Kommentar
08:14 Uhr, 08.10.2026

Fed und steigende Ölpreise belasten den Krypto-Markt

Die Anleiherenditen sind so hoch wie seit 2002 nicht mehr und die US-Notenbank will weitere Zinserhöhungen.

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Nachdem Bitcoin zu Wochenbeginn noch an der Marke von 87.000 US-Dollar gekratzt hat, verliert die größte Kryptowährung mehr als fünf Prozent und steht inzwischen wieder bei unter 83.000 US-Dollar. Für Gegenwind sorgen vor allem die steigenden Ölpreise und der starke US-Dollar sowie die anziehenden Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Zudem dämpft das gestern Abend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank die Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik.

Fed sieht weiterhin Inflationsgefahren

Aus dem Protokoll der September-Sitzung geht hervor, dass die Währungshüter weiterhin erhebliche Risiken für die Preisstabilität sehen. Nachdem die Fed ihren Leitzins zuletzt um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben hatte, halten die meisten Mitglieder eine weitere Zinserhöhung im laufenden Jahr für angemessen. Ein unmittelbarer Zinsschritt im Oktober gilt an den Märkten mit gerade einmal 18,3 Prozent allerdings als wenig wahrscheinlich.

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Als zusätzliche Inflationstreiber identifiziert die Notenbank neben den hohen Energiekosten auch die milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur. Diese erhöhen die Nachfrage nach Kapital und könnten den Preisdruck länger aufrechterhalten.

US-Renditen steigen auf Mehrjahreshochs

Wie angespannt die Situation inzwischen ist, zeigt der amerikanische Anleihenmarkt. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen stieg im Verlauf des gestrigen Tages zeitweise auf über 5,3 Prozent, wohingegen die dreißigjährigen Papiere sogar die 5,7 Prozent erreichten. Zudem verteuerte sich die Nordseesorte Brent aufgrund neuer Angriffe auf Öltanker im Nahen Osten und wetterbedingter Produktionsunterbrechungen im Golf von Mexiko wieder auf etwa 102,30 US-Dollar je Barrel. Wegen des herannahenden Tropensturms Isaias wurden dort vorsorglich 25 Prozent der Ölförderung eingestellt.

Neue Impulse könnten die heute um 14:30 Uhr veröffentlichten US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liefern. Sollten sich die zuletzt schwächeren Arbeitsmarktdaten fortsetzen, würde das den Druck auf die Federal Reserve erhöhen und für den Bitcoin-Kurs eine Entlastung bedeuten, wohingegen ein robuster Arbeitsmarkt die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen stützen würde.

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