Kommentar
14:01 Uhr, 20.10.2026

Chainlink setzt auf Japans Finanzmarkt: Wird die Tokenisierung zum Kurstreiber?

Chainlink baut seine Präsenz in Japan mit einer neuen Partnerschaft aus. Gemeinsam mit Pacific Meta will das Unternehmen die Tokenisierung vorantreiben.

Das japanische Blockchain-Unternehmen Pacific Meta hat eine strategische Partnerschaft mit Chainlink Labs geschlossen, um den Einsatz tokenisierter Vermögenswerte bei japanischen Banken und Unternehmen voranzutreiben. Künftig soll dafür Chainlinks Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) bevorzugt eingesetzt werden, das den sicheren Austausch von Vermögenswerten zwischen verschiedenen Blockchains ermöglicht. Außerdem nimmt Pacific Meta Chainlinks Automated Compliance Engine (ACE) in sein Angebot auf, um Finanzinstituten die Einhaltung regulatorischer Vorgaben zu erleichtern.

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Pacific Meta hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 300 Projekte in über 41 Ländern unterstützt und will mit der Kooperation vor allem den japanischen Finanzmarkt erschließen. Gemeinsam sollen Anwendungen für tokenisierte Finanzprodukte und digitale Identitäten entwickelt beziehungsweise verbreitet werden.

Kann der Deal dem LINK-Kurs neuen Rückenwind geben?

Chainlink kämpft mit wichtigen Widerständen

Die Lage zeigt sich aus charttechnischer Sicht weiterhin etwas angespannt. Chainlink notiert bei rund 11,90 US-Dollar und damit unterhalb des gleitenden Durchschnitts der vergangenen 20 Vierstundenperioden, der aktuell bei etwa 12,06 US-Dollar verläuft. Auch der Rückgang gegenüber dem Vortagesschluss von 12,10 US-Dollar zeigt, dass der Kurs zuletzt etwas an Stärke verloren hat.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) gibt derzeit ebenfalls keinen Anlass für größere Erwartungen. Mit 46 Punkten liegt er knapp unterhalb der neutralen 50er-Marke. Zwar deutet das Momentum darauf hin, dass der Verkaufsdruck zuletzt etwas nachgelassen hat, eine stärkere Aufwärtsbewegung ist bislang aber noch nicht erkennbar.

Für den weiteren Verlauf sind zunächst mehrere Kursbereiche interessant. Auf der Unterseite liegt bei rund 11,84 US-Dollar eine erste Unterstützung. Darunter könnte die Marke von 11,53 US-Dollar wichtig werden. Nach oben dürfte Chainlink dagegen zunächst bei 12,06 US-Dollar und anschließend bei 12,60 US-Dollar auf Widerstand stoßen. Erst wenn der Kurs diese Hürden überwindet, wäre der Weg in Richtung 13,08 US-Dollar wieder etwas freier.

Neutrales Szenario

Im neutralen Szenario mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent bewegt sich der LINK-Kurs zwischen 11,53 und 12,60 US-Dollar. Voraussetzung ist, dass sich der RSI zwischen 40 und 50 stabilisiert und der Kurs unter dem EMA-20 bei 12,06 US-Dollar bleibt. Die Bollinger-Bänder sollten dabei weiterhin eine geringe Schwankungsbreite aufweisen.

Bullisches Szenario

Das bullische Szenario hat eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent und sieht einen Kursanstieg auf 12,60 bis 13,80 US-Dollar vor. Dafür müsste der RSI nachhaltig über 50 steigen und der LINK-Kurs mehrere Vier-Stunden-Kerzen oberhalb des EMA-20 schließen. Ein bestätigter Ausbruch über den Widerstand bei 13,08 US-Dollar könnte den weiteren Anstieg auslösen.

Bearishes Szenario

Das bearishe Szenario hat eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent und sieht einen Kursrückgang auf 11,20 bis 10,00 US-Dollar vor. Auslöser wäre ein RSI unter 40 sowie ein Bruch der wichtigen Unterstützung bei 11,53 US-Dollar. Steigt dabei das Verkaufsvolumen, könnte sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigen.

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