DAX fällt und Technologieaktien legen in den USA zu
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Die neue Handelswoche hat mit unterschiedlichen Bewegungen in Europa und den USA begonnen. Der DAX gab seine Freitagsgewinne wieder ab, während sich amerikanische Technologiewerte nach den deutlichen Verlusten der Vorwoche erholten. Hohe Energiepreise und steigende Anleiherenditen blieben zentrale Themen. Am Dienstag meldete das Statistische Bundesamt zudem einen kräftigen Anstieg der deutschen Erzeugerpreise.
DAX verliert die Gewinne vom Freitag
Der DAX schloss am Montag 1,18 Prozent tiefer bei 25.319,77 Punkten. Der MDax verlor 0,47 Prozent auf 30.513,26 Punkte. Damit endete die jüngste Erholung des deutschen Leitindex bereits zum Wochenstart.
Neben den anhaltenden Fragen zur Finanzierung des KI-Booms belastete die Lage in Frankreich die europäischen Märkte. Nach den Massenprotesten und gewaltsamen Ausschreitungen standen französische Aktien und Staatsanleihen unter Druck. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen erreichte laut tagesschau rund 4,9 Prozent und damit erneut den höchsten Stand seit 2002. Auch der Euro gab nach.
DAX40 chart von TradingView
Technologieaktien stützen die US Indizes
An der Wall Street gewann der Nasdaq Composite am Montag 1,1 Prozent auf 26.430,89 Punkte. Der S&P 500 stieg um 0,4 Prozent auf 7.690,73 Punkte, während der Dow Jones um 0,1 Prozent auf 51.966,03 Punkte nachgab. Außerhalb des Technologie- und KI-Bereichs überwogen bei den US-Aktien die Verluste.
Die Erholung folgte auf eine schwache Vorwoche. Der Nasdaq Composite hatte in dieser Zeit 4,5 Prozent und der S&P 500 1,9 Prozent verloren. Am Montag legte Nvidia um 1,4 Prozent zu. CoreWeave wechselte im Tagesverlauf zwischen deutlichen Gewinnen und Verlusten und schloss 0,4 Prozent tiefer. Die Kursbewegungen zeigen, dass die Entwicklung innerhalb des KI-Sektors weiterhin uneinheitlich verläuft.
Öl und Anleiherenditen bleiben im Fokus
Brent-Futures beendeten den Montag bei 109,55 US-Dollar je Barrel und damit 0,3 Prozent niedriger. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf rund 5,14 Prozent. Trotz der leichten Entlastung beim Ölpreis blieb das Preisniveau damit hoch.
Aus der Golfregion kamen unterschiedliche Signale. Während erneut Tanker angegriffen wurden und die Huthi-Miliz Saudi-Arabien attackierte, bezifferte US-Energieminister Chris Wright die Öllieferungen aus dem Persischen Golf auf etwa 80 Prozent des Niveaus vor dem Konflikt. Bei Raffinerieprodukten bestanden laut Wright weiterhin Einschränkungen.
Crude Oil chart von TradingView
Deutsche Erzeugerpreise steigen deutlich
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 6,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Gegenüber August stiegen sie um 1,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, war dies der stärkste jährliche Anstieg seit März 2023.
Energie war 14,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Mineralölerzeugnisse verteuerten sich um 51,3 Prozent. Ohne Energie lag der Anstieg der Erzeugerpreise bei 3,2 Prozent zum Vorjahr und 0,1 Prozent zum Vormonat. Der Index erfasst die Preise in Deutschland produzierter und im Inland verkaufter gewerblicher Produkte auf einer frühen Stufe des Wirtschaftsprozesses. Er unterscheidet sich damit vom Verbraucherpreisindex.
Ausblick auf Firmenzahlen und Einkaufsmanagerindizes
Die Berichtssaison setzt sich in dieser Woche mit mehreren großen Unternehmen fort. Für Dienstag sind unter anderem die Ergebnisse von General Motors und GE Aerospace angekündigt. Am Mittwoch folgen laut Berichtskalender Meta, Tesla und IBM. Die Veröffentlichungen liefern neue Angaben zur Geschäftsentwicklung und zu Investitionen.
Am Freitag, dem 23. Oktober, erscheinen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Oktober. Die Veröffentlichung ist für Deutschland um 09:30 Uhr MESZ, für die Eurozone um 10:00 Uhr, für Großbritannien um 10:30 Uhr und für die USA um 15:45 Uhr vorgesehen. Die Unternehmensbefragungen enthalten Angaben zu Geschäftstätigkeit, Auftragseingang und Preisdruck in Industrie und Dienstleistungen. Damit ergänzen sie die laufenden Unternehmensberichte um aktuelle Konjunktursignale.
Quellen:
1 | dpa AFX via ARIVA | Jüngste Erholung nicht nachhaltig
2 | tagesschau | Neue Woche neue Sorgen
3 | Associated Press | How major US stock indexes fared Monday
4 | Associated Press | AI stocks lead a rebound on Wall Street
5 | Wall Street Journal | Tech Stocks Rebound After Friday’s Selloff
6 | Associated Press | How major US stock indexes fared Friday
7 | Destatis | Erzeugerpreise im September 2026
8 | Barron’s | Stocks to Watch This Week
9 | S&P Global | PMI Veröffentlichungskalender
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