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Kommentar
15:18 Uhr, 15.05.2026

GBE Börsenbrief – KW 21/2026

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Eskalation im USA-Iran-Konflikt sowie überraschend hoher Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten.

Erwähnte Instrumente

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    Aktueller Kursstand:   (XETRA)

Moin aus Hamburg!

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Eskalation im USA-Iran-Konflikt sowie überraschend hoher Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten. Die anhaltenden Spannungen rund um die Straße von Hormus sorgten erneut für steigende Ölpreise und belasteten die Erwartungen an mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank. Die US-Inflation stieg im April auf 3,8 % und erreichte damit den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Besonders die Energiepreise wirkten als Inflationstreiber.

Trotz der geopolitischen Risiken zeigte sich die Wall Street weiterhin erstaunlich robust. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq erreichten im Wochenverlauf neue Rekordstände. Vor allem Technologiewerte und die anhaltende KI-Euphorie trieben die Rally weiter an. Der Nasdaq profitierte insbesondere von starken Bewegungen bei Nvidia und anderen großen Tech-Konzernen.

Die Märkte bewegen sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen Inflationssorgen, geopolitischer Unsicherheit und gleichzeitig hoher Risikobereitschaft der Investoren. Während steigende Ölpreise und höhere Renditen am Anleihemarkt kurzfristig für Volatilität sorgen könnten, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend bei US-Aktien bislang intakt.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.

Quelle:
https://www.washingtonpost.com/business/2026/05/12/iran-inflation-trump-oil-gas-prices

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

DAX Tageschart (DE40.c)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Die meisten Märkte zeigen derzeit eine klare Richtung – der DAX hingegen wirkt weiterhin orientierungslos. Bereits zum Wochenstart eröffnete der deutsche Leitindex mit einem kleinen Abwärtsgap. Zwar sorgte die positive Entwicklung zur Wochenmitte kurzfristig für Stabilisierung, doch es gelang dem DAX nicht, daraus neue Aufwärtsdynamik zu entwickeln. Am Freitag folgte schließlich ein deutlich größeres Abwärtsgap zur Handelseröffnung. Damit gerät die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten zunehmend unter Druck und ein weiterer Rücksetzer scheint aktuell nicht ausgeschlossen.

Charttechnischer Ausblick:

Der deutsche Leitindex wirkt derzeit angeschlagen, könnte sich jedoch erneut im Bereich um 24.000 Punkte stabilisieren und anschließend den Weg nach Norden einschlagen. Im Chart sind viele bekannte und bereits mehrfach relevante Marken zu erkennen, wobei der Fokus vor allem auf den übergeordneten Zonen aus dem Wochenchart liegen sollte. Ein erstes mögliches Ziel liegt im Bereich von etwa 24.362 Punkten. Dort trifft nicht nur eine relevante Marke aus dem Tageschart auf den Kurs, sondern auch ein 23,6-%-Fibonacci-Retracement. Sollte diese Hürde überwunden werden, könnte sich die Aufwärtsbewegung zügig in Richtung 24.766 Punkte fortsetzen. Im Bereich zwischen 24.990 und 25.008 Punkten wartet anschließend erneut ein massiver Widerstand. Genau dort scheiterte der DAX bereits am 06.05. deutlich, weshalb diese Zone besondere Aufmerksamkeit verdient.

Im Wochenchart verläuft aktuell die 50-Wochen-Linie bei rund 24.069 Punkten – also nahezu exakt auf dem Niveau des aktuellen Kursgeschehens. Diese Unterstützung konnte in den vergangenen drei Wochen verteidigt werden und sollte idealerweise erneut halten. Andernfalls droht dem DAX ein deutlicherer Rücksetzer. Als nächste potenzielle Unterstützungszone käme dann der Bereich um 23.924 Punkte infrage. Dort treffen zwei Marken aus dem Tageschart mit einem 38,2-%-Fibonacci-Retracement zusammen. Die 50-Tage-Linie verläuft derzeit bei etwa 23.740 Punkten und befindet sich damit gemeinsam mit dem unteren Bollinger Band in einer weiteren wichtigen Unterstützungsregion. Übergeordnet bleibt zudem der Bereich um 23.500 Punkte weiterhin ein mögliches Ziel auf der Unterseite.

Unterstützungen:

  • 23.924 Punkte
  • 23.740 / 23.715 Punkte
  • 23.500 Punkte
  • 23.149 Punkte

Widerstände:

  • 24.362 Punkte
  • 24.766 Punkte
  • 24.900 Punkte
  • 25.008 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Zum Wochenstart präsentierte sich das Währungspaar EUR/USD zunächst weiterhin freundlich. Der Euro konnte an die positive Tendenz der Vorwoche anknüpfen und sich zeitweise über die Marke von 1,1760 US-Dollar bewegen. Am Dienstag folgte jedoch die Ernüchterung: Deutlich schwächer als erwartete Inflationsdaten aus den USA sorgten für neue Stärke beim US-Dollar. Infolgedessen geriet das Währungspaar massiv unter Druck und verzeichnete einen spürbaren Kursrückgang.

Charttechnischer Ausblick:

Das Währungspaar befindet sich derzeit an einer wichtigen Unterstützungszone bei rund 1,1631 US-Dollar. Zusätzlich verlaufen die 50-Tage-Linie sowie das untere Bollinger Band in unmittelbarer Nähe. Diese Konstellation könnte dafür sorgen, dass es zunächst zu einer technischen Gegenbewegung auf der Oberseite kommt. Eine erste mögliche Zwischenstation läge dabei im Bereich um 1,1650 US-Dollar. Darüber wartet ein größerer Widerstandsbereich zwischen 1,1667 und 1,1681 US-Dollar. Knapp oberhalb dieser Zone verläuft zudem die 200-Tage-Linie, die am Donnerstag nach unten durchbrochen wurde und nun zusätzlichen Widerstand darstellen dürfte. Im Bereich zwischen 1,1726 und 1,1733 US-Dollar befindet sich außerdem eine altbekannte Zone, die nach dem jüngsten Bruch nun erneut als Widerstand fungiert.

Sollte das Währungspaar die Unterstützung bei 1,1631 US-Dollar hingegen nicht verteidigen können, müsste mit einem direkten Rücklauf zur nächsten größeren Unterstützungszone bei 1,1605 US-Dollar gerechnet werden. Da die Abwärtsbewegung der vergangenen vier Handelstage deutlich an Dynamik gewonnen hat, bleiben auch tiefere Kursziele durchaus möglich. Weitere potenzielle Zielmarken auf der Unterseite liegen bei 1,1584 sowie 1,1556 US-Dollar. Übergeordnet bleibt zudem die große Unterstützungszone bei 1,1497 US-Dollar weiterhin ein mögliches Ziel.

Unterstützungen:

  • 1,1605 US-Dollar
  • 1,1584 US-Dollar
  • 1,1556 US-Dollar
  • 1,1491 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1650 US-Dollar
  • 1,1667 / 1,1681 US-Dollar
  • 1,1726 / 1,1733 US-Dollar
  • 1,1760 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch beim Goldpreis. Die Handelswoche begann zunächst freundlich und der Markt knüpfte an die positive Entwicklung der Vorwoche an. Doch bereits am Dienstag geriet Gold deutlich unter Druck, ausgelöst durch die Stärke des US-Dollars nach den Inflationsdaten aus den USA. Die Folge war eine spürbare Korrekturbewegung. Mehrere wichtige Unterstützungszonen wurden dabei unterschritten, wodurch sich das charttechnische Bild merklich eingetrübt hat. Aktuell notiert Gold im Bereich von rund 4.550 US-Dollar und befindet sich damit an einer weiteren wichtigen Unterstützungsmarke.

Charttechnischer Ausblick:

Gold ist nun im Bereich von 4.550 US-Dollar angekommen. Wie bereits Ende April und Anfang Mai könnte der Goldpreis hier ausreichend Unterstützung finden und erneut nach oben abprallen. Ein erstes mögliches Ziel auf der Oberseite liegt bei 4.602 US-Dollar. Darüber wartet zwischen 4.638 und 4.654 US-Dollar eine weitere relevante Widerstandszone. Im Bereich um 4.693 US-Dollar befindet sich zudem ein Kreuzwiderstand, an dem eine horizontale sowie eine diagonale Widerstandslinie zusammenlaufen. Auch die 50-Tage-Linie, die aktuell bei rund 4.729 US-Dollar verläuft, bleibt eine wichtige Hürde auf der Oberseite.

Die jüngsten Inflationsdaten sowie die Erwartungen an die zukünftige Zinspolitik belasten das Edelmetall derzeit spürbar. Dieser Abwärtstrend könnte sich auch in der kommenden Woche fortsetzen. Das untere Bollinger Band liegt aktuell bei etwa 4.509 US-Dollar und hat bereits in der Vergangenheit unterstützend gewirkt. Sollte der Goldpreis jedoch unter dieses Niveau fallen, könnte sich die Abwärtsbewegung rasch in Richtung 4.469 US-Dollar ausweiten. Eine übergeordnete Unterstützungszone befindet sich zudem im Bereich zwischen 4.414 und 4.380 US-Dollar. Die 200-Tage-Linie verläuft derzeit bei 4.341 US-Dollar.

Unterstützungen:

  • 4.509 US-Dollar
  • 4.469 US-Dollar
  • 4.414 / 4.380 US-Dollar
  • 4.341 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.602 US-Dollar
  • 4.638 / 4.654 US-Dollar
  • 4.693 US-Dollar
  • 4.729 / 4.754 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Der S&P 500 zeigt sich weiterhin vergleichsweise stabil, auch wenn die Inflationsdaten aus den USA am Dienstag kurzfristig für deutlichen Abwärtsdruck sorgten. Trotz dieser Belastung konnten die Käufer zur Wochenmitte erneut die Oberhand gewinnen: Sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag markierte der US-Leitindex neue Allzeithochs. Zum Wochenschluss setzte jedoch erneut eine Korrekturbewegung ein. Damit bleibt die aktuelle Aufwärtsbewegung zwar intakt, wirkt zunehmend jedoch fragil.

Charttechnischer Ausblick:

Der Index gibt am Freitag deutlich nach. Sollte die aktuelle Kerze auf diesem Niveau schließen, wäre es der stärkste Rückgang seit Ende März. Dennoch könnte sich der S&P bereits an der nahenden Unterstützung bei 7.363 Punkten stabilisieren und anschließend erneut nach oben drehen. Mögliche Ziele auf der Oberseite wären dann zunächst erneut die Marke bei 7.445 Punkten sowie das bisherige Allzeithoch bei 7.516 Punkten. An dieser Marke verläuft aktuell zudem das obere Bollinger Band. Sollte der Index trotz der laufenden Korrektur noch einmal nach oben drehen können, wären anschließend auch weitere Ziele bei 7.531, 7.591 oder sogar 7.664 Punkten denkbar.

Allerdings könnte es im S&P nun auch zu einer längst überfälligen Korrektur kommen. Eine erste potenzielle Unterstützung liegt – wie bereits erwähnt – im Bereich um 7.363 Punkte. Noch interessanter erscheint jedoch die Zone zwischen 7.280 und 7.246 Punkten. Dort treffen zwei relevante Marken aus dem Tageschart mit dem mittleren Bollinger Band zusammen. Nur wenige Punkte darunter befindet sich zusätzlich ein 23,6-%-Fibonacci-Retracement, wodurch dieser Bereich weiter an Bedeutung gewinnt. Sollte die Korrektur etwas größer ausfallen, kämen anschließend auch die Marken bei 7.161 beziehungsweise 7.048 Punkten als mögliche Ziele infrage.

Unterstützungen:

  • 7.363 Punkte
  • 7.280 Punkte
  • 7.246 Punkte
  • 7.161 Punkte

Widerstände:

  • 7.445 Punkte
  • 7.531 Punkte
  • 7.591 Punkte
  • 7.664 Punkte

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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