DAX® - Glättungslinien mit Signalfunktion
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Glättungslinien mit Signalfunktion
Die Kursgewinne aus der Vorwoche hat der DAX® zu Wochenbeginn deutlich eingegrenzt. Damit verpufft (zunächst) das konstruktive Chartsignal in Form des Spurts über die horizontalen Barrieren bei 25.500 Punkten. Stattdessen markiert das Hoch vom vergangenen Freitag (25.694 Punkte) ein sog. „swing high“ – dazu später mehr. Übergeordnet notieren die deutschen Standardwerte damit auf dem Niveau von Mitte Januar. Mit anderen Worten: In den letzten Monaten pendelte das Aktienbarometer lediglich seitwärts. Nachhaltige Kursgewinne fallen indes zusehends schwerer, was sich auch in der flach verlaufenden 200-Tage-Linie (akt. bei 24.877 Punkten) widerspiegelt. Die meistbeachtete Glättungslinie definiert gleichzeitig ein wichtiges Risikolevel, welches es unbedingt zu verteidigen gilt. Doch auch die Option auf Ausprägung einer Bodenbildung haben wir noch nicht ganz aufgegeben. Das o. g. „swing high“ spielt dabei in Kombination mit der 50-Tage-Linie (akt. bei 25.700 Punkten) eine entscheidende Rolle. Ein Spurt über diese Widerstandszone ist nötig, um dem DAX® eine Perspektive in Sachen Jahresendrally zu geben. Zwischen den beiden angeführten Durchschnitten ist dagegen weiterhin „stabile Seitenlage“ angesagt.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Bekommt gerade die Kurve?
Im Gegensatz zum S&P 500® hat der Dow Jones® zuletzt kein neues Allzeithoch mehr erreicht. Sein Rekordlevel (54.744 Punkte) stammt weiterhin von August. Seither befindet sich der US-Leitindex im Rückwärtsgang – inklusive einer Belastungsprobe der runden 50.000er-Marke und der 50-Wochen-Linie (akt. bei 50.090 Punkten). Diese Bastion hat sich inzwischen als Sprungbrett erwiesen. Aus charttechnischer Sicht kommt dem Anstieg über die jüngsten beiden Wochenhochs bei 51.765/51.781 Punkten eine besondere Bedeutung zu. Da auch der seit August bestehende Korrekturtrend (akt. bei 52.044 Punkten) zur Disposition steht, könnte sich das technische Bild zeitnah spürbar verbessern. Gleichzeitig bestehen Hoffnungen auf die Ausprägung einer klassischen Korrekturflagge (siehe Chart). Diese Formation besitzt trendbestätigenden Charakter und rückt perspektivisch das o. g. Allzeithoch wieder in den Fokus. Wichtige Unterstützungen liegen indes in Form der gebrochenen Trendlinie, den angeführten Wochenhochs bei rund 51.780 Punkten sowie vor allem in Form der Kreuzunterstützung bei rund 50.000 Punkten vor. Die zuletzt genannte Bastion ist dabei sogar von strategischer Tragweite.
Dow Jones Industrial Average® (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Dow Jones Industrial Average®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Objektive Auswertung + Chart = doppelt attraktiv?
Jede Woche filtern wir die 160 Werte aus DAX®, MDAX® und SDAX® nach den Kriterien Momentum und „low volatility“. Unser Ziel ist es, trendstarke, trendstabile und zugleich schwankungsarme Titel zu selektieren. Auf dieser Basis ergeben sich immer wieder spannende Tradingkandidaten – aktuell zählt dazu die Hannover-Rück-Aktie, die derzeit Dynamik und Stabilität miteinander verbindet. Charttechnisch kommt eine überaus spannende Konstellation hinzu: Aktuell testet das Papier den Korrekturtrend seit Mai 2025 (akt. bei 275,27 EUR). Gelingt der nachhaltige Ausbruch, würde sich aus charttechnischer Sicht eine trendbestätigende Flagge herauskristallisieren (siehe Chart). Ein solcher Ausbruch wäre ein wichtiges Signal, dass die übergeordnete Aufwärtsbewegung wieder an Fahrt gewinnt. In diesem Fall würden sowohl die objektive Auswertung als auch der Kursverlauf „grünes Licht“ für die Hannover Rück-Aktie signalisieren. Als Belohnung winken im Erfolgsfall neue Rekordstände jenseits des bisherigen Allzeithochs bei 292,60 EUR. Als Stop-Loss ist dagegen der langfristige Durchschnitt der letzten 38 Wochen (akt. bei 253,13 EUR) prädestiniert.
Hannover Rück (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Hannover Rück
Quelle: LSEG, tradesignal²
S-K-S-Umkehr gewinnt an Konturen
Der „HSBC Trendkompass“ filtert Woche für Woche mehr als 100 Basiswerte nach den Kriterien Relative Stärke (Levy) und Momentum. Auf dieser objektiven Grundlage ergeben sich immer wieder spannende Tradingkandidaten – in dieser Woche rückt die Nemetschek-Aktie in den Fokus. Bemerkenswert ist, dass sich die systematische Auswertung mit dem tatsächlichen Kursverlauf deckt. Charttechnisch arbeitet der Titel an einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation auf Basis der wichtigen Haltezone bei rund 50 EUR (siehe Chart). Für die endgültige Bestätigung fehlt allerdings noch der entscheidende Befreiungsschlag: Ein nachhaltiger Spurt über die Widerstandszone bei 72/73 EUR würde die angeführte S-K-S-Formation vollenden und ein technisches Kaufsignal liefern. Gelingt dieser Ausbruch, eröffnet sich – abgeleitet aus der Höhe der unteren Umkehr – ein rechnerisches Anschlusspotenzial von rund 22 EUR. Daraus ergibt sich im Erfolgsfall ein Kursziel im Bereich von etwa 94/95 EUR. Nach der harten Korrekturphase seit August 2025 ist die Nemetschek-Aktie derzeit also wieder einen Blick wert. Bricht der Kurs überzeugend nach oben aus, kann aus der Bodenbildung ein neuer Aufwärtstrend entstehen. Als Absicherung ist dabei die 38-Wochen-Linie (akt. bei 63,21 EUR) prädestiniert.
Nemetschek (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Nemetschek
Quelle: LSEG, tradesignal²
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