Kommentar
16:01 Uhr, 25.02.2026

Circle überzeugt mit starken Q4-Zahlen – Aktie zieht vorbörslich an

Circle liefert mit den frischen Quartalszahlen ein klares Signal. USDC wächst weiter kräftig und die Aktie reagiert vorbörslich deutlich. Welche Kennzahlen hinter dem Stablecoin-Boost stecken und warum Washingtons CLARITY-Act-Streit jetzt zum Risikofaktor wird.

Circle bleibt weiter auf Wachstumskurs. Das geht aus aktuellen Quartalszahlen hervor, die der Stablecoin-Emittent jüngst veröffentlicht hat. Der US-Stablecoin-Riese schließt das Jahr 2025 nochmal mit einem deutlichen Umsatzplus ab. Demnach konnte das Unternehmen seinen Absatz auf 770 Millionen US-Dollar steigern, ein Plus von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Großteil entfiel auf Zinserträge aus den USDC-Reserven. Unter dem Strich weist Circle für das vierte Quartal 133 Millionen US-Dollar Gewinn aus fortgeführten Geschäften aus.

An der Börse kommen die Zahlen zunächst gut an. Circle konnte die Analystenerwartungen übertreffen. Infolgedessen legte die Aktie im vorbörslichen Handel zeitweise um 16 Prozent zu.

“Das vierte Quartal war ein weiterer Schritt nach vorn”, sagte Circle-CEO Jeremy Allaire. Die USDC-Nachfrage habe sich global ausgeweitet, weil mehr Unternehmen, Entwickler und öffentliche Institutionen digitale US-Dollar in Zahlungen, Treasury-Prozesse und Onchain-Workflows integrierten.

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Trotz hoher USDC-Nachfrage: Circle schreibt rote Zahlen

Der wichtigste operative Hebel bleibt der Stablecoin USDC. Das Umlaufvolumen stieg zum Jahresende auf 75,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 72 Prozent. Zudem unterstreicht Circle die Nutzung als Abwicklungsrail. Das USDC-Onchain-Transaktionsvolumen lag im vierten Quartal bei 11,9 Billionen US-Dollar, ein Zuwachs von 247 Prozent.

Auch in Sachen Euro-Stablecoin zeigt sich ein deutlicher Nachfrageanstieg bei Circle. Demnach stieg das Umlaufvolumen auf 310 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 284 Prozent im Jahresvergleich.

Auf Jahressicht ist das Bild gemischt. Für 2025 berichtet Circle 2,747 Milliarden US-Dollar Gesamterträge (plus 64 Prozent), zugleich aber einen Nettoverlust aus fortgeführten Geschäften von 70 Millionen US-Dollar. Als Hauptgrund nennt Circle 424 Millionen US-Dollar aktienbasierte Vergütung.

Für den Ausblick ist entscheidend, wie sich Zinsniveau und Distributionskosten entwickeln. Circles Ertragskraft hängt stark an den Zinserträgen aus den USDC-Reserven, gleichzeitig können Auszahlungen an Vertriebspartner und Plattformen die Marge belasten.

Im Stablecoin-Markt bleibt Circle klar die Nummer zwei. Laut DeFiLlama dominiert Konkurrent Tether mit seinem Flaggschiffprodukt USDT den Stablecoin-Markt mit rund 59 Prozent. USDC nimmt mit 24 Prozent den zweiten Platz ein (Stand: 25. Februar 2026).

Politisch schaut der Markt zudem auf Washington. Im Streit um den CLARITY Act drängen Banken auf ein Verbot von Stablecoin-Zinsen und Bonusprogrammen – die Krypto-Seite fordert dagegen Ausnahmen, etwa für DeFi-Anwendungen.

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