DAX bleibt unter Druck – Finanzierungssorgen lösen KI-Euphorie ab
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Der DAX wird zum heutigen Handelsstart bei rund 25 250 Punkten erwartet. Die Sorgen um die hohen Bewertungen und die Finanzierung des KI-Booms nehmen weiter zu. An den asiatischen Börsen gerieten Halbleiter- und Rechenzentren-Unternehmen erneut unter Verkaufsdruck. Die Anleger stellen zunehmend infrage, ob sich die gewaltigen Investitionen der großen Technologiekonzerne tatsächlich in absehbarer Zeit auszahlen können. Auch die unveränderte Zinspolitik der chinesischen Notenbank konnte die Stimmung nicht stabilisieren.
Zusätzlichen Gegenwind für den DAX liefern die höher als erwartet ausgefallenen deutschen Erzeugerpreise für September. Der wieder zunehmende Kostendruck stellt die Unternehmen vor eine unangenehme Wahl: Entweder sie nehmen niedrigere Gewinnmargen in Kauf oder sie geben die höheren Kosten an ihre Kunden weiter und heizen damit die Inflation erneut an. Beides sind keine guten Nachrichten für die Aktienmärkte. Die Kombination aus steigenden Kosten und Zweifeln an den Wachstumserwartungen macht die aktuelle Marktlage besonders anfällig.
Neue Impulse versprechen heute der ZEW-Index und die US‑Baudaten. Noch wichtiger dürfte allerdings die laufende Berichtssaison werden. Insbesondere die Zahlen und Investitionsausblicke von Tesla, SpaceX und Meta Platforms stehen im Fokus. Die Anleger wollen konkrete Belege dafür sehen, dass die enormen Ausgaben für künstliche Intelligenz wirtschaftlich tragfähig bleiben. Weitere Enttäuschungen könnten den Verkaufsdruck im Technologiesektor erheblich verstärken.
Für den DAX zeichnet sich aus technischer Sicht für den heutigen Handel eine Spanne zwischen 24 950 und 25 350 Punkten ab. Die psychologisch wichtige Marke von 25 000 Punkten rückt damit wieder gefährlich nahe. Solange die Zweifel am KI-Boom anhalten und gleichzeitig der Inflationsdruck zunimmt, dürfte jeder Erholungsversuch auf eine harte Bewährungsprobe gestellt werden.
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