald Trump weiterhin für Bewegung an den Märkten sorgen. Noch stärker im Fokus steht jedoch die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche, von der sich Anleger wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der Geldpolitik erhoffen. Auf der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützungszone bei 24.357 Punkten. Hier treffen zwei markante Kursniveaus aus dem Tageschart auf die 50-Tage-Linie. Etwas tiefer verläuft bei rund 24.200 Punkten die 200-Tage-Linie, die ebenfalls als bedeutende Unterstützung fungieren könnte. Weitere Stabilisierungschancen ergeben sich im Bereich des 38,2 %-Retracements. Gemeinsam mit dem unteren Bollinger Band sowie der Unterstützung bei 24.015 Punkten bildet dieser Bereich eine interessante Unterstützungszone. Sollte der Verkaufsdruck weiter zunehmen, rückt das 50,0 %-Retracement bei etwa 23.625 Punkten in den Fokus. Dieses fällt nahezu mit einer weiteren wichtigen Marke aus dem Tageschart zusammen und könnte somit als starke Unterstützung dienen.
Unterstützungen:
- 24.357 / 24.320 Punkte
- 24.015 Punkte
- 23.625 Punkte
- 23.229 Punkte
Widerstände:
- 24.766 Punkte
- 25.008 Punkte
- 25.270 Punkte
- 25.513 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)
Rückblick:
Nach dem kräftigen Abverkauf am vergangenen Freitag markierte das Währungspaar zunächst ein neues Tief. Dieses erwies sich im weiteren Tages- und Wochenverlauf jedoch als Wochentief. Der Euro konnte anschließend etwas an Stärke gewinnen, unterstützt durch die am Donnerstag bekannt gegebene Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB). Zwar konnten die Verluste vom Freitag bislang noch nicht vollständig aufgeholt werden, dennoch gelang dem Währungspaar eine deutliche Stabilisierung.
Charttechnischer Ausblick:
Beim Währungspaar EUR/USD stehen derzeit zwei Fibonacci-Retracements besonders im Fokus: Auf der Oberseite das 61,8 %-Retracement, auf der Unterseite das 78,6 %-Retracement. Letzteres erwies sich zu Wochenbeginn als starke Unterstützung. Der Kurs konnte sich am Montag deutlich von diesem Niveau nach oben absetzen und lief anschließend direkt bis an das 61,8 %-Retracement heran. Für die kommende Handelswoche könnte nun ein Ausbruchsversuch auf der Oberseite anstehen. Direkt oberhalb des Retracements wartet jedoch bereits die erste größere Widerstandszone zwischen 1,1584 und 1,1591 US-Dollar. Kurz darüber folgen das mittlere Bollinger Band sowie eine weitere charttechnisch relevante Marke bei 1,1605 US-Dollar. Die Widerstände liegen aktuell sehr dicht beieinander, weshalb bereits bei 1,1617 US-Dollar die nächste Hürde wartet. Darüber rückt das 50,0 %-Retracement der Aufwärtsbewegung vom 13. März bis zum 17. April bei 1,1631 US-Dollar in den Fokus. Dieses Niveau sorgte bereits in der Vergangenheit mehrfach für deutliche Marktreaktionen und dürfte daher von vielen Marktteilnehmern beachtet werden.
Auf der Unterseite bildet zunächst der Bereich um das untere Bollinger Band gemeinsam mit der Unterstützung bei 1,1520 US-Dollar die erste potenzielle Auffangzone. Darunter folgt das bereits erwähnte 78,6 %-Retracement bei 1,1503 US-Dollar, das sich zuletzt als wichtige Unterstützung behaupten konnte. Sollte auch diese Marke unterschritten werden, rückt eine größere Unterstützungszone zwischen 1,1497 und 1,1469 US-Dollar in den Fokus. Dieser Bereich leitet sich aus dem Wochenchart ab und könnte entsprechend für verstärktes Kaufinteresse sorgen. Das aktuelle Verlaufstief und damit zugleich der Ausgangspunkt der betrachteten Fibonacci-Retracements befindet sich schließlich im Bereich von 1,1415 US-Dollar. Dieses Niveau stellt die letzte wichtige Unterstützung dar, bevor sich das charttechnische Bild wieder deutlich eintrüben würde.
Unterstützungen:
- 1,1520 / 1,1503 US-Dollar
- 1,1497 US-Dollar
- 1,1469 US-Dollar
- 1,1415 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1584 / 1,1591 US-Dollar
- 1,1605 US-Dollar
- 1,1617 US-Dollar
- 1,1611 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)
Rückblick:
Gold hatte bereits in der Vorwoche deutliche Verluste verzeichnet, die sich zu Beginn der neuen Handelswoche zunächst fortsetzten. Zwar deutete sich am Montag im Bereich von 4.300 US-Dollar eine mögliche Unterstützung an, doch das Edelmetall geriet am Dienstag und Mittwoch erneut kräftig unter Druck. In der Folge markierte Gold ein neues Verlaufstief knapp oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar.
Charttechnischer Ausblick:
Das mithilfe von Fibonacci-Projektionen ermittelte Kursziel bei 4.075 US-Dollar wurde am Mittwoch erreicht. Von diesem Niveau aus setzte am Donnerstag eine kräftige Gegenbewegung ein, die dem Goldpreis vorerst etwas Luft verschaffte. Gelingt es dem Edelmetall, diesen Abpraller mit weiterem Schwung fortzusetzen, könnten die nächsten Kursziele im Bereich von 4.240 sowie 4.298 US-Dollar liegen. Darüber wartet bei rund 4.381 US-Dollar eine übergeordnete Widerstandszone. Diese Marke ist besonders interessant, da der Goldpreis erst in der vergangenen Woche mit hoher Dynamik nach unten durchbrochen wurde. Aus charttechnischer Sicht würde sich das Bild erst wieder deutlich aufhellen, wenn ein Anstieg über die Marke von 4.550 US-Dollar gelingt.
Trotz der jüngsten Erholung bleibt der übergeordnete Trend sowohl im Tages- als auch im Wochenchart weiterhin abwärtsgerichtet. Entsprechend besteht die Möglichkeit, dass die laufende Korrekturbewegung noch nicht abgeschlossen ist. Auf der Unterseite konnte sich die Unterstützungszone zwischen 4.109 und 4.043 US-Dollar zunächst behaupten. Sollte dieser Bereich jedoch nachhaltig unterschritten werden, rücken mehrere weitere Unterstützungen in den Fokus. Zunächst dürfte die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Darunter folgen potenzielle Auffangzonen bei 3.973 US-Dollar sowie im Bereich von 3.928 US-Dollar. Die nächste größere und aus charttechnischer Sicht besonders relevante Unterstützung liegt anschließend bei 3.886 US-Dollar. Dort könnte der Goldpreis erneut auf verstärktes Kaufinteresse treffen.
Unterstützungen:
- 4.240 US-Dollar
- 4.298 US-Dollar
- 4.381 / 4.414 US-Dollar
- 4.469 US-Dollar
Widerstände:
- 4.109 US-Dollar
- 4.043 / 4.000 US-Dollar
- 3.973 US-Dollar
- 3.886 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)
Rückblick:
Auch im S&P 500 waren die Nachwirkungen des Abverkaufs vom vergangenen Freitag deutlich zu spüren. Nach einer schwachen Wochenöffnung geriet der Index insbesondere am Dienstag und Mittwoch erneut unter Druck und verzeichnete deutliche Verluste. Am Donnerstag folgte jedoch eine ebenso dynamische Gegenbewegung, die einen Großteil der Rückgänge wieder wettmachen konnte. Unterstützung fand der Markt dabei an der 50-Tage-Linie, die gemeinsam mit dem unteren Bollinger Band sowie einer relevanten Unterstützungszone aus dem Tageschart für ausreichend Kaufinteresse sorgte.
Charttechnischer Ausblick:
Der starke Abpraller an der 50-Tage-Linie verschaffte dem S&P 500 zum Ende der Woche spürbar Luft. Die Dynamik dieser Gegenbewegung könnte sich auch in der kommenden Handelswoche fortsetzen. Die erste Hürde wartet bereits bei 7.445 Punkten. An diesem Niveau scheiterte der Index bereits im Tagesverlauf am Freitag. Nur wenige Punkte darüber verläuft zudem das mittlere Bollinger Band, das zusätzlichen Widerstand bieten könnte. Auf dem Weg zu einem möglichen neuen Allzeithoch muss der Index anschließend die Marke bei 7.531 Punkten überwinden. Darüber rückt die Widerstandszone zwischen 7.591 und 7.620 Punkten in den Fokus. Dieser Bereich umfasst das aktuelle Allzeithoch. Bereits an fünf Handelstagen lief der S&P 500 an diese Zone heran oder konnte sie kurzzeitig überschreiten, schaffte es jedoch nicht, sich nachhaltig auf diesem Niveau zu etablieren.
Trotz der zuletzt starken Erholung bleibt Vorsicht angebracht. Die teils heftigen Kursbewegungen vom vergangenen Freitag sowie vom Mittwoch haben gezeigt, wie schnell sich die Stimmung am Markt ändern kann. Insbesondere neue geopolitische Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnten jederzeit für erhöhte Volatilität sorgen – sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite. Als erste wichtige Unterstützungszone gilt der Bereich zwischen 7.280 und 7.246 Punkten. Hier fand der Index bereits in der vergangenen Woche ausreichend Unterstützung und konnte eine Stabilisierung einleiten. Sollte dieser Bereich jedoch unterschritten werden und gleichzeitig die 50-Tage-Linie fallen, könnte sich die Korrektur bis zur nächsten größeren Unterstützungszone zwischen 7.161 und 7.147 Punkten ausweiten. Dort dürfte erneut mit verstärktem Kaufinteresse zu rechnen sein.
Unterstützungen:
- 7.280 / 7.246 Punkte
- 7.161 / 7.147 Punkte
- 7.048 Punkte
- 7.011 / 7.000 Punkte
Widerstände:
- 7.445 Punkte
- 7.531 Punkte
- 7.591 Punkte
- 7.620 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
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