DAX® - Volumen bestätigt die Aufwärtsbewegung
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Volumen bestätigt die Aufwärtsbewegung
Drei Tage lang hatte der DAX® den Ausbruch über die bekannte Schlüsselzone bestätigt, ehe gestern ein neues Aufwärtsmomentum entfacht wurde. Die Hochpunkte zwischen 26.022 und 26.106 Punkten haben sich dabei als die erwarteten Katalysatoren erwiesen. Damit wurde auch die Kursentwicklung seit September als Bodenbildung mit einem kalkulatorischen Anschlusspotenzial von 900 Punkten eindrucksvoll bestätigt (siehe Chart). Auf Stundenbasis kann die jüngste Kursaktivität darüber hinaus als trendbestätigende Flagge interpretiert werden. Beide Kursmuster lassen auf ein Wiedersehen mit dem bisherigen Allzeithoch bei 26.619 Punkten hoffen. Untermauert wird diese Einschätzung durch das starke Handelsvolumen. Wenn man die Verfallstermine ausklammert, fielen die Umsätze gestern so hoch aus wie zuletzt Ende Mai. Die alten Börsenregel „volume goes with the trend“ ist also erfüllt. Zum Abschluss donnerstags noch ein Blick auf die Börsenstimmung in den USA. Gemäß der jüngsten Sentimentumfrage der American Association of Individual Investors (AAII) sind die Bären (48,4 %) im Vergleich zu den Bullen (34,1 %) deutlich in der Überzahl. Das das Lager der „Neutralen“ (17,5 %) dünn ausfällt, scheinen viele US-Privatanleger derzeit eine klare Meinung zu haben.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Lehrbuchmäßiger Pullback?
Vom historischen Rekordlevel von Ende Januar bei fast 122 USD hat sich der Silberpreis mittlerweile mehr als deutlich entfernt. Unter dem Strich musste das Edelmetall im bisherigen Jahresverlauf Kursabschläge von 26 % hinnehmen. Zuletzt wurde die Hoch-Tief-Spanne des Jahres auf über 70 USD ausgedehnt. Charttechnisch rückt diese Entwicklung das alte Ausbruchslevel bei rund 49 USD in den Mittelpunkt. Zur Erinnerung: 2011 und in den 1980er-Jahren wurden auf diesem Niveau bereits wichtige Hochpunkte ausgebildet. Damit drängt sich die Frage auf, ob es letztlich zu einem lehrbuchmäßigen Rücksetzer an das alte Ausbruchslevel kam. Nüchtern betrachtet, muss diese Bastion unbedingt verteidigt werden, um weiteren charttechnischen Schaden zu verhindern. Dagegen würde das „Pullback-Szenario“ deutlich an Konturen gewinnen, wenn der Silberpreis das Julitief bei 54,74 USD zurückerobern sollte. Für ein zweites Ausrufezeichen würde in diesem Kontext ein Bruch des steilen Abwärtstrends seit Januar (akt. bei 57,61 USD) sorgen (siehe Chart). Schließlich würde ein Trendbruch den Pullback und den übergeordneten Korrekturcharakter zusätzlich unterstreichen.
Silber (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Silber
Quelle: LSEG, tradesignal²
Sprungbrett genutzt – Keil nach oben aufgelöst!
Die Unterstützungszone aus den horizontalen Marken bei rund 130 EUR und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 130,98 EUR) hat ihre Wirkung auf die Aktie von Heidelberg Materials nicht verfehlt (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 21. Oktober). In der damaligen Analyse diskutierten wir vor allem zwei Katalysatoren einer technischen Erholungsbewegung: die Wochenhochs bei 149 EUR sowie den seit Anfang Februar bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 154,31 EUR). Beide Signalmarken hat der Titel inzwischen übersprungen. Damit kann die Kursentwicklung der letzten Monate unter dem Strich als nach oben aufgelöste Keilformation interpretiert werden (siehe Chart). Der trendfolgende MACD quittiert den beschriebenen Ausbruch mit einem neuen Einstiegssignal – und zwar auf dem niedrigsten Level seit 2009. Darüber hinaus liegt im Verlauf des RSI eine kleine Bodenbildung vor. Rein rechnerisch ergibt sich aus der beschriebenen Keilformation ein Anschlusspotenzial bis gut 200 EUR – mehr als ausreichend, um das Aprilhoch bei 198,95 EUR ins Visier zu nehmen. Die untere Gapkante (159,80 EUR) der gestrigen Aufwärtskurslücke im Tagesbereich bietet sich indes als nachgezogener Stop-Loss an.
Heidelberg Materials (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Heidelberg Materials
Quelle: LSEG, tradesignal²
Schaltstelle voraus: „make or break“!
Bei der ASML-Aktie verdichten sich die markttechnischen Signale an einer entscheidenden Kurszone. Das ist fast zu schwach ausgedrückt, denn selten war ein Risikolevel offensichtlicher. Zunächst bildet der Kursbereich aus diversen Hochs und Tiefs bei 1.365/1.309 EUR einen entscheidenden Rückzugsbereich. In diesem Dunstkreis verläuft auch die 50-Wochen-Linie (akt. bei 1.324 EUR). Abgerundet wird die hier entstehende Kumulationszone durch das Cluster aus zwei unterschiedlichen Fibonacci-Retracements (1.320/1.300 EUR). Charttechnisch am schwersten wiegt aber die Tatsache, dass die beschriebene Bastion gleichzeitig die Nackenlinie eines klassischen Doppeltops definiert (siehe Chart), welche bei einer negativen Weichenstellung ein rechnerisches Abschlagspotenzial von mindestens 340 USD bereithalten würde. Mit anderen Worten: Unterhalb dieser neuralgischen Schaltstelle würde das technische Bild kippen. Eine schnelle Rückeroberung der 200-Tage-Linie (akt. bei 1.395 USD) erhöht indes die Chancen, dass die ASML-Aktie die angeführte Kumulationszone als Sprungbrett nutzt. Aufgrund der aktuellen Gratwanderung verdient der Kursverlauf derzeit eine besondere Aufmerksamkeit.
ASML (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart ASML
Quelle: LSEG, tradesignal²
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