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16:58 Uhr, 26.10.2026

DAX legt kräftig zu – Entscheidende Handelswoche gestartet

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    Aktueller Kursstand:   (XETRA)

Der DAX hat heute wieder Fahrt aufgenommen und die Marke von 25 500 Punkten ins Visier genommen. Unterstützung lieferten dafür auch die Daten zum Ifo‑Geschäftsklimaindex. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen fielen etwas besser aus als prognostiziert. Das nährt die Hoffnung, dass sich die deutsche Konjunktur allmählich stabilisiert. Von einer nachhaltigen Erholung kann allerdings noch keine Rede sein, zumal die hohen Energiepreise weiterhin auf Unternehmen und Verbrauchern lasten.

Entscheidend dürfte deshalb die heute gestartete und außergewöhnlich ereignisreiche Handelswoche werden. Mit den Notenbanksitzungen von Fed, EZB und Bank of Japan stehen gleich drei wichtige geldpolitische Entscheidungen auf der Agenda. Angesichts der anhaltend hohen Energiepreise und der wachsenden Inflationsrisiken werden die Anleger jedes Wort der Notenbanker auf die Goldwaage legen. Die entscheidende Frage lautet, wie weit die Währungshüter bei der Inflationsbekämpfung gehen müssen, ohne die ohnehin fragile Konjunktur zusätzlich zu belasten.

Gleichzeitig erreicht die Berichtssaison einen ihrer Höhepunkte. Mit Amazon, Alphabet und Microsoft präsentieren drei der wichtigsten Technologiekonzerne ihre Quartalszahlen. Im Mittelpunkt steht dabei erneut die Frage, ob die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz wirtschaftlich tragfähig bleiben. Auch in Deutschland öffnen mit der Deutschen Bank, Volkswagen und BASF wichtige DAX-Unternehmen ihre Bücher. Für den deutschen Aktienmarkt wird insbesondere entscheidend sein, ob die Industrieunternehmen trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds ihre Gewinnprognosen bestätigen können. An der Wall Street richtet sich der Blick dagegen auf die Frage, ob das Wachstum der KI-Infrastruktur weiterhin ausreicht, um die außergewöhnlich hohen Investitionsausgaben zu rechtfertigen.

Die zentrale Frage für die Aktienmärkte lautet, ob die Unternehmensgewinne weiterhin schnell genug wachsen können, um das hohe Zinsniveau und die gestiegenen Bewertungsanforderungen zu kompensieren. Gute Quartalszahlen allein reichen dafür nicht mehr aus. Die Unternehmen müssen auch überzeugende Perspektiven für ihre künftige Profitabilität liefern. Die Antwort dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob die Börsen mit einer stabilen Ausgangsbasis in den November starten oder ob sich die Diskussion über Gewinnrisiken, Finanzierungskosten und Kapitalrenditen weiter verschärft.

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