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06:00 Uhr, 30.10.2026

Bitcoin-Kurs auf 3,7 Millionen Dollar bis 2036? Bitwise wird noch bullisher

Bitwise erwartet im Bull Case eine mehr als 4.000-prozentige Bitcoin-Rendite binnen zehn Jahren. Warum der Vermögensverwalter seine BTC-Prognose nach oben korrigiert.

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Der Digital Asset Manager Bitwise nimmt in seinem neuen Report "2027 Bitcoin Long-Term Capital Market Assumptions" an, dass ein Bitcoin im bullishen Szenario 3,7 Millionen US-Dollar wert sein könnte – und das bis 2036. Im Base Case sind es 1,6 Millionen US-Dollar. Doch wie kommt Bitwise darauf und welche Rolle spielt Gold?

Grundlage für die Berechnung sind Daten unter anderem von Bloomberg, dem IWF, der Boston Consulting Group und dem World Gold Council. Bitwise nimmt an, dass Bitcoin in den nächsten zehn Jahren erhebliche Anteile in verschiedenen adressierbaren Märkten gewinnen könnte. In einigen davon ist die Krypto-Leitwährung bereits heute vertreten, beispielsweise als Wertspeicher oder in den Reserven von Treasury-Firmen wie Strategy oder gar Nationalstaaten.

Für diese unterschiedlichen Assetklassen nennt Bitwise jeweils eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate. "Store of Value" hat mit 14,1 Prozent die größte. Wie sich an der Tabelle ablesen lässt, sind die wichtigsten Faktoren für das BTC-Kurswachstum der Anteil von Bitcoin an der Store-of-Value-Kategorie – im Bull Case 50 Prozent – und die Annahme, dass diese um 14,1 Prozent im Jahr wächst.

"Store of Value": Wie Gold und Bitcoin profitieren

Die Korrelation zwischen Gold und Bitcoin erreichte im September den höchsten Wert seit Beginn der Datenreihe. Sie lag laut Bitwise bei 0,58. Der Vermögensverwalter führt das darauf zurück, dass Bitcoin ähnlich wie das physische Edelmetall als Wertspeicher angesehen wird, und erwartet, dass sich diese Verbindung weiter vertieft. Bitcoins Rolle als "digitales Gold" sei dementsprechend zentral für die Investment-These.

Doch wie kommt Bitwise auf die 14,1 Prozent? Der Krypto-ETF-Emittent räumt selbst ein, dass ein jährliches Wachstum des Store-of-Value-Markts von 14,1 Prozent, also von 31 auf 110 Billionen US-Dollar, hoch angesetzt wirkt. Es entspreche aber lediglich einer Fortschreibung des Wachstums der vergangenen zehn Jahre. Als Treiber nennt Bitwise unter anderem die steigende Staatsverschuldung, den sinkenden Anteil des Dollars an den globalen Währungsreserven und Rekordkäufe von Gold durch Zentralbanken. Davon profitiere zunächst vor allem Gold, langfristig aber auch Bitcoin. Anleger könnten gleich doppelt gewinnen: "Erstens, wenn Bitcoin einen wachsenden Anteil am Store-of-Value-Markt gewinnt, und zweitens, wenn dieser Markt selbst wächst."

Diesen Anteil müsste Bitcoin vor allem Gold abnehmen. Laut Bitwise-CIO Matt Hougan gelang in den vergangenen zehn Jahren bereits ein Anstieg von unter 1 auf über 5 Prozent – im Base Case sollen es bis 2036 sogar 25 Prozent sein. Gold würde damit zwar Marktanteile verlieren, wegen des wachsenden Gesamtmarkts in absoluten Zahlen aber trotzdem zulegen. Da Bitwise im kommenden Jahrzehnt mit einer anhaltenden Entwertung von Fiatwährungen rechnet, könnte sich die Marktwachstumsprognose laut eigener Aussage sogar als "sehr konservativ" erweisen.

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So realistisch ist die Bitcoin-Prognose

Bis auf den Bear Case mit rund 130.000 US-Dollar sieht Bitwise den Bitcoin-Kurs bis 2036 in jedem Szenario im Millionenbereich – im Base Case bei 1,6 Millionen US-Dollar. Damit ist der Vermögensverwalter mittlerweile nicht mehr allein. Vielmehr sieht sich Bitwise im Einklang mit der britischen Großbank Standard Chartered, deren Analysten einen BTC-Kursanstieg auf 500.000 US-Dollar bis 2030 erwarten, und bleibt zudem konservativer als Strategy-Gründer Michael Saylor, der einen BTC-Preis von 21 Millionen US-Dollar bis 2046 prognostizierte.

Dennoch sollten Anleger einen kühlen Kopf bewahren. Die Annahme von Bitwise steht und fällt damit, ob der Anteil von Bitcoin am Store-of-Value-Markt tatsächlich wächst und ob dieser Markt jährlich zweistellig zulegen kann. Nicht zuletzt hat Bitwise als Anbieter von Bitcoin Spot ETPs selbst ein Interesse an steigenden Kursen sowie positiver Aufmerksamkeit. Im vergangenen Jahr lag der Vermögensverwalter mit seinem vorhergesagten BTC-Kurs von 200.000 US-Dollar jedoch deutlich daneben.

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