GBE Börsenbrief – KW 24/2026
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Erwähnte Instrumente
Moin aus Hamburg!
Die Märkte wurden in dieser Woche von einer Mischung aus geopolitischen Spannungen und wichtigen Konjunkturdaten bewegt. Die Aussetzung der Gespräche zwischen dem Iran und den USA sorgte für steigende Ölpreise und erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten.
In Europa fiel die Inflation im Mai etwas höher aus als erwartet, was den Handlungsspielraum der EZB bei weiteren Zinssenkungen begrenzen könnte. Gleichzeitig zeigte sich der US-Arbeitsmarkt weiterhin überraschend robust: Die Zahl offener Stellen stieg deutlich an und unterstrich die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft.
Dennoch mehren sich die Anzeichen für strukturelle Veränderungen. Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt spürbar und könnte langfristig die Beschäftigungsdynamik in einzelnen Branchen beeinflussen. Für Anleger bleibt das Umfeld damit geprägt von der Frage, wie sich Inflation, Zinsen und technologische Umbrüche auf die Kapitalmärkte auswirken werden.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.
Quelle:
https://finanzmarktwelt.de/usa-jolts-offene-stellen-sehr-stark-390776/
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 08. Juni 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 10. Juni 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)
Rückblick:
Zum Wochenstart am Montag sowie am Dienstag testete der deutsche Leitindex die Marke von 25.270 Punkten mehrfach, konnte diese jedoch nicht nachhaltig überwinden. Zur Wochenmitte setzte schließlich eine deutlich stärkere Korrekturbewegung ein, die den DAX unter die runde und psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten drückte.
Charttechnischer Ausblick:
Der DAX geriet in dieser Woche etwas unter Druck und korrigierte bis zum 38,2%-Fibonacci-Retracement der vorherigen Aufwärtsbewegung. Gleichzeitig befindet sich in diesem Bereich mit 24.766 Punkten eine wichtige Unterstützungsmarke aus dem Tageschart. Dort konnte sich der Index zunächst stabilisieren und hat nun die Möglichkeit, in der kommenden Woche einen erneuten Anlauf auf der Oberseite zu starten. Die erste Hürde wartet bei 25.008 Punkten. Dabei handelt es sich nicht nur um eine relevante Chartmarke, sondern mit der 25.000-Punkte-Marke auch um eine wichtige psychologische Schwelle. Gelingt der Sprung darüber, könnten die nächsten Kursziele bei 25.270 und 25.454 Punkten liegen. In diesem Bereich traf der DAX jedoch bereits in der Vorwoche auf deutlichen Widerstand. Sollte dennoch ein nachhaltiger Ausbruch gelingen, rückt das bisherige Allzeithoch bei 25.513 Punkten in den Fokus. Darüber hinaus wäre auch ein Anstieg bis zum nächsten Kursziel bei 25.599 Punkten denkbar.
IAuf der Unterseite bleibt die Unterstützung bei 24.766 Punkten entscheidend. Dort verläuft inzwischen auch das untere Bollinger-Band. Sollte dieser Bereich nicht halten, könnte das 50,0%-Fibonacci-Retracement bei 24.540 Punkten die nächste Unterstützung darstellen. Das 61,8%-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung liegt im Bereich von rund 24.300 Punkten. Besonders interessant wird die Zone um 24.198 Punkte. Hier treffen mehrere technische Unterstützungen aufeinander: Neben wichtigen Marken aus dem Tageschart verlaufen dort auch die orangefarbene 200-Tage-Linie sowie die blaue 50-Tage-Linie. Etwas tiefer befindet sich schließlich mit dem 78,6%-Fibonacci-Retracement bei 24.036 Punkten eine weitere potenzielle Unterstützungszone.
Unterstützungen:
- 24.766 Punkte
- 24.540 Punkte
- 24.300 Punkte
- 23.036 Punkte
Widerstände:
- 25.000 / 25.008 Punkte
- 25.270 Punkte
- 25.454 / 25.513 Punkte
- 25.559 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)
Rückblick:
Bereits in der Vorwoche prallte das Währungspaar an einem wichtigen Widerstandsbereich ab und setzte diese negative Tendenz auch zum Wochenstart fort. Im weiteren Verlauf der Woche geriet der Kurs zusätzlich unter Druck, unterschritt das 50%-Fibonacci-Retracement und markierte schließlich bei 1,1594 US-Dollar sein Wochentief.
Charttechnischer Ausblick:
Das Währungspaar EUR/USD notiert aktuell nur knapp oberhalb seines jüngsten Verlaufstiefs bei 1,1584 US-Dollar. Gleichzeitig befindet sich auf diesem Niveau das 61,8%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung vom 13. März bis zum 17. April. Diese Unterstützungszone könnte dem Kurs zunächst Halt geben und eine Erholung einleiten. Auf der Oberseite wartet die erste wichtige Hürde bei 1,1631 US-Dollar. Mit dieser Marke lieferte sich das Währungspaar bereits mehrfach einen intensiven Kampf, und auch in der vergangenen Woche spielte sie an nahezu jedem Handelstag eine zentrale Rolle. Oberhalb davon folgt ein weiterer Widerstand bei 1,1650 US-Dollar, bevor die bedeutende Widerstandszone zwischen 1,1667 und 1,1681 US-Dollar in den Fokus rückt. In diesem Bereich verlaufen zudem die 50-Tage- und die 200-Tage-Linie, was die Relevanz dieser Zone zusätzlich erhöht.
Aus technischer Sicht scheinen derzeit jedoch die Abwärtsrisiken zu überwiegen. Das Verlaufstief und damit die wichtige Unterstützung bei 1,1584 US-Dollar sind nur noch wenige Punkte entfernt. Sollte dieses Niveau unterschritten werden, könnte zunächst die Marke bei 1,1556 US-Dollar in den Blick rücken. Knapp darunter verläuft zudem das untere Bollinger-Band, das als zusätzliche Unterstützung fungieren könnte. Eine weitere potenzielle Auffangzone befindet sich bei 1,1520 US-Dollar. Sollte auch dieser Bereich keinen Halt bieten, könnte erst das 78,6%-Fibonacci-Retracement der zuvor genannten Aufwärtsbewegung bei 1,1504 US-Dollar den Kursrückgang bremsen. Damit bleibt die Unterseite im aktuellen Chartbild besonders aufmerksam zu beobachten.
Unterstützungen:
- 1,1584 US-Dollar
- 1,1556 US-Dollar
- 1,1520 US-Dollar
- 1,1504 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1631 US-Dollar
- 1,1650 US-Dollar
- 1,1667 US-Dollar
- 1,1681 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)
Rückblick:
Das Edelmetall Gold setzte seinen kurzfristigen Abwärtstrend im Wochenverlauf weiter fort und erreichte am Donnerstag erneut die orangefarbene 200-Tage-Linie. Dieser gleitende Durchschnitt gilt als bedeutender technischer Indikator, da er von zahlreichen Marktteilnehmern als wichtige Orientierungsmarke herangezogen wird. Sollte diese Unterstützung nicht verteidigt werden können, drohen dem Goldpreis weitere und möglicherweise deutlich stärkere Kursverluste.
Charttechnischer Ausblick:
Für den Goldpreis rückt aktuell ein technisch besonders interessantes Niveau in den Fokus: die 200-Tage-Linie. Von dieser wichtigen Unterstützung aus könnte das Edelmetall zunächst eine Stabilisierung einleiten und einen erneuten Erholungsversuch starten. Eine erste kleinere Hürde wartet bereits bei 4.469 US-Dollar. Darüber folgt die bedeutende Widerstandszone zwischen 4.550 und 4.563 US-Dollar. Dieser Bereich wird durch zwei markante Tageschart-Niveaus, das mittlere Bollinger-Band sowie eine fallende Trendlinie gebildet und stellt damit eine technisch relevante Barriere dar. Gelingt dem Goldpreis der Ausbruch über diese Zone, rückt als nächstes die blaue 50-Tage-Linie in den Fokus, die aktuell bei rund 4.620 US-Dollar verläuft.
Auf der Unterseite bleibt die Unterstützungszone zwischen 4.414 und 4.380 US-Dollar von zentraler Bedeutung für den weiteren Kursverlauf. In diesem Bereich treffen mehrere wichtige technische Faktoren aufeinander: Neben der 200-Tage-Linie verlaufen dort zwei bedeutende Unterstützungen aus dem Tageschart sowie das untere Bollinger-Band. Sollte der Goldpreis nachhaltig unter die 200-Tage-Linie fallen, wäre dies ein weiteres Signal für eine mögliche Fortsetzung der laufenden Abwärtsbewegung. In diesem Fall könnten die nächsten Kursziele auf der Unterseite zunächst im Bereich von 4.298 US-Dollar liegen. Darunter rücken die Unterstützungszonen um 4.240 US-Dollar sowie schließlich der Bereich um 4.156 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer. Die Reaktion des Goldpreises an der aktuellen Unterstützungszone dürfte daher richtungsweisend für die Entwicklung in den kommenden Handelstagen sein.
Unterstützungen:
- 4.414 US-Dollar
- 4.380 US-Dollar
- 4.298 US-Dollar
- 4.240 US-Dollar
Widerstände:
- 4.469 US-Dollar
- 4.550 / 4.563 US-Dollar
- 4.602 US-Dollar
- 4.638 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)
Rückblick:
Direkt zum Start der neuen Handelswoche erreichte der S&P 500 neue Allzeithochs. Das aktuelle Rekordhoch liegt bei 7.620 Punkten. Zur Wochenmitte kam es anschließend zu einem etwas stärkeren Rücksetzer bis in den Bereich von 7.530 Punkten. Diese Marke erwies sich jedoch zunächst als solide Unterstützung, sodass weitere Abgaben vorerst verhindert werden konnten.
Charttechnischer Ausblick:
Trotz der aktuell erkennbaren leichten Schwäche präsentiert sich der übergeordnete Aufwärtstrend im S&P 500 weiterhin intakt. Viele Marktteilnehmer könnten die jüngsten Rücksetzer erneut als Kaufgelegenheit betrachten und damit für frische Impulse auf der Oberseite sorgen. Gelingt dem Index eine erneute Aufwärtsbewegung von der Unterstützungszone um 7.531 Punkte, rückt zunächst die Marke bei 7.591 Punkten als erster potenzieller Widerstand in den Fokus. Darüber wartet bereits das aktuelle Allzeithoch bei 7.620 Punkten.Kann dieses überwunden werden, eröffnen sich weitere mögliche Kursziele bei 7.664, 7.749 und schließlich 7.859 Punkten. Der langfristige Trend bleibt damit vorerst klar aufwärtsgerichtet.
Dennoch sollte das Risiko einer ausgeprägteren Korrektur nicht außer Acht gelassen werden. Eine größere Gegenbewegung innerhalb des laufenden Aufwärtstrends hat bislang noch nicht stattgefunden, weshalb eine Ausweitung der Konsolidierung durchaus möglich erscheint.
Auf der Unterseite liegt die erste relevante Unterstützung bei 7.445 Punkten. Darunter folgen weitere potenzielle Kursziele bei 7.363 sowie im Bereich von 7.280 Punkten. Sollte die Verkaufsdynamik zunehmen, könnte der Index auch in Richtung 7.161 Punkte zurückfallen. Dort verläuft aktuell die 50-Tage-Linie, die als wichtige technische Unterstützung zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die kommenden Handelstage dürften somit zeigen, ob die Käufer die Kontrolle behalten und den übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen können oder ob der Markt zunächst eine tiefere Korrekturphase einleitet.
Unterstützungen:
- 7.445 Punkte
- 7.365 Punkte
- 7.280 Punkte
- 7.161 Punkte
Widerstände:
- 7.591 Punkte
- 7.664 Punkte
- 7.749 Punkte
- 7.859 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.
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