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ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Nagel: EZB dürfte Zinsen über März hinaus anheben

Eine Anhebung der Leitzinsen um 50 Basispunkte durch die Europäische Zentralbank (EZB) im März ist nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel eine ausgemachte Sache. Auch danach werde die EZB die Zinsen wohl weiter anheben müssen, sagte Nagel dem Spiegel. "Für Februar und März haben wir angekündigt, dass wir die Zinsen nochmals kräftig anheben werden. Danach werden wir uns anschauen, wo die Inflationsrate im Frühjahr steht und wie die Prognose unserer Fachleute dann aussieht", sagte Nagel. Er wäre nicht überrascht, wenn die EZB auch nach diesen beiden Schritten die Leitzinsen weiter erhöhen müsste.

USA liefern der Ukraine 31 Kampfpanzer vom Typ Abrams

Die USA liefern der Ukraine 31 Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams. Das gaben US-Regierungsvertreter am Mittwoch nach einer Ankündigung der Bundesregierung zur Lieferung von deutschen Leopard-2-Panzern an die Ukraine bekannt. Bis zu einer tatsächlichen Auslieferung der US-Kampfpanzer dürften aber nach US-Angaben "Monate" vergehen. US-Präsident Joe Biden beteuert,e dass die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine keine "offensive Bedrohung" für Russland darstelle. Die Kampfpanzer sollten der Ukraine helfen, "ukrainisches Land zu verteidigen und zu schützen", sagte Biden.

Scholz verteidigt Kurs enger Abstimmung bei Leopard-Lieferungen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sein Vorgehen in der Frage der Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern an die Ukraine verteidigt und angekündigt, auch künftig nur "Schritt für Schritt" in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern vorgehen zu wollen. "Es war richtig und es ist richtig, dass wir uns nicht haben treiben lassen, sondern dass wir auf diese enge Kooperation in einer solchen Angelegenheit setzen und sie auch fortsetzen", sagte Scholz in einer Regierungsbefragung im Bundestag.

Selenskyj dankt Scholz "aufrichtig" für Leopard-Entscheidung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) "aufrichtig" für die Entscheidung zur Lieferung deutscher Leopard-2-Kampfpanzer an die Ukraine bedankt. Er sei Scholz und "all unseren Freunden in Deutschland aufrichtig dankbar", schrieb Selenskyj im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Spanien zur Leopard-Lieferung an die Ukraine bereit

Nach der Entscheidung aus Berlin hat Spanien seine Bereitschaft bekräftigt, Leopard-2-Kampfpanzer aus deutscher Produktion an die Ukraine zu liefern. Möglich sei auch "die Ausbildung im Umgang mit Leopard-Panzern" oder "Hilfe bei deren Wartung und Instandhaltung", sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles im spanischen Fernsehen. Sie machte allerdings keine Angaben dazu, wie viele Panzer Spanien liefern könne, noch wann dies geschehen könnte.

Finnland will Kampfpanzer-Lieferungen an Ukraine unterstützen

Finnland will eigenen Angaben zufolge einen Beitrag zu den Kampfpanzer-Lieferungen westlicher Staaten an die Ukraine leisten. Helsinki werde "an dieser Zusammenarbeit beteiligt sein", sagte Verteidigungsminister Mikko Savola. Er ließ indes offen, ob Finnland Panzer aus dem eigenen Bestand liefert - oder sich lediglich an der Ausbildung ukrainischer Soldaten beteiligt. Savola schränkte ein, sein Land könne "aufgrund der sicherheitspolitischen Situation in Europa" keine "allzu große oder üppige" Unterstützung leisten.

Finnland genehmigt ersten Rüstungsexport in die Türkei seit 2019

Finnland hat erstmals seit 2019 den Export von Rüstungsgütern in die Türkei genehmigt. Am Dienstag sei die Erlaubnis zum Verkauf von Panzerstahl an ein türkisches Unternehmen erteilt worden, teilte Riikka Pitkänen, Sonderberaterin- des finnischen Verteidigungsministeriums, mit. Die Türkei hatte eine Wiederaufnahme finnischer Rüstungslieferungen zur Voraussetzung für eine Zustimmung zum angestrebten Nato-Beitritt des Landes gemacht.

Belgiens Geschäftsklima im Januar stabil

Das belgische Geschäftsklima ist im Januar stabil geblieben. Wie die Belgische Nationalbank (BNB) mitteilte, stieg der Index marginal um 0,1 Punkt auf minus 13,5 Zähler. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf minus 11,5 prognostiziert, nachdem der Index im Vormonat bei minus 13,6 notiert hatte. Die Stimmung in der Wirtschaft bleibt im Vergleich zum Frühjahr 2022 gedämpft.

US-Rohöllagerbestände steigen stärker als erwartet

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 20. Januar ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 0,533 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Anstieg um 0,1 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 8,408 Millionen Barrel erhöht.

Fed-Vize Brainard ist Spitzenkandidatin für NEC-Chefposten - Bericht

Lael Brainard, die stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve, ist einem Bericht zufolge die Spitzenkandidatin für die Leitung des National Economic Council (NEC) im Weißen Haus. Einem Bericht der Washington Post zufolge steht US-Präsident Joe Biden kurz vor der Ernennung des nächsten Direktors des NEC, der höchsten wirtschaftlichen Position im Weißen Haus. Die Zeitung beruft sich auf drei Personen, die mit den Überlegungen vertraut sind.

Bank of Canada erhöht Leitzins um 25 Bp - Peak vorerst erreicht

Die Bank of Canada hat erneut den Leitzins erhöht, gleichzeitig aber auch eine Pause des Straffungszyklusses angekündigt. Die kanadische Notenbank erhöhte ihren Zielwert für den Tagesgeldsatz um 25 Basispunkte auf 4,50 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren. Wie die Bank weiter mitteilte, wird es vorerst keine weiteren Zinserhöhungen geben.

DJG/DJN/AFP/apo/sha/kla

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