Aktien Schweiz knapp behauptet - Holcim-Aktie unter Druck
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DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag den Handel mit einem leichten Minus beendet. Die Gewinne aus dem Verlauf wurden wieder abgegeben und der SMI schloss auf seinem Tagestief. Es setzte sich eine positive Bewertung des überraschend starken US-Arbeitsmarktberichts vom Vortag durch. Zwar sprach er gegen baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank, unterstreicht aber die Stärke der dortigen Wirtschaft. Für die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Fed könnten nun die Verbraucherpreisdaten am Freitag ausschlaggebend werden. Sollte sich die Inflation als hartnäckig hoch erweisen, dürfte sich die Erwartung einer Zinssenkung noch weiter in die Zukunft verschieben.
Der SMI reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 13.530 Punkte. Im Tageshoch hatte der Index bei 13.603 Punkten gelegen. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber, unverändert schloss die Aktie von Zurich Insurance. Umgesetzt wurden 23,95 (Vortag: 25,25) Millionen Aktien.
Vor allem die Berichtssaison gab weiterhin den Takt vor. Für die Aktien von Swisscom ging es nach den Zahlen für 2025 um 1,9 Prozent nach oben, womit sie größter Gewinner im SMI waren. Nach Aussage der Vontobel-Analysten lagen die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen. Auch der Ausblick auf 2026 habe dem Konsens entsprochen. Die Dividende für 2025 wurde um 18 Prozent auf 26 Franken angehoben.
Die Aktien im Luxusgüter-Sektor zeigten ein uneinheitliches Bild. Während die Titel von Richemont nach zwischenzeitlichen Gewinnen wenig verändert schlossen, fielen Swatch um 1,4 Prozent. Auch Hermes hat mit einer besseren Umsatzerholung die Märkte überrascht. "Kering und vor allem die Marke Gucci hatten ja schon gezeigt, dass der Markt bei Luxus-Herstellern doch zu sehr nach unten übertrieben hatte", sagte ein Händler. Dies werde nun von Hermes untermauert und dürfte die Aktien der gesamten Branche weiter nach oben treiben. Im Weihnachstquartal sprang der Umsatz um 9,8 Prozent zum Vorjahr an. Der bestätigte Ausblick wurde daher als konservativ bezeichnet.
Dagegen knickten die Aktien von Holcim um 8,5 Prozent ein. Auch die Papiere anderer Baustoff-Hersteller in Europa standen deutlich unter Druck. Das Jahr 2026 ist entscheidend für das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) sowie den Start des Grenzausgleichsmechanismus (CBAM). Den Berenberg-Analysten zufolge spitzt sich die CO2-Debatte aktuell zu. Mit Blick auf die verschiedenen Branchen werten die Analysten eine Aufweichung der Regeln für Zementhersteller als eher negativ.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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