DAX dreht ins Plus – Nächster Inflationsschock aus den USA
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| Die US-Erzeugerpreise liefern den Anlegern den nächsten Inflationsschock. Mit einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 6,3 Prozent auf Jahressicht fällt der Preisdruck auf Unternehmensebene deutlich stärker aus als befürchtet. Nach den bereits überraschend hohen Verbraucherpreisen vom Vortag verdichten sich damit die Hinweise, dass die Inflation in den USA wieder an Dynamik gewinnt. Besonders problematisch ist, dass die Unternehmen die gestiegenen Energie- und Transportkosten bislang offenbar noch nicht vollständig an ihre Kunden weitergegeben haben. Damit könnte ein Teil des Inflationsdrucks erst in den kommenden Monaten bei den Verbrauchern ankommen. Der heutige Anstieg der Erzeugerpreise könnte deshalb der Vorbote weiterer unangenehmer Überraschungen bei der Verbraucherpreisinflation sein. Für die Fed wächst damit der Druck, ihren restriktiven geldpolitischen Kurs weiter zu verschärfen. Gleichzeitig zeigt sich die US-Konjunktur erstaunlich robust. Die Einzelhandelsumsätze stiegen mit 0,8 Prozent deutlich stärker als erwartet, der Empire-State-Index überzeugte mit 25,5 Punkten. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 198.500 im Rahmen der Erwartungen. Lediglich der Philadelphia-Fed-Index enttäuschte mit 20,9 Punkten. Die US-Wirtschaft hält dem Gegenwind bislang stand, doch genau diese Stärke gibt der Notenbank auch den Spielraum, entschlossener gegen die Inflation vorzugehen. Im DAX standen heute Technologiewerte wie Infineon und Siemens Energy unter Verkaufsdruck. Gleichzeitig aber nutzen Anleger die Kursschwäche für gezielte Käufe in defensiven Branchen. Die Bereitschaft, grundsätzlich in Aktien investiert zu bleiben, ist vorhanden, die Risikofreude nimmt jedoch deutlich ab. Der Börsenherbst beginnt gerade erst, seinem Namen alle Ehre zu machen. |
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