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Harald Christ soll in Commerzbank-Aufsichtsrat einziehen - Magazin

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FRANKFURT (Dow Jones) - Im Commerzbank-Aufsichtsrat dürfte es einem Magazinbericht zufolge nach der Hauptversammlung im Mai weiteres Stühlerücken geben. Wie der Spiegel vorab berichtet, soll der ehemalige Banker Harald Christ in den Aufsichtsrat einziehen. Zudem könnte Jutta Dönges, die bisherige Vertreterin der Bundesregierung in dem Gremium, eine weitere Amtszeit bekommen. Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass der ehemalige Bundesbankpräsident Jens Weidmann für den Aufsichtsrat vorgeschlagen wird und im Falle seiner Wahl auch als Aufsichtsratsvorsitzender zur Verfügung steht. Die Commerzbank hatte dies mitgeteilt, sowie, dass sich der derzeitige Vorsitzende, Helmut Gottschalk, nach der Hauptversammlung nicht für eine neue Amtszeit zur Verfügung stellt.

Eine Commerzbank-Sprecherin lehnte Dow Jones Newswires gegenüber eine Stellungnahme zu dem Spiegel-Bericht ab. Das Finanzministerium teilte mit, es äußere "sich zu einzelnen Personalangelegenheiten wie üblich nicht". Dem Spiegel gegenüber hatten Finanzministerium sowie Christ selbst die Informationen nicht kommentieren wollen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner will mit den Personalien laut Magazinbericht die staatliche Kontrolle über die Commerzbank neu ausrichten. Christ war bis April 2022 Bundesschatzmeister der FDP und kümmert sich aktuell hauptberuflich um seine Beratungsfirma Christ & Company Consulting. Zuvor war er laut Magazin "in mehreren hochrangigen Managementpositionen in der Finanzwirtschaft tätig" - unter anderem bei der Postbank, der Bausparkasse BHW und beim Versicherungskonzern Ergo.

Die Bundesrepublik Deutschland hält mehr als 15 Prozent an der Commerzbank und ist der größte Einzelaktionär.

(Mitarbeit: Andreas Kißler)

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/kla

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