Bitcoin vor Aktien und Gold? Die Prognose von JPMorgan
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JPMorgan Asset Management rechnet bei Bitcoin langfristig mit einer jährlichen Rendite von zehn Prozent. Damit liegt die Kryptowährung in der Prognose der Vermögensverwaltung vor allen anderen betrachteten Anlageklassen. Die Zahl stammt aus den Long-Term Capital Market Assumptions, die am 19. Oktober in ihrer 31. Ausgabe erschienen sind und über 200 Anlageklassen über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren abbilden.
Zum Vergleich: Für große US-Aktien veranschlagt die Bank 7,5 Prozent, für US-Immobilienfonds 8,2 Prozent und für Gold 5,5 Prozent. Ein klassisches Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen käme demnach auf sieben Prozent im Jahr.
Es ist das erste Mal, dass JPMorgan Bitcoin in diese Langfristprognose aufnimmt. Etwas paradox ist das auch deshalb, weil Konzernchef Jamie Dimon die Kryptowährung über Jahre hinweg öffentlich als Betrug bezeichnet hatte.
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Die zweite Zahl relativiert die erste
Der Rendite steht allerdings ein Risiko gegenüber, das in derselben Tabelle steht. JPMorgan setzt die jährliche Schwankungsbreite von Bitcoin bei 55 Prozent an, also rund dreimal so hoch wie bei großen US-Aktien mit 18 Prozent und bei Gold mit 17,2 Prozent. Für erfahrene Bitcoin-Anleger dürfte diese Zahl allerdings wenig überraschend sein.
Dazu kommt ein Unterschied, der aber leicht übersehen wird. Neben den zehn Prozent weist die Bank eine durchschnittliche Jahresrendite von 20,9 Prozent aus. Der niedrigere Wert berücksichtigt den Zinseszinseffekt über mehrere Jahre und ist damit der aussagekräftigere, denn Verluste schmälern die Basis, auf der künftige Gewinne aufbauen.
Entscheidend ist außerdem, was JPMorgan mit der Prognose nicht macht. Bitcoin fließt nicht in die zentralen Modelle ein, mit denen die Bank langfristige Portfolios konstruiert. Der Grund liegt neben den Schwankungen vor allem darin, dass sich Bitcoin zu unberechenbar zu anderen Anlagen verhält, mal gleich wie Aktien, mal entkoppelt.
Eine Empfehlung, wie viel Bitcoin in ein Depot gehört, spricht die Bank damit nicht aus. Die Einordnung als renditestärkste Anlage der kommenden Jahre stammt von Bitwise-Investmentchef Matt Hougan, der die Tabelle verbreitet hatte.
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