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MÄRKTE EUROPA/DAX hält sich stabil über 15.000er-Marke

Erwähnte Instrumente

  • Givaudan SA
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    Aktueller Kursstand: 3.029,000 €  (L&S)
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  • Rheinmetall AG
    ISIN: DE0007030009Kopiert
    Aktueller Kursstand: 225,000 €  (L&S)
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FRANKFURT (Dow Jones) - Die europäischen Aktienmärkte notieren am Mittwoch knapp im Minus. Der Rücksetzer im frühen Handel wurde schnell für Käufe genutzt. Damit hält die Konsolidierung an den europäischen Aktienmärkten der vergangenen Tage weiter an. Am Nachmittag notiert der DAX 0,3 Prozent tiefer bei 15.055 Punkten, im Tief notierte er bereits bei 14.970 Zählern. "Der DAX stemmt sich bisher erfolgreich gegen einen größeren Rücksetzer", sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners. Für einen weiteren Anstieg mangele es aber an positiven Impulsen. Der bisherige Verlauf der Berichtssaison reiche als Impuls nicht aus.

Der Euro-Stoxx-50 handelt 0,6 Prozent leichter bei 4.130 Zählern. Nur der Subindex der Versorger notiert knapp im Plus, schwach handeln mit den Quartalszahlen der US-Techgiganten der Sektor der europäischen technologiewerte sowie die Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie. Während der Preis für Öl der Sorte Brent aktuell stabil bei 86,15 Dollar notiert, kommen die Gaspreise an der TTF um weitere 5 Prozent zurück.

   Commerzbank: Ifo-Index spricht für milde Rezession 

Die Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimas spricht nach Aussage von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer trotz des abermaligen Anstiegs im Januar auf 90,2 Punkte für eine milde Rezession. "Es liegt trotz der Erholung noch immer auf einem Niveau, bei dem das Bruttoinlandsprodukt in der Vergangenheit zumeist mindestens zwei Quartale in Folge geschrumpft ist", urteilt Krämer. Für Vorsicht spreche auch die weltweite Straffung der Geldpolitik. Krämer fasst zusammen: "Alles in allem bleibt eine milde Rezession das wahrscheinlichere Szenario. Wir erwarten für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt dieses Jahres einen Rückgang um 0,5 Prozent."

   Berichtssaison nimmt langsam an Fahrt auf 

Während die Berichtssaison in den USA bereits am Laufen ist, nimmt sie in Europa langsam an Fahrt auf. So steigen Easyjet nach Zahlenausweis um gut 10 Prozent, besonders der Ausblick wird an der Börse positiv gewertet. "Die Nach-Corona-Erholung scheint schneller als gedacht zu laufen", sagt ein Händler. Entsprechend seien die Umsatzerwartungen übertroffen worden und der Vorsteuerverlust noch stärker reduziert worden. Wie erhofft habe der hohe Ladefaktor der Airline dazu beigetragen. Auch im Ausblick spreche Easyjet weiter von einer hohen Nachfrage und erwartet, die "aktuellen Gewinnerwartungen des Marktes im Gesamtjahr zu übertreffen".

Givaudan legen nach Zahlenausweis um 0,6 Prozent zu. Die Analysten von Jefferies bemängeln, dass sowohl das organische Wachstum wie auch die Marge die Markterwartung verfehlt habe. Die Aktie von ASML verliert nach Zahlenveröffentlichung gut 2 Prozent. Seit Jahresanfang liegt die Aktie 20 Prozent im Plus, die durch die Bank überzeugenden Geschäftszahlen werden für Gewinnmitnahmen genutzt. ASML hat Umsatz und Gewinn im vierten Quartal gesteigert. Der Hersteller von Anlagen für die Chipindustrie sieht sich trotz des schwierigen Umfelds 2023 klar auf Wachstumskurs.

   Rheinmetall auf Allzeithoch 

Rheinmetall notieren nach anfänglichen Gewinnen nun knapp im Minus, am Vormittag notierten die Aktie mit 232 Euro auf Allzeithoch. Der Rüstungskonzern könnte nach Einschätzung von UBS-Analyst Sven Weier davon profitieren, dass Deutschland der Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine zugestimmt hat. Weier begründet dies mit dem sich dadurch ergebenden möglichen Potenzial für Modernisierung, Munition und Ersatzteile. Der Leopard 2 werde zwar von Krauss-Maffei Wegmann gebaut, Rheinmetall liefere aber die 120-Millimeter-Glattrohrkanone des Panzers, Munition, Feuerleittechnik und andere Systeme. RWE ziehen nach unerwartetem Zahlenausweis deutlich an, die Prognose wurde übertroffen. Der Kurs gewinnt 2,1 Prozent.

Im MDAX steigen Jungheinrich um 5,4 Prozent, das Unternehmen kauft in den USA zu. Heino Ruland von Ruland Research verweist auf die hohe Marge von Storage Solutions: Mit 11,72 Prozent liege die EBIT-Marge deutlich über den 7,78 Prozent, die er für Jungheinrich bei den 2022er Zahlen erwartet: "Damit dürfte die Übernahme den Gewinn je Aktie erhöhen, und das auch dann, wenn die Übernahme über Kredite finanziert wird", sagt er.

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Aktienindex              zuletzt        +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           4.130,06        -0,6 %        -22,96          +8,9 % 
Stoxx-50                3.847,42        -0,4 %        -17,15          +5,4 % 
DAX                    15.054,65        -0,3 %        -38,46          +8,1 % 
MDAX                   28.423,14        -0,5 %       -143,86         +13,2 % 
TecDAX                  3.145,02        -0,8 %        -26,76          +7,7 % 
SDAX                   13.107,25        -0,9 %       -114,96          +9,9 % 
FTSE                    7.720,89        -0,5 %        -36,47          +4,1 % 
CAC                     7.019,01        -0,4 %        -31,47          +8,4 % 
 
Rentenmarkt              zuletzt                    absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       2,12                      -0,03          -0,45 
US-Zehnjahresrendite        3,43                      -0,03          -0,45 
 
DEVISEN                  zuletzt        +/- %  Mi, 8:13 Uhr  Di, 17:33 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,0915        +0,3 %        1,0906         1,0880   +2,0 % 
EUR/JPY                   141,31        -0,3 %        142,18         141,35   +0,7 % 
EUR/CHF                   1,0019        -0,2 %        1,0068         1,0043   +1,2 % 
EUR/GBP                   0,8813        -0,2 %        0,8847         0,8825   -0,4 % 
USD/JPY                   129,47        -0,5 %        130,36         129,91   -1,3 % 
GBP/USD                   1,2385        +0,4 %        1,2326         1,2329   +2,4 % 
USD/CNH (Offshore)        6,7747        -0,1 %        6,7665         6,7849   -2,2 % 
Bitcoin 
BTC/USD                22.475,84        -1,2 %     22.722,21      22.898,29  +35,4 % 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  79,83        80,13         -0,4 %          -0,30   -0,8 % 
Brent/ICE                  85,50        86,13         -0,7 %          -0,63   -0,6 % 
GAS                               VT-Settlem.                      +/- EUR 
Dutch TTF                  55,74        58,27         -4,3 %          -2,53  -19,3 % 
 
METALLE                  zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.934,25     1.935,00         -0,0 %          -0,75   +6,1 % 
Silber (Spot)              23,63        23,73         -0,4 %          -0,09   -1,4 % 
Platin (Spot)           1.042,35     1.060,50         -1,7 %         -18,15   -2,4 % 
Kupfer-Future               4,23         4,25         -0,4 %          -0,02  +11,1 % 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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