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MÄRKTE ASIEN/Richtungsloser Handel - Schanghai von Daten gedrückt

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SCHANGHAI (Dow Jones) - Während in Japan und Südkorea der Aktienhandel am Freitag feiertagsbedingt geruht hat, zeigten sich die übrigen asiatischen Börsen ziemlich richtungslos. Die schwachen Vorgaben der Wall Street wurden nur zum Teil nachempfunden, weil dort die Sorge vor einer neuen Bankenkrise belastet hatte. Die vermeintlichen Schwierigkeiten der Regionalbanken Western Alliance Bancorp, PacWest Bancorp und First Horizon fanden in Asien kaum Widerhall bei den Kursen, wurden aber gleichwohl argwöhnisch beäugt. Gut kam dagegen der Geschäftsausweis des US-Technologiegiganten Apple an. Das Unternehmen hatte mit den Quartalsergebnissen die Erwartungen des Marktes übertroffen.

In China belasteten indes einmal mehr mäßige Daten, wobei diese nicht ganz so schwach ausfielen wie jene zuletzt veröffentlichten. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe ermäßigte sich im April, blieb aber dennoch klar oberhalb der Wachstumsschwelle. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im April ebenfalls gesunken.

Das verlangsamte Wachstum untermauere die schwierige konjunkturelle Lage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, hieß es im Handel. Dies gelte umso mehr, weil das Politbüro der regierenden KP jüngst weitere Wirtschaftsstimuli praktisch ausgeschlossen habe. "Der Aufschwung verläuft nach wie vor sehr uneinheitlich", sagte ein Macquarie-Volkswirt. Der Schanghai-Composite verlor 0,5 Prozent.

   HSI beweist weiter Stärke 

In Hongkong stieg der HSI dagegen um 0,5 Prozent im späten Geschäft. Analysten von Zhongtai International zeigten sich über die Stärke des lokalen Marktes etwas überrascht, denn die sich in den USA andeutende Zinserhöhungspause sei bereits am Vortag eingepreist worden, als der HSI deutlich zugelegt hatte. Nun gebe es offenbar Anschlusskäufe von Nachzüglern. Doch in den kommenden Wochen dürfte es dem HSI womöglich an Impulsen für weitere Aufschläge mangeln.

In Australien zeigte sich der S&P/ASX-200 mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent - gestützt von positiven Schlagzeilen aus dem Bankensektor sowie gestiegenen Kursen im Rohstoff- und Immobilienbereich. Die Großbank ANZ hatte im ersten Geschäftshalbjahr 12 Prozent mehr verdient und die Zwischendividende angehoben. Die Investmentbank Macquarie verbuchte gar Rekordgewinne. ANZ zogen um 1,5 Prozent an, Macquarie gaben indes 0,2 Prozent nach. Händler verwiesen trotz Geschäftszahlen über Erwartung auf rückläufige Transaktionen. Westpac und Commonwealth rückten um 0,5 bzw. 0,4 Prozent vor. National Australia Bank (NAB) gaben nach dem Vortagesabsturz um weitere 0,5 Prozent nach. Die Bank hatte zwar am Vortag mit Rekordergebnissen aufgewartet, jedoch die Markterwartungen bei der Nettozinsmarge verfehlt.

Für den Gesamtmarkt negativ, aber durchaus positiv für den Bankensektor wurden Aussagen der australischen Notenbank gewertet. Die Reserve Bank of Australia warnte vor einer weiteren Straffung der Geldpolitik. Sie sieht zwar den Höhepunkt der Inflation als erreicht, befürchtet aber ein Anhalten der Teuerung, was weitere Zinserhöhungen erforderlich machen könnte.

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S&P/ASX 200 (Sydney)    7.220,00        +0,4 %      +2,6 %         08:00 
Nikkei-225 (Tokio)                     Feiertag 
Kospi (Seoul)                          Feiertag 
Schanghai-Comp.         3.334,50        -0,5 %      +7,9 %         09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     20.052,05        +0,5 %      +1,0 %         10:00 
Straits-Times (Sing.)   3.263,84        -0,2 %      +0,5 %         11:00 
KLCI (Malaysia)         1.429,19        +0,2 %      -4,6 %         11:00 
BSE (Mumbai)           61.235,90        -0,8 %      +0,7 %         12:00 
 
DEVISEN                  zuletzt        +/- %      00:00  Do, 9:23 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1033        +0,2 %     1,1014        1,1068   +3,1 % 
EUR/JPY                   148,03        +0,1 %     147,86        149,08   +5,5 % 
EUR/GBP                   0,8743        -0,2 %     0,8760        0,8809   -1,2 % 
GBP/USD                   1,2619        +0,4 %     1,2574        1,2566   +4,3 % 
USD/JPY                   134,20        -0,0 %     134,24        134,71   +2,3 % 
USD/KRW                 1.318,48        -0,2 %   1.321,35      1.323,55   +4,5 % 
USD/CNY                   6,9130        +0,1 %     6,9067        6,9123   +0,2 % 
USD/CNH                   6,9179        +0,0 %     6,9177        6,9193   -0,1 % 
USD/HKD                   7,8482        +0,0 %     7,8477        7,8479   +0,5 % 
AUD/USD                   0,6738        +0,7 %     0,6694        0,6667   -1,1 % 
NZD/USD                   0,6302        +0,4 %     0,6279        0,6238   -0,8 % 
Bitcoin 
BTC/USD                29.112,50        +0,9 %  28.851,22     29.093,50  +75,4 % 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settlem.      +/- %       +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  69,51        68,56      +1,4 %         +0,95  -13,3 % 
Brent/ICE                  73,53         72,5      +1,4 %         +1,03  -12,8 % 
GAS                               VT-Settlem.                  +/- EUR 
Dutch TTF                  35,28        35,65      -1,1 %         -0,38  -54,1 % 
 
METALLE                  zuletzt       Vortag      +/- %       +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             2.042,80     2.051,63      -0,4 %         -8,83  +12,0 % 
Silber (Spot)              26,00        26,08      -0,3 %         -0,08   +8,5 % 
Platin (Spot)           1.046,15     1.044,00      +0,2 %         +2,15   -2,1 % 
Kupfer-Future               3,85         3,85      +0,1 %         +0,00   +1,0 % 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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