DAX legt zu vor Inflationsdaten und dem Start der Berichtssaison
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Der DAX hat seine Erholung zum Wochenstart fortgesetzt. An der Wall Street standen einem höheren Dow Jones leichte Verluste im S&P 500 und Nasdaq gegenüber. Gleichzeitig bleibt Energie ein zentrales Thema: Brent verteuerte sich am Montag deutlich, während Deutschland am Dienstag eine Inflationsrate von 3,3 Prozent für September bestätigte. Neue US-Preisdaten und die Quartalsberichte großer Banken prägen die kommenden Tage.
DAX setzt die Erholung fort
Der deutsche Leitindex gewann am Montag 0,76 Prozent und schloss bei 25.277,68 Punkten. Damit knüpfte er an die Gewinne vom Freitag an. Der MDax legte um 0,38 Prozent auf 30.104,33 Punkte zu. In der Vorwoche hatte der DAX mehrfach unter 25.000 Punkten notiert. Die Montagsgewinne vergrößerten den Abstand zu dieser Marke.
Im deutschen Marktbericht standen neben den hohen Energiepreisen und Staatsanleiherenditen auch Fragen zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen in künstliche Intelligenz im Vordergrund. Zugleich begann die Woche vor dem Auftakt der US-Bankenberichte, die neue Angaben zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal liefern.
DAX40 chart von TradingView
Wall Street schließt uneinheitlich
Der Dow Jones stieg am Montag um 0,4 Prozent auf 51.850,55 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 7.807,24 Punkte, der Nasdaq Composite gab 0,4 Prozent auf 27.245,90 Punkte nach. Der US-Anleihehandel blieb wegen des Feiertags Columbus Day geschlossen. Für den Montag liegt deshalb kein neuer regulärer Schlussstand des US-Anleihemarkts vor.
Innerhalb des US-Aktienmarkts verlief der Handel unterschiedlich. Meta gewann 3,4 Prozent und Chevron 1,4 Prozent. Dagegen fielen Micron um 3,9 Prozent, AMD um 2,3 Prozent und Nvidia um 1,3 Prozent. Damit standen Gewinnen bei Kommunikations- und Energiewerten Rückgänge bei wichtigen Halbleiteraktien gegenüber.
Öl bleibt trotz Rückgang am Dienstag über 105 Dollar
Brent-Rohöl verteuerte sich am Montag um 1,8 Prozent auf 106,65 US-Dollar je Barrel. Am frühen Dienstag gaben die Preise einen Teil dieses Anstiegs wieder ab: Um 02:21 Uhr MESZ lagen die nächstfälligen Brent-Futures bei 105,75 US-Dollar und WTI-Futures bei 92,96 US-Dollar je Barrel. Beide Kontrakte notierten zu diesem Zeitpunkt 0,8 Prozent niedriger.
Neue Drohnen- und Raketenangriffe in Saudi-Arabien sowie Angriffe auf Tanker im Umfeld der Straße von Hormus hielten die Versorgungslage im Fokus. Der frühe Kursrückgang am Dienstag änderte damit nichts daran, dass Rohöl auf einem hohen Preisniveau gehandelt wurde.
Crude Oil chart von TradingView
Deutsche Inflation steigt im September weiter
Das Statistische Bundesamt bestätigte am Dienstag die vorläufigen Septemberzahlen. Die Verbraucherpreise lagen 3,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, nach 2,9 Prozent im August. Gegenüber August stiegen sie um 0,6 Prozent. Damit erreichte die jährliche Teuerung einen neuen Jahreshöchststand.
Vor allem Energie verteuerte sich: Energieprodukte kosteten 14,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe 37,1 Prozent mehr. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie blieb dagegen bei 2,4 Prozent. Der Unterschied zwischen Gesamt- und Kernrate zeigt, wie stark die Energiepreisentwicklung die aktuelle Teuerung beeinflusst.
Ausblick auf US Preisdaten und Bankberichte
Am Mittwoch, dem 14. Oktober, veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die Verbraucherpreise für September. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise und am Freitag die Import- und Exportpreise. Alle drei Veröffentlichungen sind jeweils für 14:30 Uhr MESZ angesetzt. Die Reihen erfassen verschiedene Stufen der Preisentwicklung und liefern damit unterschiedliche Einblicke in die US-Inflation.
Bereits am Dienstag stehen die Quartalsberichte von JPMorgan Chase, Citigroup und Wells Fargo an. Neben den Geschäftszahlen gehören die Angaben zu Kreditgeschäft, Zinseinnahmen und Risikovorsorge zu den Informationen, die diese Berichte liefern. Zum Datenstand dieses Beitrags lagen die neuen Ergebnisse noch nicht vor.
Quellen:
1 | dpa AFX via ARIVA | Dax erholt sich weiter
2 | Associated Press | How major US stock indexes fared Monday
3 | Associated Press | US stocks hover near their latest record
4 | Wall Street Journal | Oil Futures Decline on Possible Technical Correction
5 | Destatis | Inflationsrate im September 2026 bei 3,3 Prozent
6 | Bureau of Labor Statistics | Veröffentlichungskalender
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