Anleger schalten auf Defensive – Berichtssaison wird zur Bewährungsprobe
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Auch wenn der DAX heute ein kleines Plus verzeichnen konnte, schalten die Anleger vor dem Beginn der US-Berichtssaison einen Gang zurück. Sinkende Energiepreise und eine Verschnaufpause bei den Anleiherenditen sorgen zwar für Entlastung, die Bereitschaft zu größeren Risiken bleibt jedoch gering. Die Anleger wollen investiert bleiben, aber nicht mehr jedes Risiko mitnehmen.
Auch die ADP-Daten zum US-Arbeitsmarkt ändern daran wenig. Mit 23 750 neuen Stellen fielen sie zwar etwas besser aus als erwartet, liefern aber angesichts der zuletzt widersprüchlichen Signale vom US-Arbeitsmarkt keine klare Orientierung. Nach den schwachen offiziellen Arbeitsmarktdaten vom Freitag bleibt die Unsicherheit über die tatsächliche Verfassung hoch.
In der Eurozone enttäuschten die Einzelhandelsumsätze mit einem Plus von lediglich 0,1 Prozent. Die grundsätzliche Erholung des Konsums bleibt damit zwar intakt, hohe Energiepreise bremsen jedoch die Dynamik. Genau hier liegen derzeit die beiden größten Schmerzpunkte der Anleger: bei den langfristigen Anleiherenditen und im Nahen Osten mit seinen direkten Auswirkungen auf Energiepreise und Inflation.
Den nächsten wirklichen Belastungstest liefert deshalb die beginnende Berichtssaison. PepsiCo und Delta Air Lines geben in dieser Woche erste Einblicke, während die Vorabdaten von TSMC vor allem für den Technologiesektor wichtig werden. Nach Wochen der Makroökonomie müssen jetzt zunehmend die Unternehmensgewinne die Argumente für weiter steigende Aktienkurse liefern. Bis dahin dürfte sich der Handel weiter in vergleichsweisen ruhigen Bahnen bewegen.
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