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15:56 Uhr, 27.08.2014

Crash - Boom - Bang!

In den vergangenen Tagen sind die Börsen rund um den Globus „auf Tauchstation“ gegangen und haben weite Teile der Gewinne aus dem Frühjahr wieder abgegeben. Wenn man sich die Berichterstattung in der Presse oder dem Fernsehen ansieht, möchte man meinen, dass wir wieder vor einem dramatischen Kurseinbruch stehen.

Natürlich ist das nicht das erste Mal, dass Indizes nach einem gewaltigen Anstieg wieder ein Stück weit zurückkommen. Es wird auch nicht das letzte Mal sein. Aber ist es hilfreich auf die negativen Stimmen zu hören? Sollte man in Panik verfallen, weil die Schlagzeilen Panik verbreiten? Sollte man seine Einstellung zum Markt ändern oder gar sein Aktiendepot leerräumen, wenn die Medien das Ende des Bullenmarktes ausrufen?

Ich weiß aus eigener Erfahrung und vielen Gesprächen, dass man gerade zu Beginn einer Börsianer- bzw. Traderkarriere anfälliger auf die Zwischenrufe der Medien reagiert, weil man zusätzliche Sicherheit benötigt, um eine Aktienposition zu kaufen oder später auch zu halten. Die Einschätzungen von Dritten können einem Einsteiger diese Sicherheit geben.

Allerdings muss man dann auch damit umgehen lernen, dass die Medien manchmal selbst wie ein großer Handelssaal funktionieren, in dem sich die Euphorie oder auch die Unruhe wie ein Buschfeuer ausbreiten und selbst wieder für Aufregung sorgen. Dagegen hilft, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen: Indem man sich in Erinnerung ruft, welchen Investmentplan man verfolgt, indem man einen Blick auf den mittel- bis langfristigen Kursverlauf wirft oder das persönliche Risiko begrenzt und indem man seine Stops nachzieht. Mit der Zeit erlangt man so die nötige Selbstsicherheit und Abgeklärtheit. Dann kann man die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse auch als das einordnen, was sie in der Regel sind: eine aktuelle Momentaufnahme, die übermorgen schon der Schnee von vorgestern sein kann.

In diesem Sinne: Bewahren Sie einen kühlen Kopf!

Ihr Thomas May

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