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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

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DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH BIS FREITAG: In China bleiben die Börsen wegen der Feiertage zum Mondneujahr geschlossen.

MITTWOCH: In Hongkong blieben die Börsen wegen der Feiertage zum Mondneujahr geschlossen.

DONNERSTAG: Kein Handel in Australien wegen des Australia Days.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.30 Uhr) +++++

INDEX             Stand      +-%  +-% YTD* 
EuroStoxx50    4.148,11    -0,1 %     +9,3 % 
Stoxx50        3.860,98    -0,1 %     +5,7 % 
DAX           15.081,64    -0,1 %     +8,3 % 
FTSE           7.741,26    -0,2 %     +4,1 % 
CAC            7.043,88    -0,1 %     +8,8 % 
DJIA          33.500,91    -0,7 %     +1,1 % 
S&P-500        3.979,14    -0,9 %     +3,6 % 
Nasdaq-Comp.  11.184,87    -1,3 %     +6,9 % 
Nasdaq-100    11.679,73    -1,4 %     +6,8 % 
Nikkei-225    27.395,01    +0,4 %     +5,0 % 
EUREX             Stand   +-Ticks 
Bund-Future     138,45 %      +3 
*zu Vortag 
 

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               80,62        80,13         +0,6 %          +0,49   +0,2 % 
Brent/ICE               86,42        86,13         +0,3 %          +0,29   +0,5 % 
GAS                            VT-Settlem.                      +/- EUR 
Dutch TTF               57,55        58,27         -1,2 %          -0,72  -19,3 % 
 
METALLE               zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.938,53     1.935,00         +0,2 %          +3,53   +6,3 % 
Silber (Spot)           23,75        23,73         +0,1 %          +0,03   -0,9 % 
Platin (Spot)        1.042,88     1.060,50         -1,7 %         -17,63   -2,4 % 
Kupfer-Future            4,24         4,25         -0,2 %          -0,01  +11,2 % 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Die Ölpreise ziehen deutlicher an. Die US-Rohölvorräte sind in der vergangenen Woche zwar stärker gestiegen als erwartet, doch hatte sich dies schon abgezeichnet, nachdem der Branchenverband API am späten Dienstag eine Zunahme der Bestände gemeldet hatte.

Die US-Gaspreise fallen indes auf ein 19-Monatstief. Ein robustes Angebot treffe auf Spekulationen über eine sinkende Nachfrage, heißt es im Handel. Ab Anfang Februar sagen Meteorologen wärmeres Wetter in den USA voraus.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Belastet wird die Stimmung von der aktuell eher mau verlaufenden Berichtsperiode. Microsoft reiht sich in den Reigen eher mäßiger Geschäftsberichte ein, der Kurs verliert 1,2 Prozent. Der Software-Gigant verbuchte im zweiten Geschäftsquartal das schwächste Wachstum seit sechs Jahren. Ebenfalls keine Freude kommt beim Geschäftsausweis von Boeing (-2,4 %) auf. Zwar hat der Flugzeugbauer beim Cashflow die Wende geschafft, aber Anleger wollten Gewinne sehen, heißt es. Aber der Flugzeugbauer hat das vierte Quartal überraschend mit roten Zahlen beendet und auch die Umsatzerwartungen verfehlt. Bei Abbott (-2,3 %) belasten das Ausbleiben von Erlösen mit Corona-Tests und die Nachwirkungen der zeitweisen Schließung eines Werks für Säuglingsnahrung. Besser hält sich der Kurs von Merck & Co (+0,5 %). Der Pharmakonzern berichtet über Erfolg und Misserfolg bei Studien zum Krebsmittel Keytruda. Der Konzern kündigte an, das Mittel gegen Gallengangskrebs bei den Zulassungsbehörden einzureichen. Mit einem Anstieg um 4,9 Prozent reagieren AT&T positiv auf die Viertquartalszahlen. Texas Instruments übertraf mit Gewinn und Umsatz die allerdings bereits niedrigen Erwartungen, wobei beide Kennziffern im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig waren. Der Kurs verliert 1,5 Prozent. eHealth machen einen Satz um fast 34 Prozent, nachdem der Dienstleister für das Gesundheitswesen mit seinen Quartalszahlen früher gemachte Prognosen übertroffen hat. Nach oben geht es mit den Kursen von News Corp und Fox, nachdem Rupert Murdoch, Executive Chairman von News Corp und Fox, seinen Versuch abgeblasen hat, die beiden Teile seines Medienimperiums zu fusionieren. Die A-Aktie von News Corp gewinnt 7, die B-Aktie 6,5 Prozent. Für Fox geht es um 3 Prozent nach oben. News Corp ist die Muttergesellschaft von Dow Jones, zu der auch diese Nachrichtenagentur und das Wall Street Journal gehören.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

22:05 US/Tesla Inc, Ergebnis 4Q

22:05 US/Qualtrics International Inc, Ergebnis 4Q

22:08 US/International Business Machines Corp (IBM), Ergebnis 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Keine Daten mehr angekündigt.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Der Rücksetzer im frühen Handel wurde schnell für Käufe genutzt. Damit hielt die Konsolidierung der vergangenen Tage an. Der Subindex der Versorger stellte nach überzeugenden Geschäftszahlen von RWE den Gewinner (+0,5 %), schwächer handelten die Aktien aus der Öl- und Gasindustrie. Die Gaspreise am virtuellen Handelsplatz TTF sanken um weitere 3 Prozent. Die Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimas sprach nach Aussage von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer trotz des abermaligen Anstiegs im Januar für eine milde Rezession. Easyjet stiegen nach Zahlenausweis um knapp 10 Prozent, besonders der Ausblick wurde an der Börse positiv gewertet. Auch RWE (+1,4 %) legte starke Geschäftszahlen vor, kommentierte RBC. Givaudan schlossen nach Zahlenvorlage kaum verändert. Jefferies bemängelte, dass sowohl das organische Wachstum wie auch die Marge die Markterwartung verfehlt habe. ASML schlossen nach anfänglichen Gewinnmitnahmen knapp im Plus. ASML steigerte Umsatz und Gewinn. Rheinmetall notierten nach anfänglichen Gewinnen knapp im Minus, am Vormittag notierten sie auf Allzeithoch. Der Rüstungskonzern könnte nach Einschätzung von UBS-Analyst Sven Weier davon profitieren, dass Deutschland der Lieferung von Leopard-2-Panzern an die Ukraine zugestimmt hat. Jungheinrich stiegen um knapp 5 Prozent, das Unternehmen kauft in den USA zu.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN               zuletzt        +/- %  Mi, 8:13 Uhr  Di, 17:33 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,0896        +0,1 %        1,0906         1,0880   +1,8 % 
EUR/JPY                141,28        -0,3 %        142,18         141,35   +0,7 % 
EUR/CHF                1,0024        -0,2 %        1,0068         1,0043   +1,3 % 
EUR/GBP                0,8807        -0,2 %        0,8847         0,8825   -0,5 % 
USD/JPY                129,67        -0,4 %        130,36         129,91   -1,1 % 
GBP/USD                1,2371        +0,3 %        1,2326         1,2329   +2,3 % 
USD/CNH (Offshore)     6,7790        -0,1 %        6,7665         6,7849   -2,2 % 
Bitcoin 
BTC/USD             22.536,96        -1,0 %     22.722,21      22.898,29  +35,8 % 
 

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Überwiegend mit Gewinnen haben sich die Börsen gezeigt. Der Nikkei-Index legte weiter zu, nachdem bereits an den beiden Vortagen noch deutlichere Gewinne verzeichnet worden waren. Zurück aus der zweitägigen Feiertagspause ging es in Seoul mit dem dort angesichts der Gewinne an der Wall Street aufgebauten Nachholbedarf um 1,4 Prozent nach oben. Auch in Singapur waren die Börsianer aus zwei Feiertagen zurück, dort legte der Index um 1,6 Prozent zu. In Sydney verschreckte die Inflation, nach fünf positiven Handelstagen in Folge gab der S&P/ASX-200 nach. Dies dürfte alle Hoffnungen auf eine Pause im Zinserhöhungszyklus der Notenbank im Februar zunichte machen, sagte ein Marktanalyst. Am Devisenmarkt zog der australische Dollar mit dieser Spekulation lehrbuchmäßig um 0,9 Prozent an. Nidec verloren in Tokio um 5,4 Prozent. Der Elektromotorenbauer hat seinen Gewinnausblick gesenkt. Suzuki Motor gewannen dagegen 5,6 Prozent, nachdem die Indien-Tochter den Nettogewinn mehr als verdoppelt hatte. In Seoul profitierten SK Hynix (+4,3 %) davon, dass der Speicherchiphersteller eine neue, 13 Prozent schnellere Chipgeneration entwickelt hat. Das Indexschwergewicht Samsung Electronics verteuerten sich um 2,8 Prozent, nachdem während der Feiertagspause an den US-Börsen insbesondere Aktien aus dem Techniksegment kräftig zugelegt hatten.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

RWE

hat seine Gewinnziele für das abgelaufene Geschäftsjahr dank des Ausbaus von Wind- und Solaranlagen sowie einem lukrativen Energiehandel deutlich übertroffen. Im deutschen Kohle- und Kernenergiegeschäft, das mittlerweile eine untergeordnete Rolle spielt, verdiente der DAX-Konzern weniger. Trotz der insgesamt überraschend guten Ergebnisentwicklung will RWE an der für das abgelaufene Jahr geplanten Dividende von 0,90 Euro je Aktie festhalten.

SIEMENS ENERGY/SIEMENS GAMESA

Siemens Energy kann seine verlustträchtige Windkraftanlagen-Tochter Siemens Gamesa wie geplant von der Börse nehmen. Die Aktionäre votierten auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit der erforderlichen Mehrheit für einen entsprechenden Antrag. Über das Delisting der Aktien an den Börsen in Bilbao, Barcelona, Madrid und Valencia muss nun die spanische Börsenaufsicht CNMV befinden. Voraussichtlich im Februar dürfte dies geschehen.

HAPAG-LLOYD

beteiligt sich an dem indischen Terminal- und Inlandtransport-Dienstleister J M Baxi Ports & Logistics Limited (JMBPL) und stärke damit ihre Präsenz in dem strategischen Wachstumsmarkt des Subkontinents. Die Hapag-Lloyd AG erwirbt in einem ersten Schritt 35 Prozent der Anteile an dem Unternehmen von einer Gesellschaft des Private-Equity-Investors Bain Capital und zeichnet anschließend eine Kapitalerhöhung, mit der sich die Beteiligung auf 40 Prozent erhöhen wird.

ABBOTT LABS

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 25, 2023 12:31 ET (17:31 GMT)

Ausbleibende Erlöse mit Corona-Tests und Nachwirkungen der zeitweisen Schließung eines Werks für Säuglingsnahrung haben Abbott Laboratories im vierten Quartal einen erheblichen Umsatzrückgang beschert. Auch der Gewinn sank deutlich, lag aber über den Erwartungen der Analysten.

AT&T

hat im vierten Quartal 2022 mehr verdient als an der Wall Street erwartet. Auch der wichtigste Faktor für den Telekomkonzern, der freie Cashflow, war höher als erwartet: AT&T berichtete für das Gesamtjahr einen Cashflow von 14,1 Milliarden US-Dollar, der damit etwas höher war als vom Management mit 14 Milliarden Dollar prognostiziert und auch die Konsensschätzung von 13,8 Milliarden Dollar der von Factset befragten Analysten übertraf.

BOEING

hat das vierte Quartal überraschend mit roten Zahlen beendet und auch die Umsatzerwartungen der Analysten verfehlt. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete für den Zeitraum von Oktober bis Dezember einen Fehlbetrag, der mit 634 Millionen oder 1,06 Dollar pro Aktie allerdings deutlich geringer ausfiel als das Minus im Vorjahresquartal mit 4,16 Milliarden oder 7,02 pro Aktie.

GOODYEAR

Strafverfolger in den USA ermitteln nach Informationen des Wall Street Journal gegen Goodyear Tire & Rubber Co. wegen des Umgangs mit einem Reifenmodell. Das fehlerhafte Modell G159, hergestellt speziell für Wohnmobile zwischen 1996 und 2003, wird von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mit Unfällen in Verbindung gebracht wird, bei denen acht Menschen starben und Dutzende verletzt wurden.

MAERSK/MSC

Die Container-Reedereien A.P. Moeller-Maersk und Mediterranean Shipping Company (MSC) haben sich darauf geeinigt, ihre Allianz zur gemeinsamen Nutzung von Schiffen im Januar 2025 zu beenden. Die dänische Maersk und die Schweizer MSC waren die sogenannte 2M-Allianz im Jahr 2015 eingegangen, um die Frachtrouten zwischen Europa und Asien sowie über den Pazifik und Atlantik wettbewerbsfähiger und kosteneffizienter zu betreiben.

MERCK & CO

hat mit seinem Krebsmedikament Keytruda in klinischen Studien zu zwei neuen, möglichen Anwendungen unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Eine Phase-3-Studie, die den Einsatz von Keytruda in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie untersuchte, habe für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem oder inoperablem Gallengangskrebs eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des Gesamtüberlebens im Vergleich zur Chemotherapie allein gezeigt.

MICROSOFT

arbeitet an der Beseitigung von Störungen beim Zugang zu E-Mails über Outlook oder Teams-Videokonferenzen. Tausende von Benutzern dieser Dienste weltweit berichteten am Mittwoch, dass diese für sie nicht verfügbar seien. In einem Tweet erklärte Microsoft, es sei ein Netzwerkproblem als mögliche Ursache identifiziert worden. Gegenwärtig werde an den nächsten Schritten zur Behebung des Problems gearbeitet.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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