DAX® - Schlüsselgröße 25.500 Punkte
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Schlüsselgröße 25.500 Punkte
In der Spitze rückte der DAX® gestern bis 25.453 Punkte vor. Doch dann zeigte das Aktienbarometer Respekt vor den an dieser Stelle mehrfach angeführten horizontalen Barrieren bei 25.500 Punkten. Seit Januar haben die deutschen „blue chips“ in diesem Dunstkreis immer wieder innegehalten. Hinzu kommt die Bedeutung des jüngsten Bewegungshochs vom 6. Oktober bei 25.522 Punkten. Bei einem Spurt über dieses Level würde ein kleiner Doppelboden entstehen, der vermutlich den Startschuss für ein versöhnliches Jahresende legen würde. Rein rechnerisch würde ein solcher Befreiungsschlag ein Anschlusspotenzial von 700 Punkten nach sich ziehen. Auf der Unterseite markiert indes die 200-Tage-Linie (akt. bei 24.867 Punkten) eine entscheidende Rückzugslinie. Zuletzt kam es zwei Mal zu einem Stresstest der meistbeachteten Glättungslinie. Auch in Zukunft gilt es, diese Bastion unbedingt zu verteidigen. Zum Abschluss noch ein gleichermaßen spannendes, wie seltenes Phänomen: Auf Wochenbasis musste der DAX® zuletzt sechs rote Kerzen in Serie hinnehmen, d. h. in jeder der letzten sechs Wochen kam es zu Kursverlusten. Eine solche Durststrecke ist extrem selten – kommt statistisch weniger als ein Mal pro Jahr vor – und begünstigt eher eine Gegenbewegung.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Ein Bilderbuchchart!
Diese Überschrift fasst die charttechnischen Rahmenbedingungen des STOXX® Europe 600 Oil & Gas absolut zutreffend zusammen. Doch der Reihe nach: Es hat lange genug gedauert, bis die europäischen Öltitel endlich ihr altes Allzeithoch aus dem Jahr 2007 bei 473 Punkten überwinden konnten. Auf den Ausbruch zu Jahresbeginn folgte im Juli ein lehrbuchmäßiger Rücksetzer an das ehemalige Rekordlevel. Damit wird der Ausbruch und der grundsätzliche Aufwärtstrend untermauert. Noch wichtiger ist in diesem Kontext das jüngste Bewegungshoch bei 577 Punkten. Dadurch kann die Kursentwicklung seit Jahresbeginn als nach oben aufgelöste Schiebezone interpretiert werden. Rein rechnerisch hält dieses trendbestätigende Kursmuster ein Anschlusspotenzial von 80 Punkten bereit, was perspektivisch zu einem Kursziel von 635 Punkten führt. Auch diverse Indikatoren (z. B. MACD, Aroon) signalisieren weiterhin „grünes Licht“. Auf der Unterseite markiert das Oktobertief bei 535 Punkten eine erste Rückzugsmarke. Um echten charttechnischen Schaden zu verhindern, gilt es aber, die beschriebene Ausbruchszone bei 476/473 Punkten nicht mehr zu unterschreiten.
STOXX® Europe 600 Oil & Gas (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart STOXX® Europe 600 Oil & Gas
Quelle: LSEG, tradesignal²
Mehrfacher Ausbruch + saisonales Sahnehäubchen
Mit einem Plus von über 35% ist die SAP-Aktie der Topperformer der vergangenen sechs Monate unter den DAX®-Titeln. Damit verfügt das Papier aktuell über die höchste Relative Stärke (Levy) aller deutschen „blue chips“ (siehe „HSBC Trendkompass“). Charttechnisch kommt der Bruch des Abwärtstrends seit Juli 2025 (akt. bei 175,30 EUR), die Rückeroberung der 200-Wochen-Linie (akt. bei 179,95 EUR) sowie die Auflösung der jüngsten Schiebezone nach oben hinzu (siehe Chart). Unter dem Strich definiert die Nackenzone des vorangegangenen Doppeltops bei rund 210 EUR ein wichtiges Erholungsziel, zumal dieses Level bestens mit dem Anschlusspotenzial der nach oben aufgelösten Tradingrange harmoniert. Die Bullen haben derzeit noch ein weiteres Argument auf ihrer Seite: Auf Basis der Daten seit Beginn des Jahrtausends befindet sich die SAP-Aktie in einer saisonal sehr günstigen Phase. Von Anfang Oktober bis Anfang Dezember kann der Titel im Mittel um 7 % zulegen. Für die Kürze der Zeitspanne ist das eine bemerkenswerte Kursentwicklung. Um die aktuelle Steilvorlage keinen unnötigen Risiken auszusetzen, gilt es in Zukunft indes, die 200-Wochen-Linie nicht mehr zu unterschreiten.
SAP (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart SAP
Quelle: LSEG, tradesignal²
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