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09:26 Uhr, 08.10.2026

BaFin verweigert MiCA-Lizenz: Bitcoin.de steht vor ungewisser Zukunft

Seit Juni ruht der Handel. Jetzt steht fest, dass die futurm bank Bitcoin.de vorerst nicht als Krypto-Dienstleister betreiben darf. Wie geht es jetzt weiter?

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Mehr als 1,1 Millionen registrierte Nutzer, über ein Jahrzehnt Erfahrung im Krypto-Handel und doch es gab keine Zulassung nach den neuen europäischen Regeln. Für Bitcoin.de hat das monatelange Warten auf die MiCA-Lizenz ein ernüchterndes Ende genommen. Die BaFin hat den Antrag der betreibenden futurum bank AG nach 15-monatiger Prüfung abgelehnt. Damit bleibt der Handel auf einem der ältesten deutschen Krypto-Marktplätze weiterhin ausgesetzt und die Muttergesellschaft Bitcoin Group muss ihr geplantes Geschäftsmodell grundlegend überarbeiten.

BaFin sieht Anforderungen nicht ausreichend erfüllt

Nach Angaben des Unternehmens hält die BaFin die bislang umgesetzten Maßnahmen und die kurzfristig noch möglichen Fortschritte für nicht ausreichend, um eine Zulassung zu erteilen. Welche konkreten Anforderungen nicht erfüllt sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

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CEO Moritz Eckert bezeichnet die Entscheidung als Rückschlag und widerspricht der Einschätzung der Aufsichtsbehörde. Zudem hatte sich das Unternehmen auf eine mögliche Ablehnung vorbereitet. Innerhalb eines Monats nach Zustellung des Bescheids kann die futurum bank jetzt Widerspruch einlegen.

Bitcoin.de will Handel über Partner wieder aufnehmen

Die Bitcoin Group verfolgt nun einen alternativen Plan. Demnach soll ein reguliertes deutsches Institut künftig als Handelspartner der Kunden auftreten und ein weiterer zugelassener Anbieter die Verwahrung der Kryptowährungen übernehmen. Konkrete Partner wurden bislang noch nicht genannt. Auf diese Weise hofft Eckert, den Handel über die technisch erneuerte Bitcoin.de-App innerhalb der nächsten Wochen wieder ermöglichen zu können.

Darüber hinaus ist die Absage auch finanziell herausfordernd für das Unternehmen. Bereits im ersten Halbjahr 2026 war der Umsatz der Bitcoin Group von 3,78 auf 1,59 Millionen Euro eingebrochen. Für das Gesamtjahr erwartet die Firma weiter rückläufige Erlöse und erneut ein negatives operatives Ergebnis.

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