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Jeffrey-Epstein-Anklägerinnen gehen gegen Deutsche Bank und JP Morgan vor

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Von Khadeeja Safdar und David Benoit

NEW YORK (Dow Jones) - Frauen, die Jeffrey Epstein des sexuellen Missbrauchs beschuldigt haben, verklagen die Deutsche Bank AG und JP Morgan Chase & Co. Den beiden Banken wird vorgeworfen, sie hätten Epsteins mutmaßlichen Sexhandel unterstützt und Warnsignale bezüglich ihrer wohlhabenden Kunden ignoriert. Die beiden Klagen streben den Status einer Sammelklage und einen nicht näher bezifferten finanziellen Schadenersatz an. Sie wurden am Donnerstag bei einem Bundesgericht in New York eingereicht.

"Es ist an der Zeit, dass die wirklichen Verursacher zur Verantwortung gezogen werden, insbesondere seine reichen Freunde und die Finanzinstitute, die eine wesentliche Rolle gespielt haben", sagte Bradley Edwards, einer der Anwälte in einer schriftlichen Erklärung. "Diesen Opfern wurde Unrecht angetan, und zwar von vielen, nicht nur von Epstein. Er hat nicht allein gehandelt."

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte: "Wir glauben, dass diese Klage unbegründet ist und werden unsere Argumente vor Gericht vortragen." Ein Sprecher von JP Morgan lehnte eine Stellungnahme ab.

Beide Banken arbeiteten jahrelang mit Epstein zusammen, nachdem er sich 2008 vor einem Gericht in Florida der Prostitution für schuldig bekannte. 2019 wurde Epstein tot in einem Gefängnis in Manhattan aufgefunden.

Mitarbeit: Patricia Kowsmann und Jenny Strasburg

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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