DAX rettet sich ins Plus – Infineon sehr stark, SAP vor Zahlen ganz schwach
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Die Nervosität der Investoren nimmt mit jedem weiteren Tag zu, an dem die Lage im Nahen Osten unverändert unsicher bleibt. Ein Barrel Öl kostet wieder über 100 Dollar und sendet eindeutige Inflationssignale. Der Einfluss auf die Preisentwicklung in der Breite und das Konsumverhalten erfolgt mit einem zeitlichen Versatz. Die heute veröffentlichten europäischen Einkaufsmanagerindizes fielen wechselhaft aus und zeigen bereits eine erkennbare Unsicherheit. Speziell die Daten aus Deutschland lagen unter den Markterwartungen und dürften von den gestiegenen Energiepreisen beeinflusst worden sein.
Die Berichtssaison zeigt sich insgesamt eher von einer durchwachsenen Seite und wird von vielen Sonderfaktoren durchzogen. Die Halbleiterbranche bleibt vorerst der Rettungsanker und dient als Zufluchtsort für die Anlagegelder. So profitierten heute die Aktien von Infineon von den Ergebnissen der Unternehmen SK Hynix und STMicro. Auch die Aktien der Energieunternehmen wurden aufgrund steigender Preise für Öl und Gas nachgefragt.
Bei den anderen Branchen und Sektoren herrschen Uneinigkeit und Nervosität vor. Dies ließ sich gut an den Aktien des DAX-Schwergewichts SAP erkennen, die im Vorfeld der Quartalszahlen unter Abgabedruck standen und damit das defensive Handelsverhalten der Anleger widerspiegeln. Hier spielte auch das eher schwache Zahlenwerk des US‑Unternehmens ServiceNow eine Rolle. Da die Investoren heute Abend auch beim deutschen Software-Unternehmen gezielt auf das Cloud-Geschäft achten werden, liegen im Vorfeld der Quartalszahlen die Nerven blank.
Beim Handelsvolumen im Gesamtmarkt lässt sich seit einigen Tagen ein starker Rückgang verzeichnen. Die Investoren halten lieber hohe Liquiditätsbestände und warten auf wieder bessere Marktbedingungen. Stärkster Kurstreiber bleiben die geopolitische Gemengelage im Nahen Osten und die militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran.
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