DAX® - 200-Tage-Linie als Taktgeber
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200-Tage-Linie als Taktgeber
Der Schwächeanfall des DAX® ging in der vergangenen Woche mit einer Belastungsprobe der 200-Tage-Linie (akt. bei 24.863 Punkten) einher. Wie bereits zu Monatsbeginn erwies sich die meistbeachtete Glättungslinie als starker „support“, was Anlegerinnen und Anleger durchaus als Achtungserfolg verbuchen können. Für „Mehr“ bedarf es aus charttechnischer Sicht jedoch eines Spurts über das Hoch vom 6. Oktober bei 25.522 Punkten. Gelingt dieser Befreiungsschlag, wäre ein kleiner Doppelboden mit einem kalkulatorischen Anschlusspotenzial von 700 Punkten vervollständigt (siehe Chart). 25.500 Punkte – da war doch was? Richtig, im Bereich dieser Marke haben die deutschen Standardwerte seit Jahresbeginn immer wieder wichtige Hoch- und Tiefpunkte ausgeprägt. Dieses Verhaltensmuster unterstreicht die Bedeutung der diskutierten Schlüsselmarke zusätzlich. In den USA hat der S&P 500® in der vergangenen Woche mit 7.845 Punkten erneut ein neues Allzeithoch erzielt. Aktuell notieren die amerikanischen Standardwerte in unmittelbarer Schlagdistanz zu diesem Rekordlevel. In der Summe sind das für den DAX® durchaus solide Rahmenbedingungen.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Hohe Zeitebene – starkes Signal!
Die Microsoft-Aktie zeigte im sonst eher korrekturanfälligen dritten Quartal eine bemerkenswert starke Kursentwicklung. Bei genauerem Hinsehen legte die Aktie um 37 % zu – damit war Q3 das beste Quartal im bisherigen Jahrtausend. Charttechnisch besonders relevant: Die zuvor etablierte Haltezone aus dem alten Rekordlevel von 2021 und diversen Tiefpunkten der Jahre 2025/26 bei rund 350 USD wurde nicht nur verteidigt, sondern als Sprungbrett für die nächste Aufwärtsbewegung genutzt. Mit Blick auf die Candlestickanalyse entsteht auf dieser Basis ein klassischer „morning star“. Dieses konstruktive Kerzenmuster unterstreicht die Ambitionen der Bullen und liefert ein Signal für die Fortsetzung des etablierten Aufwärtstrends. Damit rückt das bisherige Allzeithoch vom September 2025 bei 555 USD in den Mittelpunkt. Ein nachhaltiger Vorstoß in „uncharted territory“, also in charttechnisches Neuland, ließe ein weiteres, prozyklisches Signal entstehen. Schließlich könnte die Kursentwicklung der letzten zweieinhalb Jahre im Ausbruchsfall als nach oben aufgelöste Schiebezone zwischen 350 USD und 555 USD interpretiert werden. Letztlich ist die Microsoft-Aktie ein gutes Beispiel dafür, welchen Mehrwert die Analyse hoher Zeitebenen bietet.
Microsoft (Quarterly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Microsoft
Quelle: LSEG, tradesignal²
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