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17:41 Uhr, 07.12.2023

Aktien Schweiz leichter - Zurückhaltung vor US-Arbeitsmarkt

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ZÜRICH (Dow Jones) - Nach zuletzt sechs Handelstagen mit Gewinnen hat der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag mit einem Minus geschlossen. Der SMI rutschte in der Folge wieder unter die Marke von 11.000 Punkten, die er am Vortag erstmals seit dem 11. Oktober wieder übersprungen hatte. Neben vereinzelten Gewinnmitnahmen verwiesen Teilnehmer vor allem auf Zurückhaltung vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Von ihm erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise über die Lage der Konjunktur und das Ausmaß der Abkühlung am Arbeitsmarkt nach den Zinserhöhungen der US-Notenbank.

Hintergrund ist die weit fortgeschrittene Spekulation über wieder deutlich sinkende Zinsen im Jahr 2024 angesichts des weiter nach unten zeigenden Inflationstrends. Sie hat die Marktzinsen in den vergangenen Wochen massiv nach unten geführt. Der Arbeitsmarktbericht gilt neben der Inflation als maßgeblich für die Zinspolitik der US-Notenbank. Die am Berichtstag veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge fielen im Rahmen der Erwartungen aus und lieferten keinen Impuls.

Der SMI reduzierte sich um 0,3 Prozent auf 10.968 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursverlierer und 8 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 15,35 (zuvor: 19,63) Millionen Aktien.

Bei den Einzelwerten verloren die Papiere von Swiss Re 0,1 Prozent, während Swiss Life um 0,2 Prozent stiegen. Das Jahr 2023 wird wegen der vermehrt aufgetretenen schweren Gewitter, des verheerenden Erdbebens in der Türkei und in Syrien sowie der Waldbrände auf Hawaii laut einer Erhebung der Swiss Re erneut zu einem teuren Schadenjahr für die Versicherungsbranche.

Am anderen Ende des Kurstableaus ging es für die Swatch-Aktie um 1,5 Prozent nach unten. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Kaufempfehlung zurückgezogen und stufen die Aktie nun mit "Hold" ein. Zwar sei Swatch weiterhin führend in der Schweizer Uhrenindustrie, werde aber im nächsten Jahr wahrscheinlich mit Gegenwind konfrontiert sein. Die Deutsche Bank erwartet, dass das Unternehmen mit langfristigen Branchentrends konfrontiert sein wird, die ein rückläufiges Wachstum in den unteren bis mittleren Preiskategorien zeigen, in denen das Unternehmen stärker engagiert ist als seine Konkurrenten im Luxussektor.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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