Euro steigt nach US-Zwischenwahlen und schwachem Dollar deutlich
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Der Euro ist am Mittwoch deutlich gestiegen. Die Gemeinschaftswährung profitierte von der Schwäche des US-Dollars nach der überraschend deutlichen Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen.
Im Vormittagshandel kletterte der Euro auf 1,1265 US-Dollar. Am Vorabend hatte er noch deutlich unter 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1179 Dollar festgesetzt.
Der Dollar geriet gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck. Das Wahlergebnis kam für die Märkte überraschend. Die Demokraten erlangten die Kontrolle über den Kongress, nachdem die Republikaner ihre Mehrheiten im Abgeordnetenhaus und im Senat verloren hatten.
Das könnte umfangreiche Investitionen in Künstliche Intelligenz und Rechenzentren bremsen. Der KI-Boom gilt als wichtiger Wachstumstreiber der US-Wirtschaft und hatte zuletzt auch den Dollar gestützt. Entscheidend dürfte sein, welche Auswirkungen geringere Investitionen auf das US-Wachstum haben.
Zusätzliche Unterstützung erhielt der Euro von den Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Teuerung stieg im Oktober auf 4,0 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Sie liegt deutlich über dem mittelfristigen EZB-Ziel von zwei Prozent und erhöht den Druck auf die Notenbank, die Zinsen anzuheben.
Eine Zinserhöhung im Dezember gilt daher als zunehmend wahrscheinlich, sofern sich der Inflationsausblick nicht deutlich verbessert.
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