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18:20 Uhr, 22.10.2026

Evening-Flash: DAX fällt nach sinkendem Verbrauchervertrauen um 1,07 %

Schwaches Verbrauchervertrauen und ein auf über 112 USD gestiegener Ölpreis drücken den DAX, auch starke SAP-Zahlen retten den Tag nicht.

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Gesunkenes Verbrauchervertrauen in der Eurozone und steigende Ölpreise belasten am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt; die Kurszielanhebungen für SAP können das nicht ausgleichen. Der DAX schloss 1,07 % tiefer bei 25.371,75 Punkten, während an der Wall Street vor allem Technologiewerte nachgeben. Drohnenangriffe in Saudi-Arabien treiben den Ölpreis (Brent) über 112 USD.

Marktbericht

Der DAX schloss bei 25.371,75 Punkten und damit 1,07 % unter dem Vortag. Das gesunkene Verbrauchervertrauen in der Eurozone belastete den Index; die kräftigen Kursgewinne von SAP nach angehobenen Analystenkurszielen konnten dies nicht ausgleichen. Hinzu kommt der steigende Ölpreis, der über höhere Kosten- und Inflationserwartungen auf dem Aktienmarkt lastet.

An der Wall Street verlieren die Technologiewerte besonders deutlich. Der S&P 500 notiert bei 7.677,94 Punkten 1,02 % im Minus, nachdem er am Vortag bei 7.757,17 Zählern geschlossen hatte. Der Nasdaq 100 gibt mit 2,15 % auf 29.180,38 Punkte gut doppelt so stark nach. Sein Vortagsschluss liegt bei 29.822,52 Punkten.

Am Ölmarkt bestimmt die Lage am Golf das Geschehen. Brent verteuert sich um 1,66 % auf 112,83 USD. Drohnenangriffe auf ein Ölfeld und einen Flughafen in Saudi-Arabien sowie Evakuierungen bei Saudi Aramco schüren die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten und vor Lieferausfällen. US-Finanzminister Bessent erklärt zudem, am iranischen Ölverladeterminal Kharg seien infolge der US-Sanktionskampagne keine Rohöltanker mehr zu sehen, was Irans Öleinnahmen einschränkt. Der hohe Ölpreis wirkt bis in den Devisenmarkt: EUR/USD gibt um 0,14 % auf 1,12 nach, da er Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung der Fed nährt. Die angespannte Haushaltslage Frankreichs und schwache Konjunkturdaten belasten ebenfalls.

Gold fällt um 2,13 % auf 4.061,8 USD. Noch deutlicher geht es für Bitcoin abwärts: Die Kryptowährung rutscht nach den Tesla-Quartalszahlen unter die 82.000-USD-Marke und verliert 2,92 % auf 81.572,95 USD. Ein großer Ethereum-Transfer an Coinbase gilt am Kryptomarkt als potenzielles Verkaufssignal.


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Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
Sartorius AG Vz. +4,60 %
Qiagen +4,46 %
SAP +2,90 %
AIXTRON -9,64 %
Siltronic -8,70 %
PVA TePla -8,38 %

Gegen den schwachen Gesamtmarkt stemmt sich SAP. Die Aktie gewinnt 2,9 % auf 214,65 EUR und erreicht den höchsten Stand seit Januar, nachdem Barclays, Bank of America, Citigroup, Morgan Stanley und weitere Häuser ihre Kursziele anheben. Auslöser sind die starken Cloud-Zahlen des Softwarekonzerns: Morgan Stanley verweist auf ein währungsbereinigtes Wachstum des Cloud-Auftragsbestands von 25 %.

Zwei Industriewerte nehmen dagegen ihre Ziele zurück. Der Hafenbetreiber HHLA senkt die Prognose für das Konzern-EBIT 2026 auf 115 bis 135 Mio. EUR nach zuvor 150 bis 170 Mio. EUR. Der Containerumschlag soll nun deutlich statt nur leicht zurückgehen. Als Gründe nennt das Unternehmen Warnstreiks, Umbauarbeiten und eine Wertberichtigung. Der Maschinenbauer Krones (Aktuelle Analyse) kappt seine Umsatzprognose für das laufende Jahr und auf mittlere Sicht. Die Aktie war zeitweise um fast 9 % auf 105 EUR eingebrochen, hatte sich bis Mittag aber wieder auf 109 EUR erholt.

Aus Frankreich kommen unterschiedliche Quartalssignale. Der Bau- und Energiekonzern Vinci steigert den Umsatz im dritten Quartal um knapp 5 % auf 20,4 Mrd. EUR, übertrifft damit die Analystenschätzungen von 20 Mrd. EUR und bestätigt seine Jahresziele. Beim Luxuskonzern Kering trifft der Quartalsumsatz von 3,35 Mrd. EUR zwar den Konsens, doch Gucci enttäuscht: Der Umsatz der Marke sinkt auf vergleichbarer Basis um 6 %, erwartet ist lediglich ein Minus von 3,29 %.

Übernahmepläne prägen zwei weitere Werte. Evonik soll eine Übernahme des US-Chemiekonzerns Ashland prüfen, was die von BASF bekundete Kaufabsicht für Evonik erschweren würde. Die Evonik-Aktie verliert daraufhin rund 3,5 %. Für den Diagnostikspezialisten Qiagen kündigt der Finanzinvestor EQT ein Übernahmegebot von 46,50 EUR je Aktie an, das die Gremien des Unternehmens unterstützen. Ebenfalls aus dem Life-Science-Umfeld meldet Sartorius starke Drittquartalszahlen mit deutlichem Gewinnwachstum und hebt die Jahresprognose für die Laborsparte an.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Allegion +10,19 %
Roper Technologies +8,36 %
MSCI +7,32 %
Lam Research -11,62 %
Coherent -11,62 %
GE Vernova -10,52 %

Mit ihren vorbörslich vorgelegten Zahlen übertreffen Procter & Gamble (Aktuelle Analyse) , mit einem Kerngewinn je Aktie von 2,00 USD bei erwarteten 1,88 USD, sowie Union Pacific (Aktuelle Analyse) die Konsensschätzungen bei Umsatz und Gewinn. Der Sicherheitstechnikanbieter Allegion und Roper Technologies (Aktuelle Analyse) liegen im dritten Quartal ebenfalls über den Erwartungen und erhöhen ihre Jahresprognosen: Allegion übertrifft die Schätzungen bei Umsatz und Gewinn und hebt die Ziele für Umsatz und bereinigtes EPS an; Roper peilt nach einem bereinigten EPS über den Erwartungen nun 22,35 bis 22,40 USD je Aktie für das Gesamtjahr an.

Im Technologiesektor stehen die KI-Investitionen von Meta (Aktuelle Analyse) im Fokus. Beim Chipausrüster Lam Research (Aktuelle Analyse) kommen die Quartalszahlen trotz kräftigen Wachstums nicht gut an, weil Lieferengpässe bei Reinraumfläche und Komponenten die Prognose für das Dezemberquartal belasten. Die eigenen Kapazitäten begrenzen damit das Geschäft.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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