Kommentar
16:15 Uhr, 04.11.2026

Bitcoin-Miner Riot verkauft Tausende Coins: Steckt hinter KI das bessere Geschäft?

Riot verkauft BTC und investiert massiv in KI-Rechenzentren. Hinter dem Kurswechsel steckt ein Geschäft, das immer wichtiger werden könnte.

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Der Bitcoin-Miner Riot Platforms hat im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 181,4 Millionen US-Dollar erzielt und damit rund ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dennoch brach der Nettogewinn von 104,5 Millionen auf rund vier Millionen US-Dollar ein. Das Unternehmen treibt den Ausbau seines Rechenzentrumsgeschäfts voran und hat einen neuen Vertrag im Wert von rund 28 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.

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Wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat Riot einen Mietvertrag über 15 Jahre mit einem führenden KI-Unternehmen geschlossen, dessen Name nicht genannt wurde. Dafür stellt der Bitcoin-Miner an seinem Standort Corsicana in Texas eine Leistungskapazität von 910 Megawatt bereit. Einschließlich bereits bestehender Vereinbarungen hat Riot damit Rechenzentrumskapazitäten von insgesamt 1.151 Megawatt vermietet, die über ihre jeweiligen Vertragslaufzeiten rund 38 Milliarden US-Dollar einbringen sollen.

Warum Riot Bitcoin verkauft hat

Für den Ausbau seiner Rechenzentren hat Riot in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 20.264 Bitcoin für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar verkauft. Ende September hielt das Unternehmen noch 2.418 Bitcoin im Wert von 202 Millionen US-Dollar, hinzu kamen liquide Mittel von 748,2 Millionen US-Dollar. Die Verkäufe dienten nach Unternehmensangaben hauptsächlich der Finanzierung neuer Rechenzentren.

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Im eigentlichen Mining-Geschäft gingen die Einnahmen deutlich zurück: Riot erwirtschaftete damit 116 Millionen US-Dollar, verglichen mit 160,8 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Dabei stieg die Bitcoin-Produktion um 16 Prozent auf 1.637 BTC. Die durchschnittlichen Kosten für das Mining eines Bitcoin sanken ohne Abschreibungen von 46.324 auf 39.265 US-Dollar, wobei der Umsatzrückgang vor allem auf den niedrigeren durchschnittlichen Bitcoin-Preis zurückzuführen war.

Deutlich besser entwickelte sich dagegen das Geschäft mit elektrischer Infrastruktur. Die Einnahmen der Engineering-Sparte stiegen von 19,1 Millionen auf 47 Millionen US-Dollar, während die Rechenzentren weitere 18,4 Millionen US-Dollar zum Umsatz beitrugen.

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