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08:30 Uhr, 04.11.2026

DAX® - Schlägt sich tapfer

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Schlägt sich tapfer

Der DAX® zeigt sich derzeit von seiner widerstandsfähigen Seite. Schließlich verteidigen die deutschen „blue chips“ den dritten Tag in Folge die bekannte Ausbruchszone bei rund 25.700 Punkten. Solange dieses Schlüssellevel hält, kann die Kursentwicklung seit September als Bodenbildung mit einem Anschlusspotenzial von rund 900 Punkten interpretiert werden. Rein rechnerisch reicht dieses Kurspotenzial aus, um perspektivisch Kurs auf das bisherige Allzeithoch bei 26.619 Punkten zu nehmen. Kurzfristig fallen zudem die letzten vier Tageshochs zwischen 26.022 und 26.106 Punkten ins Auge. Ein Anstieg über dieses recht enge Kursband würde dem beschriebenen Ausbruchsszenario zusätzlichen Nachdruck verleihen, zumal in diesem Dunstkreis auch das obere Bollinger Band (akt. bei 26.080 Punkten) verläuft. Auf der Unterseite gilt es dagegen, die Kombination aus den horizontalen Ausbruchsmarken bei 25.700 Punkten und der 50-Tage-Linie (akt. bei 25.568 Punkten) nicht mehr zu unterschreiten. Schließlich würde ein solches Rebreak den laufenden Ausbruch negieren.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Dreifacher Rückenwind

Gerne kombinieren wir die Faktoren „Momentum“ und „low volatility“ in einem unserer Lieblingsansätze. Ziel ist es dabei trendstarke, trendstabile und gleichzeitig schwankungsarme Einzelwerte zu identifizieren. Unsere aktuelle Auswertung der 160 deutschen Standardwerte aus DAX®, MDAX® und SDAX® hat u. a. die Aktie der Münchener Rück an die Oberfläche befördert. Hinzu kommt zusätzlich eine überaus spannende charttechnische Situation. So konnte der Titel das Sprungbrett aus der Haltezone bei 500 EUR und der 38-Monats-Linie (akt. bei 501,84 EUR) für einen neuen Aufwärtsimpuls nutzen. Damit kann die Kursentwicklung der vergangenen 15 Monate als trendbestätigende Flagge interpretiert werden (siehe Chart). Dank dieser Formation rücken die historischen Hochstände bei 611,80/615,80 EUR wieder in den Fokus. Als besonderes „i-Tüpfelchen“ befindet sich die Münchener Rück-Aktie in einer saisonal besonders günstigen Phase. Seit dem Jahr 2000 kann das Papier von Ende September bis Ende Dezember im Mittel um gut 9 % zulegen. Als Absicherung ist entweder die obere Flaggenbegrenzung (akt. bei 540,37 EUR) oder aber die o. g. Bastion bei gut 500 EUR prädestiniert.

Münchener Rück (Monthly)

Chart Münchener Rück

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Münchener Rück

Chart Münchener Rück

Quelle: LSEG, tradesignal²

S-K-S-Formation oder Fehlausbruch?

Beim Goldpreis hatten wir zuletzt die Bedeutung des langfristigen Quartalscharts hervorgehoben (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 29. Oktober). In der hohen Zeitebene hatte das Edelmetall einen sog. „shooting star“ und Innenstab ausgeprägt. Unterhalb der Schlüsselmarke von 3.940 USD wären beide Kursmuster nach unten aufgelöst – auf dem aktuellen Niveau steht also einiges auf dem Spiel. Analytisch verknüpfen wir gerne unterschiedliche Zeitebenen, um einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn zu erzielen. Der Chartverlauf des Goldpreises liefert dafür ei Lehrbuchbeispiel, denn auf Wochenbasis droht der Abschluss einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart). Gleichzeitig notiert der Kurs unterhalb der „Wolke“ auf Ichimoku-Basis, d. h. die Basisannahme eines Aufwärtstrends ist bei dem Edelmetall also nicht mehr zutreffend. Das Zusammenspiel aus Wochen- und Quartalschart betont somit das „dünne Eis“, welches der Goldpreis aktuell beschreitet. Um den größten Druck vom Kursverlauf zu nehmen, müsste zumindest die Marke von 4.000 USD nachhaltig zurückerobert werden. Für eine echte Trendwende gilt es dagegen, den seit Januar bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 4.430 USD) zu überwinden.

Gold (Weekly)

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Gold

Chart Gold

Quelle: LSEG, tradesignal²

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