Darüber spricht der Markt: Wer kann sich den KI-Ausbau noch leisten?
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Kann Anthropics IPO die Kreditklemme der Neoclouds lösen?
Elon Musk erwartet unter den mehr als 200 Neoclouds eine Konsolidierungswelle, die viele Anbieter nicht überleben werden. Er spricht von einem Sterben auf „Guppy-Level“. Sein Argument: Wer außerhalb des Geschäfts mit KI-Rechenzentren keine substanziellen Einnahmen erzielt, dem bleibe der Zugang zu Fremdkapital versperrt. Skeptiker sehen darin das Kernproblem der Branche: Für viele hoch verschuldete Anbieter mit geringen Umsätzen seien die Kreditmärkte nahezu geschlossen. Zudem sei zu viel Kapital unkoordiniert in den Sektor geflossen, was Überkapazitäten geschaffen habe. Dazu passt eine Studie von Apollo, wonach Unternehmen mit ihren KI-Ausgaben noch keine klare Rendite erzielen. Schon in der Vorwoche stand CoreWeave beispielhaft für diese Sorgen. Nach Musks Äußerungen rutschte die Aktie laut einer Stimme am Morgen deutlich ab. Auf Tagessicht steht dennoch ein Plus von rund 1,8 %.
Wer die Kreditklemme nur für eine Übergangsphase hält, blickt auf Anthropic. Inzwischen liegen die Börsenunterlagen vor. Der Börsengang wird in den kommenden drei bis vier Wochen erwartet, noch vor Thanksgiving. Die Hoffnung: Als einer der größten Akteure im KI-Markt verfüge das Unternehmen über genug Kapital, um Neoclouds im eigenen Ökosystem finanziell zu stützen. Dass Anleger am Anleihemarkt bei KI-Firmen inzwischen genauer auswählen, deuten diese Stimmen nicht als Kollaps, sondern als Auslese.
Kritiker halten allerdings auch den möglichen Retter für angeschlagen. Sie verweisen auf den hohen Nettoverlust, den Anthropic vor dem Debüt ausweise. Die kolportierte Bewertung stehe in keinem Verhältnis zu den aktuellen Erträgen. Eine Stimme verweist zudem darauf, dass die Börsenunterlagen vor katastrophalen KI-Vorfällen warnten, die sich nicht versichern ließen. Angebotsgröße und Bewertung nennt die erste S-1-Fassung noch nicht.
Gefährdet ein neuer Ölpreisschock die US-Aktienrallye?
Die Bullen am Ölmarkt verweisen auf die Spannungen rund um die Straße von Hormus. Eine Eskalation im Nahost-Konflikt mit Angriffen auf Ölinfrastruktur würde den Ölpreis kräftig steigen lassen. Warner am Aktienmarkt sehen darin das zentrale Risiko für die Rallye. Höhere Energiepreise belasten die Verbraucher zum Winterbeginn, und Unternehmen dürften die Mehrkosten an ihre Kunden weitergeben. Über Zweitrundeneffekte könnte der Schock auf Flugpreise, Bekleidung und Autos durchschlagen. Nach Ansicht einer Stimme wären die Haushalte erst spürbar entlastet, wenn das Barrel um 20 USD billiger wird.
Skeptische Stimmen verweisen zudem auf eine nachlassende Marktbreite und tiefere Hochs bei den Small Caps. RBC und HSBC hatten zuletzt vor einem Rücksetzer von 5 bis 10 % gewarnt.
Die Optimisten halten dagegen, der S&P 500 habe über das Jahr mehr Widerstandskraft bewiesen, als ihm zugetraut werde. Der Markt habe über das Jahr eine breite Rotation zwischen Sektoren und Gewichtungsarten gezeigt, was für Widerstandskraft spreche. Dazu kämen seit sechs Quartalen steigende Unternehmensgewinne. Nach den Rückgängen der vergangenen Wochen halten sie den Markt für überverkauft und sehen damit gute Voraussetzungen für eine Jahresendrally. Sie verweisen zudem auf zuletzt leicht gesunkene Ölpreise. Eine sinkende Zehnjahresrendite könnte zusätzlich stützen.
Die erste technische Unterstützung liegt bei 7.600 Punkten am 100-Tage-Durchschnitt. Darunter folgt bei 7.300 Punkten der 200-Tage-Durchschnitt. Nach oben gilt die Zone um 7.750 Punkte als Messlatte. Dort notierten die Futures laut einem Sprecher vor der Berichtswoche. Eine Stimme hält ihr Ziel von 8.100 Punkten bis Jahresende inzwischen für unsicherer, bis Ende nächsten Jahres aber 8.500 bis 8.600 Punkte für erreichbar. Neue Impulse dürften noch diese Woche von der Fed, neuen Inflationsdaten und den Zahlen der Mega-Caps kommen.
Rechtfertigt Verizons Kundenzuwachs die höhere Jahresprognose?
In der Vorwoche hatten noch die Mobilfunkpläne von SpaceX die Debatte bestimmt. Nun rücken Verizons Zahlen in den Vordergrund. Für Zuversicht sorgt das Kundengeschäft: Laut einer Stimme hat der Konzern so viele Postpaid-Neukunden gewonnen wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Beim Gewinn übertraf Verizon die Erwartungen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 1,31 USD nach 1,21 USD im Vorjahresquartal. Entsprechend hebt der Konzern die Prognose an, nach Zählung der Optimisten zum dritten Mal in Folge. Das bereinigte Gewinnwachstum je Aktie soll 2026 nun 7,0 bis 7,5 % erreichen statt 6,0 bis 7,0 %. Der Free Cashflow soll um annähernd 12,0 % zulegen.
Die Skeptiker setzen beim Umsatz an. Mit 34,31 Mrd. USD blieb er rund 1,3 % hinter den erwarteten 34,77 Mrd. USD zurück. Der Service-Umsatz im Mobilfunk- und Breitbandgeschäft wuchs um 2,9 % auf 23,5 Mrd. USD. Laut einer Stimme verlangt die Wall Street trotz der dritten Anhebung der Jahresprognose in Folge erst ein schnelleres Service-Umsatzwachstum, bevor das Vertrauen in die Strategie wächst. Hinzu kommt die Sorge, dass Preissenkungen zur Kundenbindung nötig werden und die Margen belasten. Langfristig droht zudem Konkurrenz durch Starlink als möglichen vierten landesweiten Anbieter. Die Aktie gibt heute rund 3,5 % nach. Als Unterstützung gilt die Marke von 41 USD.
Hält die Halbleiter-Führung trotz technischer Schwäche?
Sollten die Halbleiterwerte ihre Führungsrolle verlieren, dürfte auch die Rallye am Gesamtmarkt gefährdet sein. Skeptiker sehen dafür Warnsignale: Die Kurse hätten sich zuletzt deutlich schwächer entwickelt, in den vergangenen Wochen seien mehrere wichtige technische Marken unterschritten worden. Der MACD signalisiere zudem nachlassendes Momentum. Einer Elliott-Wellen-Analyse zufolge befindet sich der Sektor in einer längerfristigen Korrekturwelle innerhalb eines übergeordneten fünften Aufwärtszyklus seit den Bärenmarkttiefs von 2022.
Die Optimisten sehen trotz der Schwäche kein Verkaufssignal. Heute legt Nvidia rund 2,4 % zu, während Intel sogar etwa 4,0 % gewinnt; New Street hatte die Aktie zuvor hochgestuft und ein Kursziel von 125 USD genannt. Als Argument nennen sie zudem Anthropics Börsenunterlagen. Diese zeigten eine hohe Profitabilität des KI-Geschäfts und widerlegten damit die These, KI-Investitionen zahlten sich nicht aus.
Besonders Nvidia gilt wegen der starken Bilanz und der zentralen Rolle im KI-Investitionstrend als Kernwert. Stimmen verweisen zudem auf das Interesse des Konzerns, Aktien aus der geplanten Kapitalerhöhung von Meta Platforms zu übernehmen. Eine Stimme hält die Bewertung mit dem 15- bis 16-Fachen des Gewinns für günstig und erwartet, dass die Aktie kräftig aufholt. Kritiker halten dagegen, dass sich der Titel seit seinem Hoch zurückgezogen habe. Trotz starker Zahlen sei die Aktie zuletzt hinter ihren eigenen Ergebnissen zurückgeblieben. Als Unterstützung gilt die Marke von 200 USD. Bei Intel richtet sich der Blick auf Donnerstag. Dann legt der Konzern seine Quartalszahlen vor.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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