Kommentar
16:50 Uhr, 06.11.2026

Bitcoin-Erholungsrallye abgeblasen? Analysten warnen vor 73.000 US-Dollar

Eine wichtige Bitcoin-Unterstützungszone ist bereits gefallen, der nächste Halt liegt beim 200-Tage-Durchschnitt. Fällt auch der, droht eine neue Bärenmarkt-Debatte.

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Nachdem Bitcoin im Anschluss an die US-Midterms zunächst wieder über 80.000 US-Dollar gestiegen war, ging es für die Kryptowährung anschließend erneut bergab. Inzwischen steht der BTC-Kurs mehr als sechs Prozent unter den lokalen Höchstständen rund um die Wahl. Der Krypto-ETP-Anbieter 21shares sieht nun die nächste wichtige Kursmarke bei 73.000 US-Dollar.

Bitcoin ETFs verlieren erneut Hunderte Millionen

Ein wesentlicher Grund für die Skepsis des Schweizer Unternehmens ist die zurückgegangene Nachfrage institutioneller Anleger. So konnten die US Spot Bitcoin ETFs am Mittwoch nach drei Handelstagen mit Abflüssen von zusammen über 1,1 Milliarden US-Dollar erstmals wieder Zuflüsse in Höhe von 74,6 Millionen US-Dollar vermelden. Am gestrigen Donnerstag folgten dann aber erneut Abflüsse in Höhe von 430 Millionen US-Dollar bei den Indexfonds von BlackRock, Fidelity und Co.

Dazu kommt, dass der durchschnittliche Einstiegskurs der Bitcoin-ETF-Anleger bei 80.200 US-Dollar liegt. Viele Investoren sitzen damit aktuell auf unrealisierten Verlusten. Sollte Bitcoin also wieder auf dieses Niveau steigen, könnten sie die Gelegenheit nutzen, ihre Anteile ohne Verlust zu verkaufen.

Geht die Bitcoin-Kurskorrektur weiter?

Nach dem Verlust der wichtigen Unterstützungszone zwischen 77.000 und 78.000 US-Dollar droht nach Ansicht der Analysten von 21shares nun ein weiterer Abverkauf bis auf die 73.000 US-Dollar. Dort verläuft der 200-Tage-Durchschnitt, was vom aktuellen Niveau aus einem weiteren Rücksetzer von drei Prozent entspricht. Ein nachhaltiger Fall unterhalb dieses Niveaus könnte nach Einschätzung der Analysten erneut die Diskussion über einen möglichen Bärenmarkt auslösen.

Für eine Erholung müsste der Bitcoin-Kurs dagegen zunächst die Marke von 80.000 US-Dollar zurückerobern. Dann liegt oberhalb von 81.000 bis 82.000 US-Dollar laut 21shares die nächste wichtige Widerstandszone, die zunächst zu überwinden ist. Dafür dürfte vor allem entscheidend sein, ob die US Spot ETFs nach den jüngsten Milliardenabflüssen wieder neues Kapital anziehen.

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