ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Euroraum-Wirtschaftsstimmung steigt im Februar
Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Februar aufgehellt. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf 96,3 Punkte von 95,3 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Indexanstieg auf 96,0 Zähler gerechnet. Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator erhöhte sich auf 97,1 Punkte von 96,0 im Vormonat.
Schweizer Wirtschaft wächst im vierten Quartal um 0,5 Prozent
Die schweizerische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2024 solide gewachsen. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent. Im dritten Quartal war das BIP um 0,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich das BIP um 1,2 (Vorquartal: 1,3) Prozent. Das Wachstum wurde jeweils etwa zur Hälfte vom Industrie- und vom Dienstleistungssektor getragen. Verwendungsseitig wirkten sich Konsum und Investitionen stützend aus.
EZB: Kreditvergabe an Unternehmen im Januar steigt beschleunigt
Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum hat sich im Januar beschleunigt. Nach einer Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Buchkreditvergabe an Nicht-Finanzunternehmen mit einer Jahresrate von 2,0 (Dezember: 1,7) Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Kreditvergabe um 7 Milliarden Euro, nachdem sie im Vormonat um nur 39 Milliarden zugenommen hatte.
Kredite deuten auf stärkeres Euroraum-Wachstum
Die Beschleunigung der Kreditvergabe an den privaten Sektor des Euroraums im Januar (auf 2,3 von 2,0 Prozent Jahresrate) deutet nach Aussage von Michael Martinez, Analyst bei Societe Generale, darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum verstärken wird. "Im Januar belief sich der Kreditfluss an den privaten Sektor auf 2,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP annualisiert, 3-Monats-Durchschnitt)", schreibt er in einem Kommentar. Der historische Durchschnitt, der mit einem BIP-Wachstum von etwa 1,0 Prozent pro Jahr einhergehe, liege bei 2,1 Prozent. "Daher deuten die jüngsten Trends bei der Kreditvergabe auf ein stärkeres Wachstum hin, das über 1 Prozent liegen könnte", folgert Martinez.
Spanische HVPI-Inflation verharrt im Februar bei 2,9 Prozent
Die Verbraucherpreise in Spanien sind im Februar nicht gestiegen, während sich die Europäische Zentralbank (EZB) daran macht, die Zinssätze nächste Woche zu senken. Die jährliche Inflationsrate lag im Februar bei 2,9 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im Januar, wie aus den EU-harmonisierten Zahlen der spanischen Statistikbehörde hervorgeht. Die Kerninflation, bei der die Auswirkungen der Energie- und einiger Lebensmittelpreise herausgerechnet werden, ging derweil auf 2,1 von 2,4 Prozent zurück.
EZB kann Mut schöpfen aus Spaniens Kerninflation
Die Abschwächung der Kerninflation in Spanien ist nach Einschätzung von Ruben Dewitte von ING eine gute Nachricht für die Verantwortlichen der Europäischen Zentralbank (EZB), die die Zinssätze weiter senken wollen. Die Gesamtinflation (HVPI) blieb in diesem Monat stabil bei 2,9 Prozent, aber die Kerninflation - ohne Energie und einige Güterpreise - gab von 2,4 Prozent im Januar auf 2,1 Prozent nach. Während einige Vertreter der EZB begonnen haben, anzudeuten, dass die Zinsen im weiteren Jahresverlauf eher gehalten als gesenkt werden sollten, zeige die Abkühlung der Kerninflation, dass sich der Preisdruck nicht verstärke, so Dewitte.
EZB stuft Zinsniveau weiter als restriktiv ein
Die Barclays-Volkswirte Mariano Cena und Saadalla Nadra-Yazji rechnen damit, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am 6. März eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent beschließen und das Zinsniveau weiterhin als restriktiv einstufen wird. Sie nehmen an, dass der Rat sagen wird, dass die Restriktivität der Geldpolitik genau beobachtet werden müsse. Cena und Nadra-Yazji sehen sowohl in Kreditzinsdaten als auch im Geldmengenbericht und im Quartalsbericht zur Kreditvergabe Hinweise darauf, dass die Geldpolitik restriktiv wirkt. Sie prognostizieren für April eine weitere Zinssenkung und erwarten, dass die EZB ihre Wachstumsprognosen leicht senken und die Inflationsprognose für 2025 marginal anheben wird.
RWI: Containerumschlag steigt im Januar
Der Containerumschlag ist im Januar leicht gestiegen, aber die internationalen Spannungen belasten den Welthandel weiter. Der Containerumschlag-Index des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) stieg im Januar auf saisonbereinigt 133,1 Punkte gegenüber revidierten 128,9 Punkten im Vormonat. Damit werde der Rückgang vom Dezember zwar ausgeglichen. Insgesamt stagniere der Containerumschlag aber seit vergangenem Sommer, erklärte das RWI.
DIW: Bitcoin kein sicherer Hafen und als Währungsreserve ungeeignet
Die Kryptowährung Bitcoin eignet sich laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) weder als sicherer Hafen noch als Währungsreserve. Ein Vergleich der monatlichen Renditen von Bitcoin und Gold mit denen von Aktien und Staatsanleihen ergab demnach, dass sich die Rendite von Bitcoins in den vergangenen zehn Jahren ziemlich parallel zu den Renditen von Aktien entwickelt hat. Hingegen hänge die Goldrendite insbesondere in Krisenzeiten nicht mit Aktien- und Anleiherenditen zusammen, was das Edelmetall traditionell zum sicheren Hafen für Anleger mache.
BA: Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt im Februar
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist im Februar weiter gesunken. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) fiel um 2 Punkte auf 103 Zähler, wie die Bundesagentur mitteilte. "Mit diesem Rückgang setzt der Wert seine Abwärtsbewegung fort und die Kräftenachfrage bleibt weiter schwach", erklärte die BA. Im Vergleich zum Februar 2024 hat der BA-X 11 Punkte verloren.
+++ Konjunkturdaten +++
Belgien Feb Verbraucherpreise +3,55% (Jan: +4,08%) gg Vorjahr
Brasilien Leistungsbilanz Jan Defizit 8,7 Mrd USD (Dez: Defizit 9,0 Mrd USD)
Brasilien/Ausländische Direktinvestitionen Jan 6,5 Mrd USD
Brasilien/Ausländische Direktinvestitionen 12 Monate 68,5 Mrd USD
DJG/DJN/apo
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