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Kommentar
09:02 Uhr, 12.10.2026

DAX mit Rückenwind zum Wochenstart – Ruhe vor dem Herbststurm?

Sinkende Energiepreise und eine Entspannung im Handelsstreit zwischen der Europäischen Union und China sorgen im DAX zunächst für Rückenwind. Die Aussicht auf russische Diesellieferungen in die USA nimmt zwar etwas Druck von den internationalen Energiemärkten.

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Sinkende Energiepreise und eine Entspannung im Handelsstreit zwischen der Europäischen Union und China sorgen im DAX zunächst für Rückenwind. Die Aussicht auf russische Diesellieferungen in die USA nimmt zwar etwas Druck von den internationalen Energiemärkten. Politisch bleibt die Entwicklung allerdings brisant, da sich damit auch die Kräfteverhältnisse im Ukrainekrieg verschieben könnten. Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt.

Für zusätzliche Unterstützung sorgt die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos. Damit scheint eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren. Für den DAX eröffnet sich damit wieder die Chance, in Richtung 25 400 Punkte vorzustoßen.

Die Entlastung bei den Energiepreisen ist für die Aktienmärkte derzeit mehr wert als manche gute Konjunkturzahl. Sie nimmt Druck von der Inflation, den Notenbanken und damit möglicherweise auch von den Anleiherenditen. Allerdings ist der Rückgang der Energiepreise noch keine Entwarnung für die zahlreichen anderen Belastungsfaktoren.

Der heutige Handel dürfte mangels wichtiger Konjunkturdaten und bei eingeschränkter Aktivität an den US-Märkten zunächst ruhig verlaufen. Doch die Ruhe könnte trügerisch sein. Mit dem offiziellen Beginn der US-Berichtssaison steht den Anlegern eine möglicherweise turbulente Woche bevor. Vor allem die großen Banken werden zeigen müssen, ob ihre Geschäftsentwicklung die hohen Erwartungen der Börse rechtfertigt. Für den DAX zeichnet sich heute eine Handelsspanne zwischen 25 050 und 25 400 Punkten ab.

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