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12:15 Uhr, 29.10.2026

BRISTOL MYERS SQUIBB: Umsatzprognose steigt – doch das Gewinnziel sinkt

Der Umsatz klettert im dritten Quartal um 7 % auf 13,07 Mrd. USD, doch Lizenzdeals und eine schwächere Bruttomarge drücken auf das bereinigte Gewinnziel.

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Das Wachstum der jungen Medikamente gleicht bei Bristol Myers Squibb den Verfall der Altpräparate inzwischen mehr als aus. Den Gewinn je Aktie belasten dagegen teure Lizenzdeals, eine schwächere Bruttomarge und ein Altgeschäft, das fast nur noch an einem einzigen Mittel hängt.

✦ Auf einen Blick

• Der Umsatz steigt um 7 % auf 13,07 Mrd. USD und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 12,72 Mrd. USD.

• Das bereinigte EPS sinkt von 1,63 auf 1,35 USD und übertrifft den Konsens von 1,10 USD, darin enthalten ist eine Belastung von 0,58 USD aus Lizenzdeals.

• Das Wachstumsportfolio legt um 12 % auf 7,66 Mrd. USD zu, Eliquis wächst um 25 % auf 4,69 Mrd. USD.

• Die bereinigte Bruttomarge sinkt von 72,9 % auf 68,4 %.

• Die Umsatzprognose steigt auf 49,75 bis 50,25 Mrd. USD, die Spanne für das bereinigte EPS sinkt wegen einer Belastung von 0,60 USD aus Lizenzdeals auf 6,35 bis 6,55 USD.

Bristol Myers Squibb steigert den Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 13,07 Mrd. USD und übertrifft damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 12,72 Mrd. USD klar. Wechselkurse spielen dabei keine Rolle: Auch währungsbereinigt liegt das Plus bei 7 %. Der Schub kommt vor allem aus den USA, wo die Erlöse um 9 % zulegen.

Das bereinigte EPS (Non-GAAP) sinkt von 1,63 auf 1,35 USD, liegt aber deutlich über dem Konsens von 1,10 USD. Nach GAAP verdient der Konzern 1,05 USD je Aktie nach 1,08 USD im Vorjahresquartal; der Nettogewinn bleibt mit 2,2 Mrd. USD stabil. Für die Bewertung zählt die bereinigte Größe, an der sich auch die Prognose ausrichtet.

Beide Gewinngrößen enthalten eine Nettobelastung von 0,58 USD je Aktie aus erworbenen Forschungsprojekten und Lizenzerträgen (Acquired IPRD), nach 0,20 USD vor einem Jahr. Ohne diese Lizenzdeals wäre der bereinigte Gewinn je Aktie gestiegen. Allerdings fällt auch die bereinigte Steuerquote von 22,3 % auf 14,1 % und stützt das Ergebnis spürbar. In die Gegenrichtung wirkt die bereinigte Bruttomarge, die von 72,9 % auf 68,4 % zurückgeht, weil sich der Produktmix verschiebt und eine einmalige Belastung aus einer Vertragskündigung anfällt. Operativ steht der Konzern damit besser da, als das EPS-Minus vermuten lässt, doch der Beitrag des niedrigeren Steuersatzes schmälert die Qualität des Gewinns.

BRISTOL MYERS SQUIBB CO: Earnings-Scorecard zum aktuellen Quartalsbericht

Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von BRISTOL MYERS SQUIBB CO. (Quelle: Unternehmensangaben)

Das Wachstumsportfolio trägt inzwischen den Konzern

Die Erlöse des Wachstumsportfolios steigen um 12 % auf 7,66 Mrd. USD. Breyanzi legt um 46 % zu, Camzyos um 42 % und Reblozyl um 22 %. Der Umsatz von Opdivo sinkt zwar um 6 % auf 2,37 Mrd. USD, während Opdivo Qvantig seine Erlöse auf 334 Mio. USD vervielfacht. Das Wachstum ruht damit auf vielen Schultern statt auf einem einzelnen Blockbuster. CEO Christopher Boerner verweist entsprechend auf das anhaltende Momentum im breit aufgestellten Portfolio und auf die Zulassung von Zenbexus, mit der eine neue Wirkstoffklasse gegen das multiple Myelom auf den Markt kommt.

Eliquis verdeckt den Verfall im Altgeschäft

Das Altportfolio wächst dagegen nur um 1 % auf 5,42 Mrd. USD. Selbst dieses Plus ist allein Eliquis zu verdanken, dessen Umsatz um 25 % auf 4,69 Mrd. USD springt. Revlimid bricht um 47 % ein, Pomalyst um 81 %. Ohne Eliquis stünde das Altgeschäft tief im Minus. Diese Konzentration ist der wunde Punkt der Quartalsbilanz, auch wenn das Management die Wachstumsprognose für Eliquis von 20 % bis 25 % bestätigt.

BRISTOL MYERS SQUIBB CO: Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Quartale

Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)

Ausblick

Die angehobene Umsatzprognose klingt besser, als sie ist. Bristol Myers Squibb erwartet nun 49,75 bis 50,25 Mrd. USD statt bisher 49,0 bis 50,0 Mrd. USD. Der Mittelwert liegt damit nur knapp über dem Analystenkonsens von 49,90 Mrd. USD. Nach neun Monaten steht ein Plus von 5 % in den Büchern. Für das Schlussquartal setzt die Jahresspanne deshalb ein deutlich geringeres Tempo voraus als die 7 % des dritten Quartals. Das Wachstum verlangsamt sich im Ausblick also wieder.

Die Spanne für das bereinigte EPS senkt der Konzern von 6,75 bis 7,00 USD auf 6,35 bis 6,55 USD. Darin steckt nun eine Belastung von 0,60 USD aus Lizenzdeals, im Juli waren es erst 0,02 USD. Die neue Spanne liegt dennoch über dem Konsens von 6,34 USD. Rechnet man die Lizenzbelastung heraus, hat sich die Ertragserwartung sogar verbessert. Das Ziel für die bereinigte Bruttomarge bleibt unverändert bei 69 % bis 70 % und damit über dem Wert des dritten Quartals.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2026e 2027e
Umsatz 48,20 Mrd. USD 49,90 Mrd. USD 48,56 Mrd. USD
EPS 6,15 USD 6,34 USD 6,61 USD

*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)

Fazit: Die Lizenzbelastung von 0,58 USD je Aktie im Quartal erklärt den scheinbaren Widerspruch zwischen höherer Umsatz- und niedrigerer Gewinnprognose: Ohne diese Deals löst er sich auf. Umsatz und Wachstumsportfolio überzeugen und sprechen für ein ordentliches Quartal, doch die gesunkene Bruttomarge, die Unterstützung durch den niedrigeren Steuersatz und die starke Abhängigkeit von Eliquis trüben das Bild. Ein KGV von 9,6 auf Basis der Analystenschätzungen für 2026 und von 9,2 für 2027 steht einem erwarteten Gewinnplus von nur 4 % gegenüber und spiegelt die verhaltene Wachstumserwartung wider. Mehr Vertrauen in die Aktie setzt voraus, dass die neuen Mittel den Verfall der alten auch ohne Eliquis ausgleichen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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