Die Kernbereiche der Industrie schrumpfen
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
Ölpreis bleibt hoch
Angriffe der Huthis auf Schiffe und Ölanlagen in Saudi-Arabien verunsicherten zuletzt den Markt. Generell wird bezweifelt, dass die Saudis in der Lage sein werden, die Angriffe nachhaltig einzudämmen. Gerüchte über einen möglichen Kompromissvorschlag von Vermittlern aus Katar und Pakistan nährten dann aber die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage. Der Preis für Öl der Sorte Brent lag zuletzt bei hohen 110 USD pro Fass.
Aktien zeitweise unter Druck
Die europäischen Aktienkurse gaben am Dienstag aufgrund zunächst steigender Ölpreise und neuer Ausschreitungen in Frankreich nach, erholten sich dann aber wieder. Die Proteste in Frankreich haben den Druck auf ein Land verstärkt, das mit schwachem Wirtschaftswachstum und einer stark steigenden Staatsverschuldung zu kämpfen hat. Im April/Mai 2027 stehen die Präsidentschaftswahlen an. Die Marktteilnehmer befürchten, die Krawalle seien Wasser auf die Mühlen der in Umfragen ohnehin führenden Kandidaten vom extremen linken und rechten Rand. Der Dax schloss dann mit 25.304 Punkten.
Industrielle Kernbereiche schrumpfen
Das ifo Institut (19.10.2026) weist darauf hin, dass Deutschlands Industrieunternehmen zwischen 2019 und 2025 netto 496.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut haben - ein Verlust von 7,1 %. Laut ifo ist dies die Folge abnehmender Wettbewerbsfähigkeit insbesondere gegenüber China sowie binnenwirtschaftlicher Faktoren (Fachkräftemangel & Demographie, "politisch gewollte Umstellung von Produktionstechnologien", ...). Besonders hart träfe es Kernbereiche. Die Autoindustrie und ihre Zulieferer hätten 123.500 Stellen gestrichen, Hersteller von Metallerzeugnissen 115.600 Stellen. Die Maschinenbauunternehmen bauten 64.500 Arbeitsplätze ab - Branchen, die lange unseren Wohlstand getragen haben. Neue Jobs entstünden zwar im Dienstleistungssektor (Gesundheit, Erziehung, Pflege, IKT-Sektor, öffentliche Verwaltung). Aufgrund des geringen Produktivitätszuwachses in diesen Bereichen könne diese Entwicklung das deutsche Wachstumspotenzial aber weiter bremsen. Den Anstieg des Anteils der öffentlichen Dienstleistungen an der Gesamtbeschäftigung (von 24,3 % auf 26,7 %) sieht das ifo kritisch. Immer mehr Personen seien mit der Verteilung des Steuer- und Beitragsaufkommens beschäftigt und fehlten bei der Erwirtschaftung desselben. Die ifo Studie wäre m.E. eine interessante Diskussionsgrundlage für den nächsten Koalitionsausschuss in Berlin.
Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |
