ENERGY FUELS mit großer Übernahme!
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- Energy Fuels Inc. - WKN: A1W757 - ISIN: CA2926717083 - Kurs: 16,140 $ (Nasdaq Basic)
Energy Fuels hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von VAC geschlossen. Der Transaktionswert liegt bei rund 1,9 Mrd. USD auf Basis des Schlusskurses der Energy-Fuels-Aktie vom 22. Juni 2026. Bezahlt werden sollen 718 Mio. USD in bar sowie 65,853 Mio. neue Aktien. Zusätzlich können Vorzugsaktien mit einem Gesamtwert von bis zu 135 Mio. USD ausgegeben werden, falls der Aktienkurs beim Vollzug unter 20,93 USD liegt.
Mit dem Zukauf würde Energy Fuels einen großen Schritt in Richtung einer vollständig integrierten Lieferkette für Seltene Erden machen. Bisher liegt die Stärke des Unternehmens vor allem im vorgelagerten Bereich, also bei Förderung, Verarbeitung und Trennung der Rohstoffe. VAC bringt nun die nachgelagerte Magnetfertigung ein, also genau den Teil der Wertschöpfung, in dem die eigentliche industrielle Anwendung stattfindet.
VAC verfügt nach Unternehmensangaben über mehr als 100 Jahre Produktionserfahrung, über 400 Patente und mehr als 1.000 Kunden. Produziert wird in Nordamerika, Europa und Asien. Besonders wichtig ist dabei das Werk in Sumter im US-Bundesstaat South Carolina. Dort liegt die derzeitige Kapazität bei 2.000 Tonnen Permanentmagneten pro Jahr, mit Ausbaupotenzial auf 12.000 Tonnen jährlich.
Warum der Deal strategisch relevant ist
Die Kombination wirkt auf dem Papier schlüssig. Energy Fuels liefert den Rohstoffzugang, VAC die Magnetkompetenz. Hinzu kommt die bereits geplante Übernahme von Australian Strategic Materials. Damit würde auch die Metall- und Legierungsproduktion in Südkorea sowie perspektivisch in den USA eingebunden.
Das Ziel ist klar: eine westliche Lieferkette von der Mine bis zum fertigen Magneten. Gerade bei seltenen Erden und Permanentmagneten ist das geopolitisch relevant, weil westliche Industrien in hohem Maß von asiatischen, vor allem chinesischen Lieferketten abhängen. Entsprechend adressiert der Deal sowohl klassische Endmärkte wie Auto, Industrie und Elektronik als auch sicherheitsrelevante Bereiche wie Verteidigung und Luftfahrt.
VAC bringt zudem ein laufendes Geschäft mit. 2025 lag das bereinigte EBITDA laut Mitteilung bei 29 Mio. USD. Das Auftragsbuch für 2026 soll um mehr als 20 % über Vorjahr liegen. Für das Werk in Sumter stellt das Management bei voller Auslastung der aktuellen 2.000-Tonnen-Kapazität ein jährliches EBITDA von 65 bis 75 Mio. USD in Aussicht. Bei einem Ausbau auf 4.000 Tonnen wären 130 bis 140 Mio. USD denkbar. Auf dem maximalen Ausbaupfad von 12.000 Tonnen nennt das Unternehmen rund 400 Mio. USD jährliches EBITDA als Perspektive.
Hohe Investitionen geplant
Ganz ohne Risiken kommt die Transaktion erwartungsgemäß nicht. Energy Fuels übernimmt laut Mitteilung auch eine bereinigte Nettoverschuldung von 140 Mio. USD bei VAC. Zur Refinanzierung bestehender VAC-Verbindlichkeiten gibt es bereits eine Finanzierungszusage über 250 Mio. USD von Goldman Sachs.
Zusätzlich hatte Energy Fuels zuletzt eine bedingte Darlehenszusage des U.S. Office of Strategic Capital über bis zu 725 Mio. USD kommuniziert. Das Geld soll die Erweiterung der White Mesa Mill in Utah und den Bau einer US-Anlage für Metalle und Legierungen unterstützen. Dazu kommen weitere Gespräche über Finanzierungen für das Donald-Projekt in Australien.
Das zeigt: Der Deal ist Teil eines viel größeren industriellen Ausbaus. Genau darin liegt die Chance, aber auch die Komplexität. Mehrere Projekte, mehrere Standorte, regulatorische Freigaben, Refinanzierung und operative Integration müssen sauber zusammenpassen.
Vollzug im Jahr 2027
Der Abschluss der VAC-Übernahme wird erst Anfang 2027 erwartet, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen und behördlichen Genehmigungen. Nach Vollzug soll Ara Partners, also der bisherige Eigentümer von VAC, unter Einbeziehung der geplanten ASM-Übernahme rund 19,9 % an Energy Fuels halten und einen Sitz im Verwaltungsrat vorschlagen dürfen.
Fazit: Für den Markt dürfte vor allem relevant sein, dass Energy Fuels mit dem VAC-Deal klar auf Skalierung und strategische Aufwertung setzt. Das Unternehmen will sich aus der Rolle eines reinen Rohstoff-Players lösen und stärker in margenstärkere industrielle Anwendungen hineinwachsen. Das kann mittelfristig zu einer Neubewertung führen, erhöht kurzfristig aber auch den Integrations- und Finanzierungsdruck. Vorbörslich gibt die Energy-Fuels-Aktie um 5 % nach.

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