Werbung
Kommentar
13:30 Uhr, 29.09.2026

Die stillen Gewinner der Finanzmärkte: Drei Börsenbetreiber im Vergleich

Wenn Anleger an Börsen denken, stehen häufig die gehandelten Wertpapiere im Mittelpunkt. Weniger Aufmerksamkeit erhalten dagegen die Betreiber der Handelsplätze selbst.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000BD3TT18Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Vontobel)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke
  • ISIN: DE000BD7VPT2Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Frankfurt)
    VerkaufenKaufen

Werbung

Logo

Vontobel Kolumne

Wenn Anleger an Börsen denken, stehen häufig die gehandelten Wertpapiere im Mittelpunkt. Weniger Aufmerksamkeit erhalten dagegen die Betreiber der Handelsplätze selbst. Dabei haben sich viele Börsenunternehmen in den vergangenen Jahren zu breit aufgestellten Finanzinfrastruktur- und Datenanbietern entwickelt. Insbesondere die Deutsche Börse, die CME Group und die London Stock Exchange Group (LSEG) verfolgen dabei unterschiedliche Strategien und bieten Investoren Zugang zu verschiedenen Wachstumstreibern.

Deutsche Börse: Mehr als nur Xetra

Die Deutsche Börse zählt zu den führenden Börsenbetreibern Europas. Während viele Anleger vor allem den elektronischen Handelsplatz Xetra kennen, auf dem ein Großteil des deutschen Aktienhandels stattfindet, ist das Geschäft des Konzerns deutlich breiter aufgestellt. Zur Gruppe gehört unter anderem Eurex, eine der weltweit größten Terminbörsen für Futures und Optionen. Darüber hinaus spielt Clearstream eine zentrale Rolle als internationaler Verwahr- und Abwicklungsdienstleister für Wertpapiere. Ergänzt wird das Angebot durch Index- und Marktdatenservices sowie verschiedene Handels- und Nachhandelsplattformen für unterschiedliche Anlageklassen (Deutsche Börse Annual Report 2025).

Ein wesentlicher Vorteil des Geschäftsmodells liegt in den hohen Markteintrittsbarrieren. Die Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren erfordert erhebliche regulatorische und technische Voraussetzungen. Dadurch verfügt die Deutsche Börse über eine starke Wettbewerbsposition und erzielt einen großen Teil ihrer Erträge aus wiederkehrenden Einnahmen (Deutsche Börse Annual Report 2025).

CME Group: Der Spezialist für Terminmärkte

Die CME Group nimmt innerhalb der globalen Börsenlandschaft eine besondere Stellung ein. Das Unternehmen betreibt einige der wichtigsten Terminbörsen der Welt und ist vor allem für den Handel mit Futures und Optionen auf Zinsen, Aktienindizes, Rohstoffe und Währungen bekannt. Zur Gruppe gehören unter anderem die Chicago Mercantile Exchange (CME), die Chicago Board of Trade (CBOT), die New York Mercantile Exchange (NYMEX) sowie die Commodity Exchange (COMEX) (CME Group Form 10-K 2025, 26.02.2026).

Über diese Handelsplätze werden Terminkontrakte auf eine Vielzahl von Basiswerten gehandelt. Dazu zählen etwa US-Staatsanleihen, Aktienindizes, Energieprodukte, Industriemetalle, Edelmetalle sowie Agrarrohstoffe. Die CME Group nimmt damit eine wichtige Rolle für die Preisfindung und das Risikomanagement an den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten ein (CME Group Form 10-K 2025, 26.02.2026).

Das Geschäftsmodell unterscheidet sich deutlich von klassischen Aktienbörsen. Die Nachfrage nach Absicherungs- und Handelsinstrumenten wird häufig durch Unsicherheit an den Märkten begünstigt. Steigende Zinsen, geopolitische Risiken oder größere Schwankungen an den Kapitalmärkten können zu höheren Handelsvolumina führen und damit die Ertragslage der CME Group unterstützen. Zudem verfügt das Unternehmen in zahlreichen Produktsegmenten über eine führende Marktposition, wodurch Netzwerkeffekte entstehen. Für Marktteilnehmer ist es oft attraktiver, dort zu handeln, wo bereits die höchste Liquidität vorhanden ist (CME Group Form 10-K 2025, 26.02.2026).

Gleichwohl sollten Anleger berücksichtigen, dass das Wachstum der Handelsaktivitäten nicht kontinuierlich verläuft. Besonders ruhige Marktphasen können temporär zu geringeren Umsätzen führen. Aufgrund ihrer starken Marktstellung und ihrer wichtigen Rolle für die Preisfindung und Risikoabsicherung an den globalen Märkten gilt die CME Group jedoch als bedeutender Infrastrukturanbieter innerhalb des Finanzsystems (CME Group Form 10-K 2025, 26.02.2026).

London Stock Exchange Group: Vom Börsenbetreiber zum Datenanbieter

Die London Stock Exchange Group (LSEG) hat in den vergangenen Jahren eine weitreichende Transformation durchlaufen. Mit der Übernahme des Finanzdatenanbieters Refinitiv entwickelte sich das Unternehmen von einem klassischen Börsenbetreiber zunehmend zu einem Anbieter von Finanzdaten, Analyselösungen und Marktinfrastruktur (LSEG Annual Report 2025).

Zur Gruppe gehören neben der London Stock Exchange unter anderem der Indexanbieter FTSE Russell, das Clearinghaus LCH sowie das Geschäft mit Finanzdaten und Analyselösungen. Über diese verschiedenen Geschäftsbereiche deckt die LSEG weite Teile der Wertschöpfungskette an den Kapitalmärkten ab. Die Gesellschaft ist damit nicht nur im Handel, sondern auch in den Bereichen Daten, Indexierung, Clearing und Risikoanalyse aktiv (LSEG Annual Report 2025).

Heute stammt ein erheblicher Teil der Umsätze nicht mehr aus dem eigentlichen Börsenhandel, sondern aus Daten-, Analyse- und Informationsdienstleistungen. Dieses Geschäft zeichnet sich häufig durch langfristige Kundenbeziehungen, wiederkehrende Erlöse und vergleichsweise hohe Wechselkosten für Kunden aus. Der Zugang zu hochwertigen Finanzdaten gewinnt insbesondere im Kontext algorithmischer Handelsstrategien, regulatorischer Anforderungen und datengetriebener Investmententscheidungen an Bedeutung (LSEG Annual Report 2025).

Gleichzeitig ist die Integration großer Übernahmen stets mit Risiken verbunden. Zudem konkurriert die LSEG mit anderen etablierten Anbietern von Finanzinformationen und Marktdaten. Die breitere Aufstellung kann jedoch dazu beitragen, die Abhängigkeit von Handelsvolumina zu reduzieren und die Ertragsbasis stärker zu diversifizieren (LSEG Annual Report 2025).

Drei Unternehmen, drei unterschiedliche Ansätze

Obwohl alle drei Unternehmen als Börsenbetreiber eingeordnet werden können, unterscheiden sich ihre Geschäftsmodelle erheblich.

Die Deutsche Börse konzentriert sich insbesondere auf Handels-, Clearing- und Verwahrinfrastruktur, die CME Group auf den globalen Derivatehandel und die LSEG zunehmend auf Finanzdaten und Analysedienstleistungen (Deutsche Börse Annual Report 2025; CME Group Form 10-K 2025, 26.02.2026; LSEG Annual Report 2025).

Gemeinsam haben alle drei Gesellschaften, dass sie von hohen Eintrittsbarrieren, starken Marktpositionen und zum Teil erheblichen Netzwerkeffekten profitieren können. Gleichzeitig handelt es sich nicht um risikofreie Investments. Regulatorische Änderungen, rückläufige Handelsaktivitäten oder zunehmender Wettbewerb können die Geschäftsentwicklung beeinflussen.

Unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel

Börsenbetreiber stehen häufig weniger im Rampenlicht als Technologie- oder Konsumunternehmen. Dennoch verfügen viele dieser Gesellschaften über robuste Geschäftsmodelle, starke Marktpositionen und einen hohen Anteil wiederkehrender Erträge.

Während die Deutsche Börse insbesondere für ihre Finanzmarktinfrastruktur bekannt ist, bietet die CME Group Zugang zum globalen Derivatehandel. Die LSEG wiederum verfolgt zunehmend eine datengetriebene Strategie. Für Anleger dürfte daher weniger die Frage entscheidend sein, welcher Börsenbetreiber der „beste“ ist. Vielmehr hängt die Attraktivität der jeweiligen Aktie davon ab, welcher Teil des Finanzmarktökosystems als langfristig besonders aussichtsreich eingeschätzt wird (Deutsche Börse Annual Report 2025; CME Group Form 10-K 2025, 26.02.2026; LSEG Annual Report 2025).

Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of)

WKN

Basiswert

Kupon p.a.

Barriere

Laufzeit

in Zeichnung bis

BD7VPT CME Group Inc., Deutsche Börse AG, London Stock Exchange Group Plc 11,50% 70,00% 17.12.2027 12.10.2026

Stand: 29.09.2026 10:59 Uhr; Währung: EUR

Turbo-Optionsscheine Open-End auf Deutsche Börse AG

WKN

Basiswert

Typ

Hebel

Knock-Out Barriere

VM47TV Deutsche Börse AG Call 2,89 188,54 EUR
VJ65AJ Deutsche Börse AG Call 5,37 234,45 EUR
BD3TT1 Deutsche Börse AG Put 3,46 369,07 EUR
VY17LQ Deutsche Börse AG Put 7,71 323,13 EUR

Stand: 29.09.2026 10:59 Uhr

Wichtiger Hinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Turbo-Optionsschein Open-End auf CME Group Inc.

WKN

Basiswert

Typ

Hebel

Knock-Out Barriere

VD7ZCW CME Group Inc. Call 3,28 183,56 USD
VY9CFW CME Group Inc. Call 7,47 228,58 USD
VH9AAH CME Group Inc. Put 2,94 350,86 USD
VJ80V9 CME Group Inc. Put 5,27 311,45 USD

Stand: 29.09.2026 10:59 Uhr

Wichtiger Hinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Zur Produktsuche

Schlussglocke: Wissen was die Märkte bewegt
Expertenwebinar mit Stephan Feuerstein und Ingmar Königshofen, jeden Mittwoch ab 17:30 Uhr. Jetzt anmelden

Kennen Sie schon unsere Newsletter?
Entdecken Sie spannende Inhalte zu verschiedenen Themenfeldern und bleiben Sie mit kompakten Updates stets informiert. Unser aktuelles Angebot finden Sie hier.

Bank Vontobel Europe AG

Bockenheimer Landstraße 24, DE-60323 Frankfurt am Main
TEL: 00 800 93 00 93 00 | Email: markets.deutschland@vontobel.com

Folgen Sie uns

Wichtige Risiken:

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Festes Laufzeitende: Die hierin genannten Zertifikate haben eine feste Laufzeit. Dies führt zur Beendigung der Anlage und Rückzahlung des aktuellen Werts zu dem bestimmten Termin. Die Zertifikate können nicht darüber hinaus gehalten werden. Es besteht kein Kapitalschutz für die hierin genannten Zertifikate.

Erhöhtes Verlustrisiko: Wegen der Hebelwirkung besteht bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Währungsrisiko: Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in anderen Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.

Besondere Risiken von Hebelprodukten: Hebelprodukte sind komplexe Finanzinstrumente. Aufgrund der Hebelwirkung können Gewinne und Verluste überproportional ausfallen. Bei Knock-Out-Produkten kann bereits eine kurzfristige Marktbewegung zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Wichtige rechtliche Hinweise:
Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf eine simulierte frühere Wertentwicklung beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf künftige Wertentwicklung beziehen. Derartige Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die steuerliche Behandlung von Wertpapieren beziehen. Diese hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein.

Impressum:
Bank Vontobel Europe AG
DE-Bockenheimer Landstraße 24
60323 Frankfurt am Main
Telefon: 00 800 93 00 93 00
Fax: +49 (0)69 69 59 96-3202
E-mail: markets.deutschland@vontobel.com

Gesellschaftssitz:
Bank Vontobel Europe AG
Alter Hof 5
DE-80331 München

Aufsichtsrat: Brian Fischer (Vorsitz)
Vorstand: Thomas Fischer, Anton Hötzl
Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 133419
USt.-IdNr. DE 264 319 108

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Sektor Bankenaufsicht
Graurheindorfer Straße 108
DE-53117 Bonn
Sektor Wertpapieraufsicht/Asset-Management
Marie-Curie-Str. 24 – 28
DE-60439 Frankfurt am Main