Der Aktionär Weltraum Basket - Rendite mit Bodenhaftung
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Der Aktionär Weltraum Basket - Rendite mit Bodenhaftung
Weltraumaktien locken mit einem Markt, der von günstigeren Starts, Satelliteninternet, Erdbeobachtung und steigenden Verteidigungsbudgets profitiert. Für Anleger spricht, dass Raumfahrt kritische Infrastruktur liefert: Kommunikation, Navigation und Wetterdaten schaffen wiederkehrende Nachfrage, staatliche Aufträge sorgen für lange Projektzyklen.
8 globale Raumfahrt-Unternehmen - ohne SpaceX
Das Open-End-Zertifikat auf den Aktionär Weltraum Index (DE000DA0AB71) von Morgan Stanley bildet die Wertentwicklung von Aktien von 8 Top-Unternehmen ab, die entlang der Wertschöpfungskette der Space Economy aktiv sind: Boeing, Virgin Galactic, Embraer, Airbus, Thales, Heico, Amphenol und Lockheed Martin. Diese Aktien sind fix im Basket enthalten, werden aber im März und September immer wieder mit jeweils 12,5 Prozent gleichgewichtet. Die aktuellen Gewichtungen können unter der Index-ISIN (DE000SL0D9X3) auf den Webseiten von Solactive eingesehen werden. Die Net-Total-Return-Indexkonzeption sorgt für die Reinvestition der Nettodividenden. Die Managementgebühr beträgt 1 Prozent p.a., die Geld-Brief-Spanne beläuft sich auf 0,06 Euro oder 0,35 Prozent.
Wer Risiken streuen will, findet bei Airbus, Boeing, Lockheed Martin oder Thales etablierte Konzerne, deren Raumfahrtgeschäft durch Flugzeugbau, Verteidigung oder Elektronik abgefedert wird. Zulieferer wie Heico und Amphenol profitieren vom Bedarf an Spezialteilen und Steckverbindungen; Embraer bietet eher indirekte Luft- und Raumfahrt-Exposition. Dagegen bleibt Virgin Galactic eine spekulative Wette: Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen kaum Umsatz, verlor 56 Millionen Dollar und verschob den nächsten kommerziellen Flug auf Februar 2027. Generell sind Entwicklungsfehler teuer, Starttermine unsicher und Aufträge politisch abhängig. Hinzu kommen hohe Bewertungen, enormer Kapitalbedarf, Umweltfragen und ein harter Wettbewerb. Raumfahrtaktien können daher eine spekulative Wachstumsbeimischung sein, eignen sich aber kaum als defensiver Portfoliokern. Entscheidend sind solide Bilanzen, profitable Nebengeschäfte und ein vertretbarer Einstiegspreis. Das Unternehmen SpaceX, im Basket nicht vertreten, polarisiert: Für SpaceX sprechen die dominante Startposition, wiederverwendbare Raketen und das wachsende Starlink-Geschäft. Dagegen stehen eine sehr hohe Bewertung, enorme Investitionsrisiken, technische Starship-Risiken, Weltraumschrott-Herausforderungen sowie Kritik an Elon Musks Machtfülle und politischem Einfluss.
ZertifikateReport-Fazit: Das Zertifikat richtet sich an Anleger, die vom Megatrend Raumfahrt mittel- bis langfristig profitieren wollen. Den großen Chancen stehen entsprechende Risiken aufgrund hohen Kapitalbedarfs, langen Entwicklungszyklen und technologischen, aber auch regulatorischen Hürden gegenüber. Beim vorliegenden Basket sind zudem Konzentrations- und Wechselkursrisiken zu berücksichtigen.
Autor: Thorsten Welgen
Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf vom Aktionär Weltraum Index oder von Anlageprodukten auf den Aktionär Weltraum Index dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
Quelle: zertifikatereport.de
