DAX® - It is all about 25.000 Punkte
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It is all about 25.000 Punkte
Die neue Woche beginnt für den DAX® wie die alte Woche endete: mit der Auseinandersetzung mit der 25.000er-Marke. Immerhin gelang den deutschen „blue chips“ gestern ein Schlusskurs oberhalb dieser Hürde. Möglicherweise ein kurzes Gastspiel, denn die Kernmarke der letzten Tage steht heute vermutlich schon wieder zur Disposition. Strategisch bildet weiterhin das bisherige Allzeithoch bei 25.508 Punkten den ultimativen „Deckel“, denn seit Januar hat der DAX® in diesem Dunstkreis mehrfach wichtige Hochpunkte ausgebildet. Um eine neue Aufwärtsdynamik zu entfachen, müsste das Aktienbarometer also in „uncharted territory“ vorstoßen und dadurch die jüngste Seitwärtsphase zu den Akten legen. Auf der Unterseite dürfte dagegen die Kombination aus dem unteren Bollinger Band und der 200-Tage-Linie (akt. bei 24.272/24.216 Punkten) eine Schlüsselrolle spielen. Unter strategischen Gesichtspunkten gilt es, diese Bastion in Zukunft nicht mehr zu unterschreiten. Schließlich würde eine negative Weichenstellung die aktuellen Ausbruchsperspektiven negieren. Zwei Einzelwerte, welche den DAX® aktuell eher ausbremsen, nehmen wir unten ausführlich unter die Lupe.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Alarmstufe rot: 16-Jahres-Tief!
Die VW Vz.-Aktie bleibt aus technischer Sicht unter Druck. Unser Scoringmodell auf Basis von sieben verschiedenen Indikatoren weist aktuell eine Punktzahl von null aus, d. h. es wird ein klarer Abwärtstrend signalisiert. Auch charttechnisch bewegt sich der Autotitel auf sehr dünnem Eis. So wurde in der vergangenen Woche die zuvor etablierte Schiebezone zwischen 93 EUR und 83 EUR nach unten aufgelöst – ein klassischer Hinweis darauf, dass der Abgabedruck wieder zunimmt. Aus der Höhe dieser Range lässt sich ein technisches Kursziel von 73 EUR ableiten. Damit stehen die bisherigen Tiefs zwischen 86 EUR und 79 EUR im Feuer. In den letzten 20 Jahren hatte das Papier in diesem Bereich immer wieder wichtige Lows ausgebildet, weshalb ein Bruch dieser Bastion den laufenden Abwärtsimpuls nochmals beschleunigen könnte. Nach der angeführte Schiebezone droht dann übergeordnet sogar ein absteigendes Dreieck bzw. sogar eine große Topbildung. In der Summe droht dem VW-Chart ein weiterer Crashtest, der nur verhindert werden kann, wenn die Marke von 86 EUR zeitnah zurückerobert wird.
VW Vz. (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart VW Vz.
Quelle: LSEG, tradesignal²
Wo ist der nächste Halt?
Die SAP-Aktie droht den jüngsten Stabilisierungsversuch mit der Ausbildung eines „bearish engulfing“ zu negieren. Damit bleibt das Chartbild angeschlagen und die Suche nach den nächsten Auffangzonen steht aktuell im Vordergrund. Zunächst befindet sich eine horizontale Unterstützung im Bereich von knapp 130 EUR, wo der Softwaretitel in den Jahren 2020/21 wichtige Hochs ausgeprägt hat. Danach definiert der 2002 etablierte Aufwärtstrend (akt. bei 117,83 EUR) die nächste Rückzugslinie, ehe der langfristige Durchschnitt der letzten 200 Monate (akt. bei 98,80 EUR) eine weitere massive Unterstützung markiert. Auffällig ist zudem die Momentum-Seite: Der RSI notiert auf Monatsbasis so niedrig wie nie zuvor. Das unterstreicht einerseits die außergewöhnliche Schwäche und begünstigt andererseits eine technische Aufwärtsreaktion im Bereich der angeführten Haltelinien. Da der Korrekturtrend seit Sommer vergangenen Jahres (akt, bei 188,31 EUR) absolut intakt ist, sollten Anlegerinnen und Anleger zunächst eine erneute Stabilisierung abwarten. Bis dahin bieten Discount-Zertifikate attraktive Seitwärtsrenditen.
SAP (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart SAP
Quelle: LSEG, tradesignal²
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Autor: Jörg Scherer






