DAX stabilisiert sich zunächst – KI-Story wird zunehmend hinterfragt
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Im DAX geht es zum Wochenschluss um die Marke von 25 000 Punkten. Die Anleger schöpfen wieder etwas Hoffnung, dass sich die Lage an den Energie- und Anleihemärkten zumindest stabilisiert. Brent verharrt bei rund 106 Dollar, während die Renditen der Staatsanleihen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben könnten. Von einer echten Entspannung kann allerdings noch keine Rede sein.
An der Wall Street und den asiatischen Börsen setzten sich die Gewinnmitnahmen fort. Besonders im Technologiesektor wächst die Skepsis. Die KI-Story bekommt zunehmend Risse, nachdem OpenAI seine Umsatzprognosen gesenkt hat. Damit rückt eine Frage wieder stärker in den Mittelpunkt, die während der Rally lange in den Hintergrund gedrängt wurde: Wann werden sich die gewaltigen Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur tatsächlich auszahlen?
Die Anleger beginnen zunehmend, zwischen dem technologischen Potenzial der künstlichen Intelligenz und ihrer wirtschaftlichen Rentabilität zu unterscheiden. Der KI-Boom muss deshalb nicht vorbei sein, aber die Zeit der nahezu grenzenlosen Vorschusslorbeeren könnte es sein. Gerade bei den hoch bewerteten Halbleiterunternehmen und Hyperscalern wächst damit das Enttäuschungspotenzial.
Neue Impulse könnten heute die Quartalszahlen von Delta Air Lines und das US-Konsumklima der Universität Michigan liefern. Entscheidend bleiben allerdings die Energiepreise und Anleiherenditen. Eine Stabilisierung allein reicht noch nicht für eine neue Aktienrally, sie könnte aber zumindest den Verkaufsdruck begrenzen. Für den DAX zeichnet sich zum Wochenschluss aus technischer Sicht eine Handelsspanne zwischen 24 900 und 25 200 Punkten ab.
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