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Kommentar
16:50 Uhr, 24.09.2026

DAX fällt, aber stabilisiert sich – Ölpreise und Renditen steigen wieder

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    Aktueller Kursstand:   (XETRA)

Auch wenn sich der DAX am Nachmittag wieder von seinen Tagestiefständen erholen konnte, von einer wirklichen Entspannung kann noch keine Rede sein. Neue Drohungen aus dem Iran verstärken die Sorgen vor einer weiteren Eskalation des Krieges im Nahen Osten. Den Konflikt bei erneuten Angriffen der USA oder Israels über das Rote Meer hinaus bis in den Indischen Ozean ausweiten zu wollen, lassen die Ölpreise wieder steigen. Die Hoffnung der Anleger auf eine schnelle diplomatische Lösung bekommt damit einen weiteren Dämpfer.

Gleichzeitig ziehen die Renditen an den internationalen Anleihemärkten weiter an. Auch der Dollar nähert sich gegenüber dem japanischen Yen wieder der Marke von 160. Derzeit brennt es an zu vielen Ecken gleichzeitig, als dass die Anleger wieder beherzt ins Risiko gehen würden. Aus einzelnen Belastungsfaktoren ist inzwischen ein fragiles Gesamtbild für die Finanzmärkte geworden.

Erschwerend kommt hinzu, dass selbst robuste Konjunkturdaten derzeit ein zweischneidiges Schwert sind. Was normalerweise für Aktien sprechen würde, wird inzwischen schnell als Argument für weitere Zinserhöhungen der Notenbanken interpretiert. Gute Wirtschaftsdaten müssen sich damit erst durch steigende Zinserwartungen kämpfen, bevor sie an der Börse positiv wirken können.

Entsprechend vorsichtig positionieren sich die Anleger. Gewinner und Verlierer hielten sich im DAX heute zwar noch die Waage, innerhalb des Index fand jedoch eine klare Verschiebung statt. Zyklische Aktien wurden gemieden, während defensive Branchen gefragt waren. Die Investoren verlassen den Markt damit nicht vollständig, sie suchen innerhalb des Marktes vielmehr Schutz.

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